Web 2.0 und das Bewußtsein für Daten

Gerade habe ich mir zum Spaß auch mal einen Twitter-Account erstellt. Nicht um jetzt der Welt mitzuteilen, dass ich aufstehe, um mir einen Kaffee zu holen oder die neueste Folge Heroes schaue. Dazu später irgendwann mehr.
Was mich aber erschrocken hat, ist die Tatsache, dass Twitter einen gerade zu auffordert die Passwortdaten seiner Freemailanbieter (GoogleMail/gMail, Hotmail, Yahoo usw.) mitzuteilen, um dort nach möglichen Bekanntschaften zu forschen. Warum sollte ich bitte dieses Passwort einem anderen Dienst mitteilen? Zu solch einem Dienst habe ich das gleiche Vertrauen wie zu jedem anderen Unbekannten auch. Da können sie auf der gleichen Seite hundertmal schwören, dass sie die Passwortdaten nicht speichern oder anderweitig verwenden.
Gerade solche großen Dienste sollten sich doch im Klaren sein, dass sie ihren Usern beibringen sollten, mit ihren Daten entsprechend sicher umzugehen. Anstatt irgendwelche Strukturen wie DataPortability zu unterstützen und zu verbessern, fördern sie bei ihren Usern mit diesem Verhalten nicht unbedingt den sensiblen Umgang mit den eigenen Daten.
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Genau das gleiche ist mir auch gestern aufgefallen. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller die Namen der Freunde anzugeben, oder die email adressen? Ich besitze ja nichtmal ein email-konto von den dort angegeben Anbiertern, nun bleibt mir gar keine Möglichkeit "Freunde zu suchen".
Ein Schelm, wer da böses vermutet. Aber es gibt halt kaum einfachere Methoden um mit derart umfassenden Datenerhebungen bei späterem Weiterverkauf große Summen Geld zu scheffeln. Das erinnert mich an die Idioten in den Einkaufszentren, die sich stundenlang für einen Hungerlohn die Beine in den Bauch stehen, nur um dir ein angebliches Preisausschreiben anzudrehen.