
Früher war alles besser™: das Wetter, das Essen, die Erziehung… und auch die Computerspiele. Vor ein paar Tagen habe ich mir für unglaubliche 1,89 Euro bei gog.com Wing Commander: Privateer gekauft. Dort werden heute noch viele uralte EA-Titel zum Schleuderpreis rausgehauen. Es sind auch viele Spiele dabei, die unter Mac OS X laufen. Die Emulation nutzt dabei DOSBox und ich hätte es mir eigentlich gar nicht neu kaufen müssen, wenn ich noch irgendwo einen funktionsfähigen Rechner mit Diskettenlaufwerk hätte.
Privateer gestartet, nachdem ich den guten alten Logitech Force 3D Pro entstaubt habe, und gleich heimisch gefühlt. Als wäre es gestern gewesen, als ich 14 oder 15 Jahre alt war und nächtelang Zeit damit verbracht habe, Kilrathis und Piraten zu jagen oder das beste Handelsgeschäft abzuschließen. Die Grafik versetzt einen zwar am Anfang in einen Schockzustand, man gewöhnt sich aber erstaunlicherweise ziemlich schnell wieder an sichtbare Pixel. Der 24"-Monitor, den man sich damals gar nicht vorstellen konnte, macht es natürlich auch nicht besser.
Trotzdem hat mich das Spiel gleich wieder gefesselt und die ersten Handel waren schnell abgewickelt und das Schiff mit allerlei Technikkram und besseren Waffen ausgerüstet, um auch die ersten Kampfmissionen überstehen zu können.
Einfach mal wieder 15 sein.

Da Google den Google Reader Anfang Juli in die ewigen Jagdgründe schicken wird, musste nun auch bei mir endlich Ersatz her. Die Suche dauerte auch gar nicht lang, schon bei der Ankündigung seitens Google Mitte März wusste ich, dass ich meine brach liegende Installation von Fever° reaktivieren würde.
Diese werde ich erstmal solange nutzen, bis ich mir vielleicht wirklich mal die Zeit nehme, um mir alternative Dienstleister anzuschauen. Aber irgendwie habe ich da gerade keine großartige Lust zu. Ich finde sowieso, dass jedenfalls bei mir die Zeit der Reflektion angebrochen ist, welche Dienste ich überhaupt benötige. Aber dazu vielleicht in einem gesonderten Posting mehr.
Also: Fever erneut von Grund auf installiert, Datenbank eingerichtet, OPML-File von Google Reader exportiert und importiert, Cronjob eingerichtet und fertig. Keine zehn Minuten. Reeder auf dem iPhone auf den Fever-Account umgeboten und den Reader-Account gelöscht. Einziger Wermutstropfen: auf dem iPad und auf den Desktops gibt es momentan keine Version von Reeder, die Fever unterstützt. Reeder soll zwar auch nach dem Tod von Google Reader weiterentwickelt werden und die iPhone-Version unterstützt schon direkt Fever°, aber wann diese Features in die iPad- und Mac OSX-Version einfließen, steht leider noch nicht fest.

Es gibt ja Phasen, da möchte man seine Website vor aller Welt verstecken. Sei es bei einem Update, Umbau oder vor einem Release. Die einfachste Möglichkeit ist, eine HTTP-Authentifizierung mittels htaccess-Konfigurationsdatei zu schaffen. Dazu benötigt man zwei Dateien, die man im abzusichernde Verzeichnis erstellt und mit einem Editor seiner Wahl bearbeitet. Beide Dateien sind als versteckte Systemdateien zu kennzeichnen und fangen daher mit einem Punkt an: .htaccess und .htpasswd.
Inhalt der .htaccess-Datei:
AuthUserFile ./.htpasswd
AuthGroupFile /dev/null
AuthName "Login"
AuthType Basic
<limit GET POST>
require valid-user
</limit>
In der ersten Zeile wird der Pfad zur Passwort-Datei angegeben, in diesem Fall befindet sie sich auf im selben Verzeichnis wie die .htaccess-Datei. In der zweiten Zeile könnte man die erlaubten Usergruppen angeben, wird aber in den meisten Fällen nicht benötigt, daher zeigt dieser Eintrag auf /dev/null. Mit AuthName kann man dem Login-Fenster einen Titel mitgeben und die letzte Zeile beschreibt die Art der Authentisierung. In diesem Fall verwende ich Basic, möglich ist aber beim Default-Apache noch Digest, mit Zusätzen kann man sich noch gegen ein LDAP authentisieren.
Die letzten drei Zeilen beschreiben dann noch, das ein Benutzer nötig ist, um sich anzumelden.
In der .htpasswd-Datei stehen dann die Benutzer mit ihren Passwörtern. In jeder Zeile eine Kombination, die mit einem Doppelpunkt beide Informationen verbindet (USERNAME:PASSWORT). Mit dem Kommandozeilen-Befehl htpasswd kann man sich Passwörter erstellen lassen:
htpasswd -nbm USERNAME PASSWORT
Ich verwende immer MD5, um die Passwörter zu hashen. Crypt beachtet leider nur die ersten acht Zeichen eines Passwortes und ist damit ziemlich sinnlos.

