Zwiebeln an Apfel

Wo wir gerade bei E-Mail-Verschlüsselung waren, können wir direkt beim Surfen durch das WWW weitermachen. Auch eine Selbstverständlichkeit, die leider nicht so verbreitet ist: wenn man irgendwo im Web aufgefordert wird, sich mittels Usernamen und Passwort anzumelden, sollte man dies über eine verschlüsselte Verbindung tun. Verschlüsselte Verbindungen erkennt man am Protokoll (https) in der Adresszeile seines Browsers und am Beispiel von Safari wird rechts oberhalb des Suchfeldes ein Schloss angezeigt.
Neben der Verschlüsselung der Verbindung kann man auch anonym durch das Web surfen. Tor beschreibt solch eine Möglichkeit. Dort kann man nachlesen, wie das ganze funktioniert. Weitere Artikel liefert die Wikipedia, wobei ich eher die Website von Kai Billen empfehlen möchte. Hier bekommt man sehr gute Anleitungen und Hintergründe zu verschiedensten Themen (nicht nur Internet) geliefert, sein Blog ravenhorst ist auch sehr lesenswert. Zum Thema "Anonym im Internet" hat er einen mehr als ausführlichen Artikel verfasst, in dem er auf das Tor-Netzwerk eingeht.
Die Verbindungen zwischen den Tor-Servern (Schichten) wird zwar verschlüsselt, das heißt aber nicht, dass die eigentliche Kommunikation zwischen Client (Du) und dem Zielserver (Website, E-Mail-Server, Instant Messaging, P2P usw.) verschlüsselt wird, wie vor ein paar Monaten einige Postfachbesitzer feststellen mussten. Zwar verursacht die verschlüsselte Kommunikation mit zum Beispiel einer Website ein wenig mehr Traffic, aber das sollte einem die Sicherheit doch wert sein.
Genug geschwaffelt: wer durch die ganzen Links durch ist und auf seinem Mac mal anonym durch die Weiten des World Wide Web surfen möchte, findet auf den offiziellen Tor-Seiten eine englische Anleitung und den Client für Mac OS X.
Ähnliche Artikel: