Anwendungsfälle
Das Update auf Mac OS X 10.6(.1) habe ich dazu genutzt, zwischen allen installierten Programmen und Helferlein aufzuräumen, die sich in den nun schon zweieinhalb Jahren meiner Apple-Hörigkeit angesammelt haben.
Im Zuge dessen habe ich unten folgende Liste erstellt, die aber nur einen Teil meiner genutzten Anwendungen darstellt. Software, die sowieso jeder kennt (iLife, iWork, die gesamte Adobe-Palette usw.), habe ich nicht aufgenommen.
Office
NeoOffice nutze ich in Verbindung mit iWork (Pages, Numbers) zur Erstellung diverser Dokumente.
Things nutze ich für GTD (Getting things done) zur projektbezogenen Aufgabenverwaltung. Nicht ganz perfekt (kein Zeitmanagement möglich), aber ausreichend für die meisten meiner Bedürfnisse, was die tägliche Prokrastination angeht.
Für mich sind Mindmaps die Powerpointfolien von vor zehn Jahren. Nur ohne große Effekte. Da manche Entscheider/Kunden aber drauf stehen und sie zugegebenermaßen in gewissen Brainstormlagen hilfreich sein können, verwende ich sie auch ab und zu. XMind basiert auf Eclipse und ist in meinen Augen das beste Tool auf Mac OS X.
Entwicklung
Vernünftige IDEs gibt es mittlerweile für jede Plattform wie Sand am Meer. Aptana Studio 1.5 basiert wie XMind auch auf Eclipse und bringt für diverse Sprachen alles mit, was man eigentlich benötigt.
Wer zu faul ist, sein Mac OS X eigenhändig um MySQL und diverse Konfigurationen von PHP mittels XCode zu erweitern, bekommt auch alles vorgebacken. MAMP bzw. MAMP PRO wäre die eine Variante, XAMPP für Mac OS X die andere. Nachdem MAMP PRO auf meinem MacBook Pro nach einem Update den Geist aufgegeben hat, muss ich sowieso neu installieren und werde daher mal die harte Variante wählen und alles auf eigene Faust installieren.
Mit Sequel Pro hat man nicht nur einen schicken, sondern auch einen schnellen und zuverlässigen MySQL-Client zur Hand.
Die einen stehen auf Textmate als Editor, ich habe mich gleich nach dem Umstieg mit Smultron angefreundet. Smultron wird leider nicht mehr weiterentwickelt, auf der Sourceforge-Seite gibt es aber noch eine Beta-Version, die auf 10.6.1 ohne Weiteres ihren Dienst verrichtet.
Die kleine Ente ist mir immer wieder abgestürzt, als es darum ging, tausende Dateien auf FTP-Space hochzuladen. Daher rollte ein großer Laster in Form von Transmit über Cyberduck drüber. Cyberduck habe ich aber seit bestimmt über einem Jahr nicht mehr getestet, könnte ja sein, dass das Verhalten nicht mehr auftritt.
Zur Virtualiserung anderer Betriebssysteme (den Internet Explorer gibt es Gott sei Dank nicht im Apfel-OS) nutze ich VMware Fusion. Einen Vergleich mit anderen Lösungen wie Parallels oder VirtualBox kann ich nicht ziehen, da ich von diesen noch keines produktiv eingesetzt habe.
Kleine Helferlein
Ein Tool, das ich nicht mehr missen möchte ist 1Password. Neben dem Passwort-Management mit Browser-Integration kann man verschiedene Identitäten pflegen, um das Ausfüllen von Webformularen zu vereinfachen.
7zx, ein einfacher Dateiarchivierer. Unterstützt tar, zip, gzip, bzip2, UNIX compress, 7z, s7z und andere Formate.
Audacity sollte dem ein oder anderem Windowsjünger auch etwas sagen. Kostenloser, freier Soundeditor mit diversen Filtern.
Carbon Copy Cloner ist das Tool, wenn es um das Klonen der Mac-Installation geht. Vor größeren Updates eigentlich ein Muss und neben dem Time Machine-Backup sollte man doch ab und zu ein Image seiner Festplatten anlegen.
Die iTunes-Bibliothek durchsuchen ohne das iTunes-Fenster hochzuholen oder selbiges mittels Tastenkombinationen zu steuern? CoverSutra ist das Mittel zur Wahl.
Um Daten zwischen seinen Rechnern einfach und simpel synchronisieren zu können, benötigt man einen Account bei Dropbox. Mittlerweile bekommt man in der freien Version leider nur noch 2 GByte als Datenspeicher, aber für die meisten dürfte das auch ausreichen. Über diesen Dienst kann man auch mit anderen Usern Dateien tauschen und wer mich glücklich machen möchte, registriert über diesen Link seinen Account: Referral-Link für meine Dropbox (damit bekommen Du und ich 250 MByte Space extra gut geschrieben).
Mit Dropzone bekommt man einen kleinen Helfer fürs Dock: mit diversen Extension kann man durch Drag&Drop Objekte archivieren und gleich per E-Mail verschicken, Bilder auf flickr laden und vieles mehr.
Evernote kann man als Online-Notizbuch und -Datensammelpunkt verstehen. Wenn man Themen recherchiert ein geeignetes Tool, um den Überblick zu behalten. Besonderes Augenmerk sollte man auch auf die verschienden Clients legen, die man nutzen kann.
Ein Filmchen zu encodieren? ffmpegX sollte helfen können.
Um WMV-Filmchen mit Quicktime abspielen zu können, bedarf es Flip4Mac. Aber wer will das schon?
Growl ist auch eins der Tools, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Growl zeigt Statusmeldungen (Neue E-Mail, Neue RSS-Feeds, iTunes-Songwechsel usw.) in einem kleinen Fenster an.
Wer die DVD vom letzten Urlaub nochmal als Datei auf seinem Rechner abspeichern möchte, dem ist mit HandBrake geholfen.
Auf Mac-Systemen sind Application-Launcher doch recht weit verbreitet: ich habe LaunchBar lieb gewonnen, daneben gibt es aber noch Quicksilver oder HimmelBar. All diese Tools können auch mehr als nur Programme aufrufen, wenn es nur das sein soll, dann reicht auch das integrierte Spotlight.
Mit MediaLink kann man Videos, Fotos und Musik auf die PlayStation 3 streamen.
Darf man in den heutigen dunklen Zeiten bestimmt nicht mehr ohne weiteres erwähnen, daher: Psscht! Falls Du dennoch einen P2P-Client benötigst, schau Dir mal Transmission an.
VLC brauche ich wahrscheinlich nicht weiter zu erwähnen. Ein kleiner, feiner Mediaplayer halt.
Social Internet/Messenging
Um die diversen Chat-/Instant messenging-Protokolle unter einen Hut zu bringen, bedarf es einer kleinen, grünen Ente: Adium.
Wer seine RSS-Feeds auch zwischen mehreren Rechnern synchronisieren möchte, der kommt leider um NetNewsWire nicht herum. Ansonsten gibt es noch die Alternative Vienna, der aber seit über einem Jahr nicht weiterentwickelt wird.
Mit Twitter-Clients kann man sich auch stundenlang bewerfen, so viele mag es geben. Ich werfe mal zwei in die Runde, die ich verwende: Tweetie und TweetDeck.