Fünf Wochen war ich jetzt ohne iPhone unterwegs. Fünf Wochen. Nur weil einer von zwei Knöpfen an diesem Stück Technik den Geist aufgegeben und nicht kooperieren wollte. Im Telekom-Shop angekommen, beruhigte mich der Mitarbeiter und versprach mir, innerhalb ein paar Werktagen hätte ich mein Gerät zurück. Aus ein paar Tagen wurden dann doch mehr und ich fragte mal nach, wo denn mein Telefon verblieben ist. Mein Fall war aber noch nicht bearbeitet worden, aber in den nächsten Tagen sollte ich auf jeden Fall etwas hören. Das hörte ich dann auch. Und zwar in der Form eines Briefes. Ein Brief! Geht es denn in der heutigen Zeit eigentlich noch langsamer? Und das obwohl ich beim Serviceauftrag meine Telefonnummer hinterlegt hatte und in meinen Kundendaten eine E-Mail-Adresse angegeben ist.
In dem Brief stand dann auch lapidar, dass das Gerät nicht zu reparieren sei und aufgrund der abgelaufenen Gewährleistungsfrist die stolze Summe von knapp 250 Euro für den Austausch zu bezahlen wären. An dem Punkt wurde ich stutzig, wussten die Mitarbeiter im Telekomshop doch schon bei meinem ersten Besuch, dass ich damals bei der Vertragsverlängerung mir auch so eine Handyversicherung habe aufschwatzen lassen, die genau solche Fälle abdecken sollte. Und diese Versicherung ist ein Kooperationspartner der Telekom. Also bei der Versicherung angerufen und diese machten mich erstmal auf den Fehler der Telekom-Mitarbeiter aufmerksam. Denn das Gerät hätte gleich bei der Versicherung gemeldet und eingeschickt werden sollen. Fragt man sich halt, warum die Telekom ihre eigenen Produkte nicht kennt.
Okay, iPhone von der Telekom ohne Reparatur per Fax zurückgeordert. Und noch ein Fax. Und noch eins. Weil die ersten zwei angeblich nicht angekommen wären. Was die Sendebestätigung aber anders sah. Beim dritten Mal war es dann ein Systemausfall beim Servicepartner, der die Reparaturen für die Telekom durchführt. Ich kenne solche Ausreden selber zur Genüge. Die reichen von Mitarbeiterschwund durch Grippeepidemie bis hin zu ungewöhnlichen Magnetischen Störungen in der Stratosphäre durch Sonnenwinde.
Das Rücksenden hat dann noch geschlagene 5 Werktage in Anspruch genommen und danach konnte ich es endlich der Versicherung zukommen. Komischerweise waren diese in der Lage das Gerät zu reparieren. Die Kosten wurden von der Versicherung gedeckt. Das einzig Positive kann ich in dieser Sache vom Twitter-Account Telekom hilft berichten. Diese haben sich in nur 160 Zeichen mehr als kompetent gezeigt, mich der Beschwerdestelle zugewiesen, die sich auch nach ein paar Tagen mit einem kulanten Versöhnungsangebot (so nenne ich das mal, weil ich ansonsten bei der nächsten Vertragsverlängerung in diesem Jahr gekündigt hätte) den schmerzlichen temporären Verlust gelindert hat.
Btw. nein, ich kann nicht wieder so einen langen Zeitraum ohne mein iPhone auskommen. Es sieht schon komisch aus, wenn man dauernd sein iPad aus dem Rucksack holt, um nach E-Mails zu schauen.

