Was spielst´n gerade? – Nummer 1

Fallout 3

Fallout 3

Vor über fünf Jahren wurde Fallout 3 veröffentlicht. Vor fünf Jahren habe ich mir das Spiel gekauft. Und nach einem kurzen Anspielen nicht weitergespielt. Idiotischerweise. Denn Fallout 3 ist ein ziemlich großartiges Spiel, das zwar schon merklich in die Jahre gekommen ist, aber trotzdem noch eine Menge Spaß macht, wenn man den quälenden Anfang hinter sich gebracht hat.
In diesem erschafft man spielerisch seinen Spielercharakter und weist ihm, angefangen bei seiner Geburt bis hin zu seiner Spätpubertät, mit seinen Handlungen und Entscheidungen gewisse Eigenschaften zu. Nachdem man dann aber endlich aus dem Bunker entkommen ist und zum ersten Mal die öde postnukleare Landschaft mit seiner Weite erblickt, fesselt einen die Handlung und die Weiterentwicklung seines Charakters.

Mittlerweile bin ich kurz vor der achten Stufe, habe schon einige Quests hinter mich gebracht und auch die Welt ein wenig bereist und es ist mir trotz der üblichen Spielmechaniken eines Rollenspiels á la „geh mal zu Punkt A und mach dort dies, schau vielleicht auch mal bei Punkt B vorbei und komm zurück zu Punkt C“ noch nicht langweilig geworden. Ich weiß gar nicht, warum ich damals nicht weitergespielt habe, kann mich nur dunkel daran erinnern, dass ich mich vor irgendwelchen Riesenameisen ohne Munition versteckt hatte und einfach nicht mehr weiterkam. Wie Dom auf Kaffee und Fluchen in seinem Artikel über seinen Protagonisten im DLC/Fortsetzung „New Vegas“ aber auch schon bemerkte, hoffe ich, dass mein jetziger Anlauf auch zum Ende der Geschichte führen wird. Ein weiteres Mal werde ich Fallout 3 nicht beginnen, denn die Bindung zu meinem Helden ist jetzt schon so stark, dass ich sein Scheitern als endgültig ansehen werde.

Velocity 2X

Velocity 2X

Im letzten Monat im PS-Plus-Abo versteckte sich ein Top-Down-Shooter, denen ich eigentlich noch nie etwas abgewinnen konnte. Auch Sidescroller habe ich nie sonderlich lange gespielt. Eigentlich nie über die ersten Gegnerwellen hinaus. Außer „Blue Max“ damals auf dem C64.
Die begleitende Geschichte dieses Spiels hat genauso viel Reiz und Charme wie ein Besuch beim Zahnarzt. Keinen. Und auch in diesem Spiel muss man sich durch die ersten zehn Level durchbeissen, in denen immer neuere Spielmechaniken bis zum Erbrechen erklärt werden. Danach wird auch der Schwierigkeitsgrad etwas höher und der Ehrgeiz liegt dann darin, die Level in einer gewissen Zeit (so schnell wie möglich) und mit den meisten Punkten zu erledigen. Trotzdem glänzt das Spiel dadurch, dass es sich nicht nur um einen TopDown-Weltraumshooter handelt: man muss in den Leveln auch sozusagen „aussteigen“ und sich in einer Art Jump&Run im Stil von Turrican den weiteren Weg freischiessen. Das lockert das Gameplay ein wenig auf und würde es die Plattformer-Mechanik nicht geben, hätte ich es bis jetzt nicht bis Level 31 (von 50) gespielt.

Need For Speed Most Wanted

Need for Speed Most Wanted

Gibt es seit gestern auch für die Vita im PS-Plus-Abo und eigentlich habe ich mich darauf gefreut, endlich wieder einen Vertreter aus der Need for Speed-Reihe zu spielen. Was habe ich mir damals nächtelang mit meinem WG-Mitbewohner in „Need For Speed III Hot Pursuit“ auf der PlayStation 1 für heisse Rennen geliefert…
Zugegeben, ich habe jetzt erst vielleicht eine Stunde gespielt, aber hätte ich den Vollpreis für dieses Spiel bezahlt, ich würde es EA und Criterion um die Ohren hauen. Dieses dämliche Möchtegern-OpenWorld-Gehabe von Rennspielen geht mir mächtig auf den Zeiger. Ich weiß nicht, was daran so toll sein soll, durch menschenleere (okay, autoleere) Straßen zu fahren, um zum nächsten Event zu gelangen. Schauen wir mal, wie weit ich es durchhalten werde. Den ersten der zehn „Most Wanted“-Fahrer habe ich schon besiegt und ihm auch sein Auto abgenommen. Grafisch ist es für die Vita schon okay, auch wenn ich bei den Rennen ziemlich schnell den Überblick verliere und viel zu oft auf die Mini-Map schiele, um zu schauen, wohin die Reise geht. Was dann meistens vor irgendeiner Wand oder einem entgegenkommenden Fahrzeug endet.

Das Leben wieder genießen lernen

Ganz schnell packt es einen und man merkt gar nicht, wie das Leben an einem vorbeizieht. Man Ziele aus den Augen verliert. Man gar nicht merkt, was für ein großartiges Leben man doch führt. Dieses ständige Streben nach immer mehr und immer weiter kann einen schon mal schnell blenden und der Versuch dem Ganzen hinterherzukommen, scheitert wahrscheinlich bei den meisten, wobei man dann vermutlich enttäuscht von sich in eine Depression reinrutscht.

Und dann gibt es noch todbringende Krankheiten. Wie Krebs. Was nur andere bekommen, bis man dann selber die Diagnose gestellt bekommt. Dann holt einen das Leben ganz schnell ein. Und zwar so schnell, dass man erst gar nicht begreifen kann, was die Ärzte einem gerade gesagt haben. So ähnlich war das vor dreieinhalb Jahren bei mir.

Damals noch beruflich selbständig unterwegs gewesen, die Familie noch jung und gerade gewachsen. Aus diversen Gründen einfach nicht zum Arzt gegangen, bis man es vor Schmerzen nicht mehr aushalten konnte. Hodenkrebs. Und zwar so schlimm, dass der Assistenzarzt sofort zum Telefon gegriffen hat, um die leitende Ärztin zu holen. Am nächsten Tag gleich die OP. Eine Woche später noch eine Biopsie, die leider ergab, dass der Krebs schon metastasiert war. Was bei Hodenkrebs eigentlich in der Regel nicht so häufig vorkommt.

Was folgte war die Hölle auf Erden. Chemotherapie. Erst hieß es, dass ein bis zwei Zyklen reichen würden und zum Schluss habe ich vier Zyklen nach PEB-Schema gebraucht, um den Krebs in den Griff zu bekommen. Ein Zyklus dauert drei Wochen und fängt mit einem sechstägigen stationären Aufenthalt an, bei dem man 24 Stunden lang an diversen Tröpfen hängt und knapp sieben Liter Flüssigkeit in seinen Körper wandert. Davon ein Drittel hochgiftiges Zeug, dass die Zellteilung im Körper verhindern soll. Im Grunde haben alle Chemotherapien dieses Ziel: die Zellteillung der Krebszellen zu verhindern und somit die Zellen absterben zu lassen. Leider betrifft das alle Zellen im Körper, was man meistens an den Haaren am ehesten sieht. Die fallen nämlich einfach mal nach ein paar Wochen aus.

Was eigentlich von Vorteil ist, weil man sich die nächsten Monate nicht mehr rasieren muss. Aber kaputte Schleimhäute sind da eher kein Spaß. Die bedeuten nämlich, dass jedes Schlucken zur Qual wird, man Sodbrennen hat, dass man im Sitzen schlafen muss und das restliche Verdauungssystem verrückt spielt. Von der Unfähigkeit am normalen Leben teilzunehmen mal abgesehen, das ist geschenkt, weil man ja eigentlich nur wieder gesund werden möchte. Aber, dass man nach drei Treppenstufen eine Pause einlegen muss, weil der Körper einfach nicht mehr kann, ist schon eine krasse Erfahrung.

Vor meiner eigenen Erkrankung habe ich mich mit dem Thema Krebs nur rudimentär auseinandergesetzt. Ich wußte, was Krebs ist. Ich wußte, dass Krebs unter bestimmten Umständen auch „heilbar“ ist und nicht immer den Tod bedeutet. Dass es verschiedene Krebsarten gibt. Mehr aber auch nicht. Großartigen Kontakt mit Betroffenen hatte ich bis dahin nicht. In meiner Familie ist noch keiner an Krebs erkrankt, der Großvater meiner Frau ist an Krebs verstorben, bevor wir uns kennenlernten. Und nun wurde mir selber die Diagnose gestellt. Und keine gute. Es gibt noch Klassifizierungen der Diagnosen und ich hatte die schlechteste. Einen AFP-Wert von teilweise über 24000, eine Metastase in der Beckenschaufel, diverse Punkte in den CT-Aufnahmen, die unter Beobachtung gestellt wurden.

Abgesehen aber von den ganzen Unannehmlichkeiten der Behandlung und dem fantastischen Vorteil, dass ich wieder gesund bin, bekommt man durch solch eine Erkrankung bzw. durch die Heilung eine ziemlich große Ohrfeige. Man lernt sein Leben ganz anders zu sehen. Zwar wird der Vorsatz, sein Leben komplett umzustrukturieren, nicht umfänglich umgesetzt, weil man schon kurze Zeit nach der Behandlung wieder in den Alltagstrott seines Umfeldes „integriert“ wird. Trotzdem stehe ich jeden Morgen mit dem guten Gefühl auf, weiterleben zu können. Mit dem Gefühl, diesen Tag mit all seinen Möglichkeiten nutzen zu können. Was einem zwar nicht immer gelingt, aber irgendwie ist alles anders geworden…

Sammelkarten-Vorhölle

„Sammeln Sie Paybackpunkte?“ – „Nein.“ – „Möchten Sie Treuepunkte?“ – „Nein.“ – „Kassenzettel?“ „Nein.“ – „Sticker?“ – „Nein.“ – „Aber Papa!“

Das Schlimme am Einkaufen mit Kindern ist mittlerweile nicht nur das Süssigkeiten-Regal kurz vor der Kasse, sondern dass mittlerweile jeder Konzern mit seinen eigenen Sammelklebekarten versucht, meine Kinder zu ködern. Klar leben wir in einer von Marketing geprägten Konsumwelt und auf der einen Seite ist es auch toll, dass wir in unserer privilegierten Welt uns mehr kaufen können als sinnvoll ist. Aber diese Klebekarten haben ein Ausmass angenommen, dass es mich einfach nur noch nervt. Nach dem dritten WWF-Buch über bedrohte Tierarten flogen mehrere hundert doppelte Sticker in den Kinderzimmern herum und die Bücher, in die die Klebekarten geklebt wurden, wurden auch nicht mehr beachtet. Es gab ja schon die nächste Aktion mit anderen Karten.

Es war also an der Zeit, diesen Karten den Kampf anzusagen. Einfach in den Müll schmeissen geht nicht, weil ich ziemlich empfänglich für Kindertränen bin. Blieb also nur der Ausweg für Ersatz zu sorgen. Und zwar in Form von Pokémon. Zuvor hatte ich eigentlich kaum Kontakt mit Sammelkartenspielen. Ich, der ich in meiner Jugend Pen&Paper-Rollenspiele, angefangen von DSA, AD&D, Shadowrun bis hin zu Mers/Rolemaster, gespielt habe, kam nie so recht an die Materie ran. Zwar habe ich auch das bekannteste Spiel Magic: The Gathering auf dem iPad ausprobiert und auch Hearthstone ein paar Tage lang gespielt, aber mehr Erfahrungen habe ich auch nicht gesammelt.

Und nun wollte ich meinem Größten Pokémon beibringen. Schon einmal vorweg: die den Grundpaketen beigelegten Spielregeln sind für den Hintern. Auf der Pokémon-Website gibt es dafür aber ein umfangreicheres Handbuch, das einige Dinge besser und detaillierter erklärt. Außerdem kann man sich das dort auch eine Art Online-Spiel herunterladen, was ich auch getan habe. Aber mehr als das Anfangstutorial habe ich mir nicht angetan.

Nach dem Kauf von zwei Grundpaketen spielten wir erstmal ein paar Runden offen (jeder hat die Handkarten des anderen einsehen können), um die Grundmechanik zu verstehen. Angefangen mit Basis-Pokemons in der Bank, die man aufleveln kann (Phase 1, Phase 2), Energiekarten, sowie Trainer- und Itemkarten waren schnell verstanden und die ersten Kämpfen kamen einem auch recht ausgeglichen vor. Nun nach einigen Spielen, in denen man versucht, die Hintergründe des Spiels zu verstehen und Taktiken zu entwickeln, schleicht sich bei mir große Ernüchterung ein (beim Sohnemann natürlich nicht): ich scheine nicht zu verstehen, wie man sein Deck taktisch aufbauen beziehungsweise verwenden kann. Der Deckstapel besteht am Anfang aus 60 Karten (okay, eigentlich nur 47, weil sich 13 Karten auf dem Siegstapel und auf der Hand befinden). Trotzdem hängt es nur vom Zufall ab, wer von den beiden Parteien Sieger wird. Wer es nämlich schafft, als erstes ein aktives Phase-2-Pokemon im Spiel zu haben. Das ist nämlich eigentlich unbesiegbar oder man braucht viel zu viel Zeit ein entsprechendes eigenes Pokemon aufzuleveln, um es zumindest ebenbürtig in den Kampf zu werfen.

Aber vielleicht hängt das ganze mit dem Konzept des Sammelkartenspiels zusammen und braucht tausende von Boosterpacks, um sein Deck individuell und mit unterschiedlichen Pokemon-Arten zu bestücken. Das ist beim Verwenden von nur zwei Basispacks natürlich nicht gegeben. Vorschläge anyone?

Rockstar und Astronaut

Rockstar und Astronaut - Bild

Zwei Dinge gibt es, die ich mir vor schon ganz schön langer Zeit vorgenommen habe. Mit acht oder neun Jahren hatte ich die Plattensammlung meiner Eltern entdeckt, die voller Scheiben von Deep Purple, Black Sabbath, Pink Floyd und ähnlicher Bands waren. Allein geprägt durch die gemeinsamen Autofahrten und den Genuss eines HiFi-Systems im 325er-BMW (alpinaweiß, wurde leider auf der Rückfahrt eines Skiurlaubs mit der kompletten Familie per Überschlag an einen Baum gesetzt. Alle unbeschadet rausgekommen) entdeckte ich schon früh den Sound von E-Gitarren. Und war verloren.

Meine ersten eigenen zaghaften Versuche, in diese Musik abzutauchen, versuchte ich mit Queen, Bon Jovi und den Scorpions. Man lernt ja aus Fehlern. Für mich damals schon das Größte überhaupt, wurde ich dann eines besseren gelehrt, als ich Nirvana entdeckte und mit zarten 13 Jahren entbrannte in mir der Wunsch, Rockstar zu werden. Oder wenigstens E-Gitarre zu lernen. Aber irgendwie wurde nie was draus und die Versuche, den Gitarren meiner Freunde wohlklingende Töne zu entlocken, scheiterten kläglich, weil ich es irgendwie nie gebacken bekam, meinen Fingern mitzuteilen, wie man die entsprechenden Akkorde richtig greift. Und so war ich zwar der größte Kämpfer im Moshpit und im Geheimen der Luftgitarrengott, aber zu mehr hat es nie gereicht.

Bis ich Anfang des Jahres den Entschluss fasste, jetzt schon fast in der Nähe des Rentenalters angekommen, doch noch mittels sechs Seiten und einem lauten Verstärker meinen Nachbarn auf den Sack zu gehen. Nach einem anderthalbstündigen Besuch eines Musikzubehörladens meines eigentlich noch gar nicht vorhandenen Vertrauens und der Erkenntnis, dass ich wahrscheinlich nie so gut werde, wie der nette Mitarbeiter, der mir sieben oder acht Gitarren und deren Vor- und Nachteile vorführte, ging ich mit einer Gitarre, Kabel und ner Menge Plektren nach Hause. Den Verstärker besorgte ich mir am nächsten Tag bei einem Freund, der noch einen 30 Watt-Röhrenverstärker bei sich im Keller stehen hatte.

