Jetzt reden wir schon mit Computern

Apple hat es geschafft, eine schon totgeglaubte Technologie zu adaptieren, zu verbessern und auf den Markt zu werfen: die computergestützte Spracherkennung. Eigentlich schon ein alter Hase, schon seit den 1980ern aus den Kinderschuhen entwachsen, hat sich diese Technologie nicht wirklich durchsetzen können. Und jetzt kommt Apple daher, kauft einen Entwickler von Sprachtechnologie auf (besagtes Siri) und integriert es in sein iPhone 4S. Und das in der deutchsprachigen Umsetzung noch nicht einmal umfangreich und mit "Fehlern" behaftet. Und trotzdem kommt man auf Anhieb zurecht und möchte es nutzen.
Im Kleingedruckten erwähnt Apple dann auch, dass Siri sich noch im Betastadium befindet und auch nicht alle Sprachen (und in den Sprachen nicht alle Funktionen) unterstützt werden (zur Zeit Englisch, Französisch und Deutsch). Trotzdem funktioniert Siri ziemlich gut, wenn man sich angewöhnt, die Befehle so zu artikulieren, wie man es einem Menschen gegenüber tun würde. Nur das Abspielen von Musik aus dem iPod funktioniert mit einem deutschen Profil nicht sonderlich zufriedenstellend. Meine meist englischsprachig lautenden Bandnamen versteht Siri nicht und ist daher nutzlos.
Das Versenden von E-Mails, SMS, Anlegen von Terminen und Notizen klappt aber in weiten Teilen anstandslos und ist mehr als hilfreich, wenn man zum Beispiel während eines Spaziergangs ohne Anzuhalten oder sein iPhone aus der Tasche holen müssen, einen neuen Kalendereintrag erstellen möchte.
In Star Trek ist eine vielgenutzte Schnittstelle zum Computersystem die Sprache. Wenn Apple es schafft, die Messlatte immer höher zu setzen und auch die schon vorhandenen Spracherkennung auf anderen Systemen verbessert wird, kann ich mir schon vorstellen, dass wir immer öfter mit unseren Endgeräten direkt kommunizieren werden.
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