So richtig zu Ende ist der März und der diesjährige Winter ja noch nicht. Genauso ist die Templateentwicklung des neuen Kleides für dieses Blog noch nicht fertig. Aber ein guter Grundstein ist schon mal gelegt und während ich hier den eintausendsten Artikel verfasse (welch Zufall), schweben mir noch weitere Ideen im Kopf herum, was ich hier noch ausprobieren könnte.
Das neue Theme wurde jedenfalls komplett neu gegossen. Per SASS und der Zuhilfenahme des HTML5 Boilerplates wurde in genau einer Stunde das Aussehen verändert und sich von Altlasten getrennt. Das responsive Webdesign (mobile first) habe ich bis jetzt nur auf Webkit-Browsern und unter iOS getestet. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie das Ganze unter Windows und dem Browser, dessen Namen man nicht nennen sollte, aussieht. Irgendwann werde ich dazu auch kommen und mir den Schock verpassen.
Irgendwann.

Dass Google sein Produkt Google Reader zum Sommer hin schließen wird, sollte wohl jeder mitbekommen haben. Auch der panische Reflex der Techie-Gemeinde nach der Suche nach Alternativen blieb nicht aus und die letzten zwei Tage wurden an allen Stellen ähnliche Dienste besprochen und deren Pro und Contra aufgelistet. Bei vielen Listen wurden auch Social Networks wie Twitter, App.Net und Facebook als mögliche Alternativen genannt. Viele Seiten posten ja jetzt schon ihre Artikelupdates in deren Streams, um die Nicht-RSS-Nutzer zu informieren.
Ich finde aber, dass diese Dienste noch nicht dafür geeignet sind, RSS-Feeds abzugreifen und mir als User in einer Form darzustellen, wie sie herkömmliche RSS-Clients wie der Google Reader machen. Ich möchte in einem RSS-Client die Möglichkeit haben, nach Artikeln und Schlagworten zu suchen. Das erlaubt mir aber zum jetzigen Zeitpunkt keiner dieser Dienste. Je nach Tageszeit ist das Aufkommen von Tweets und Postings bei mir schon so hoch, dass ich gar keine Lust und Zeit habe, Nachrichten älter als 10 Minuten nachzulesen.
Klar kann man diese Feeds in Listen sortieren und hat sie dann kompakt, aber mir fehlt dann zum Beispiel noch die Möglichkeit den Lesestatus (gelesen/nicht gelesen) zu setzen.
Momentan sehe ich aber App.Net als möglichen Kandidaten, die Lücke, die das Fehlen von Google Reader reißen wird, zu schließen. Zwar gibt es noch keine direkte API seitens App.Net, aber hier wurde ja auch vor kurzem die mächtige File-API released. Ich könnte mir vorstellen, dass App.Net eine RSS-API veröffentlicht, die dann in dedizierten Clients verwendet wird, um mir das gewohnte Verhalten abzubilden. Oder vielleicht sogar mehr. Wer weiß schon, was kommen mag.
Snowboarden kann man nicht beschreiben, das muss man schon selber erleben. Ich weiß es noch heute, wie ich damals (1988 oder 1989 muss es gewesen sein), mein Sims Snowboard mit Burton-Bindung und Burton Schuhen meinen Eltern aus den Rippen geleiert hatte. Die Ausrüstung musste damals noch bestellt werden, der Skiladen im Schweizer Bergort hatte nur ein einziges Snowboard, das im Schaufenster bleiben musste.
Zwei Tage später stand ich zum ersten Mal auf einem Snowboard und hatte keinen Plan. Der Zufall wollte es, dass genau zu diesem Zeitpunkt ein Skilehrer im Ort war, der auch Snowboarden konnte. Und sich erweichen ließ, mich zu unterrichten, obwohl er eigentlich ein paar Tage Urlaub hatte.
So ging es los und ich möchte nie wieder auf zwei Brettern stehen. Laaangweilig!
via Superlevel.

Und wo wir schon mal Sonntag haben und beim Thema Browsergames sind: ein damals meiner Meinung nach unterschätztes Spiel war Mad TV. Man ist Sendeleiter eines kleinen Fernsehsenders und muss sich gegen zwei andere Konkurrenzsender im Tagesgeschäft behaupten. Man kauft Spielfilme, Serien und Kultursendungen, plant den Sendeablauf inklusive Werbeblöcken. Nachrichten müssen gesichtet, eigene Serien produziert und nebenbei auch noch das Herz von Betty gewonnen werden, die aber auf Kultur im Programm steht, was aber keine Einschaltquoten bringt.
Und das gibt es jetzt alles als Browsergame: Mad TV.