Jetzt nach den ersten Wochen viel zu wenigen Lernens, haben meine Programmiererfingerkuppen mittlerweile eine nicht zu verachtende Hornhaut bekommen und ich frage mich, wie man früher ohne Internet an Tabulatoren herangekommen ist? Hat man sich Musikvideos auf MTV und Viva auf Video aufgenommen und mittels Einzelbildfortschaltung den Kram beigebracht? Das mache ich ja manchmal, wenn ich Tabs nicht verstehe. Schnell auf YouTube versucht, das Video ohne Sperre zu erwischen, um nachzuschauen, wie das Ganze denn in der Praxis so gemeint ist.

Etwas ist aber leider total blöd an der Verwirklichung meines einen Traumes: mein Musiklehrer hat mir schon in der ersten Stunde diese ganze Rockstar-Slash-Gitarrengott-Nummer entzaubert, in dem er auf Zuruf so gut wie jeden Song anspielen konnte. Der ganze Musikkram basiert halt wirklich nur auf (fast) drei Akkorden/Powerchords. Was aber wieder ganz nett ist, weil die Lernkurve dadurch ziemlich steil ist und ich mittlerweile den einen oder anderen Grunge-Song spielen kann. An Punk sollte man sich übrigens nicht gleich wagen. Zwar besteht dort wirklich jeder Song nur aus zwei bis drei Akkorden. Die werden aber meistens in Achteln und mit ständigen Wechseln gespielt. Unspielbar für mich jedenfalls.

Achso, die zweite Sache, die ich mir als kleiner Junge vorgenommen hatte. Astronaut. Schaun mer mal.

Go fuck yourself

Größenvergleich

Das Internet ist doch eigentlich nichts weiter als ein riesengroßer Stammtisch mit einer Bibliothek und großen Pornosammlung. Und der Stammtisch ist leider so groß, dass alle der Meinung sind, sich neben mich setzen zu können. Dadurch wächst natürlich die Gefahr, dass ich auch deren Gesprächen folgen muss.

Folgender Tweet von monoxyd bzw. die Kommentare im verlinkten Facebook-Eintrag zeigen das recht eindeutig.


Der Vorteil des Internets ist aber auch, dass ich den ganzen Kram komplett ignorieren kann. Indem ich mir meine eigene Filterblase erstelle und beim Scannen von Inhalten ziemlich schnell entscheide, ob mir das Gelesene zusagt oder nicht. Oder ob es meine Ansichten bereichern kann. Vor Jahren habe ich mir geschworen, diverse Plätze des Internets nicht mehr zu besuchen. Anfänglich ist es ja noch ganz lustig, den ganzen Hass in Textform zu überfliegen, aber irgendwie ist mir meine Lebenszeit zu schade geworden für solch textlichen „Ergüsse“ verschwendet zu werden.

Mir ist auch bewusst, dass sich meine Einstellung in keiner Weise von denen unterscheidet: einfach keine unliebsame Meinung zulassen und die eigene als die allumfassende Wahrheit zu deklarieren. Das stimmt aber nur in Teilen, denn man himmelt ja schon den ein oder anderen Menschen in irgendeiner Weise an. Sei es intellektuell, körperlich oder auf eine andere Art und Weise. Und irgendwie verändert sich meine Filterblase ja auch mit der Zeit.

Nur auf diese Schwanzverlängerungen und alles vernichtenden Hater habe ich keine Lust mehr. Go fuck yourself! Um es mal mit den Worten von Fred Durst zu sagen.

Möglichkeiten, Möglichkeiten, Möglichkeiten

Meine schlimmsten Sünden in den letzten Monaten: Kauf einer E-Gitarre, Abonnieren von Spiele-Podcasts, das Abschließen eines PS+-Abos und der Kauf einer PS Vita. Das ist eine Menge Holz und ich kann von Glück sagen, dass ich in keiner Weise gläubig bin. Vor lauter Buße käme ich zu gar nichts mehr. Also noch weniger, als sonst schon.

Vor einem Jahr hätte ich noch jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, dass ich mal Podcasts hören würde. Der Zufall wollte es aber, dass ich mir eines Tages die technische Seite von Podcasts anschauen musste und deshalb auch einige Podcasts testweise abonnieren musste. Das war der Anfang vom Ende, denn seitdem höre ich eigentlich fast täglich Podcasts: angespielt, Retrozirkel, Spieleveteranen, Stay Forever und natürlich Superlevel mit Indie Fresse und Insert Moin.

Es ist ja immer leichter, wenn man einen Schuldigen zur Hand hat und ich behaupte mal, dass diese Podcasts mit dafür verantwortlich sind, dass ich mich in den letzten Monaten wieder (viel, viel) mehr mit Computerspielen beschäftigt habe und auch wieder (viel zu viel) selber spiele. Oben drauf kommen noch das PS+-Abo, bei dem ich mich immer noch frage, warum ich das nicht schon viel früher abgeschlossen habe und der Kauf einer PS Vita. Letztere habe ich mir auch gekauft, weil ich das angepriesene Feature der PlayStation 4, das Streamen von Spielen im WLAN oder sogar Internet auf das Gerät, nutzen möchte, wenn ich denn mal eine neue PlayStation erwerben sollte.
Zur Zeit spiele ich folgende Spiele:

Last of us

Normalerweise lassen mich Zombie-Spiele kalt. Ich konnte auch damals nichts mit Resident Evil anfangen. Das sah zwar immer ganz nett aus, hat mich aber nie gereizt. Last of us habe ich dann im Rahmen von PS+ heruntergeladen, es ein paar Wochen auf der Festplatte abgehangen und vor ein paar Tagen gestartet. Ich hatte schon ein wenig von den Turns in der Geschichte des Spiels gehört, aber nach dem Intro-Level war ich dann doch baff und habe das Spiel erstmal nicht weggelegt, sondern gebannt die weitere Story durchgespielt. Weit bin ich noch nicht, ich kämpfe mich gerade noch zum Rathaus durch, um Ellie zu den Fireflys zu bringen. Also: pscht! Nix verraten!

Final Fantasy X/X-2 HD Remaster

Auch so eine Reihe, die bis jetzt an mir völlig vorübergegangen ist: Final Fantasy. Mit der Ankündigung der HD-Remasterten Version des zehnten Teils auf der PS Vita habe ich mir erstmal für wenig Geld den dritten Teil auf der selben Konsole besorgt. Anfänglich enttäuscht von der Aufmachung und dem doch allseits bekannten Runden-Kampfsystem, das ich aus Spielen wie Pokemon (nie gespielt, immer nur zugeschaut, konnte mich auch nie begeistern) kannte, merkte ich aber nach ein paar Stunden Spielzeit, wie tief gehend doch die Charakterentwicklung sein kann. Mit dem zehnten Teil scheint das mit den Sphären noch ausgefeilter zu werden.

Hearthstone

Schon in der Betaphase auf dem Mac angeschaut, aber erst mit Erscheinen der iPad-Version Blut geleckt: der Möchtegern-Trading-Card-Magic-The-Gathering-Verschnitt der World of Warcraft-Macher. By the way: letzteres habe ich nur eine Stunde lang gespielt. Und dann nie wieder: weil ich sonst wahrscheinlich abhängig geworden wäre. Magic habe ich selber auch nur auf dem iPad gespielt, war doch jahrelang diese Art von Kartenspiel in meinem Freundeskreis als Nerdscheiss verteufelt (ist es übrigens immer noch). Von daher hatte ich gar keine Chance, das Kartenspiel im wahren Leben kennenzulernen. Hearthstone: Heroes of Warcraft vereinfacht die Spielmechanik von Magic ein wenig und ist somit einsteigerfreundlicher als das doch recht komplexe „Original“.

Threes!

2048 haben ja alle irgendwie gespielt. Ein paar Mal. Dann war der Reiz aber irgendwie bei mir weg und Threes! lief mir über den Weg. Auf dem iPhone habe ich schon lange keine Spiele mehr installiert gehabt, weil mir der Bildschirm zu klein oder die Steuerung zu hakelig, die Spiele zu langweilig oder schlicht einfach nur schlecht waren. Threes! hat mich von der ersten Minute gepackt und ich habe es immer noch nicht geschaft über die 10000 Punkte zu kommen. Einmal nur! Bitte?!

Auf ein Neues, Baby!

Was die Beständigkeit dieser Seite angeht, war ich schon immer sehr impulsiv. Was das Befüllen mit Inhalten angeht, leider nicht. Und das hat sich mit der letzten Migration beziehungsweise Neuanfang mit TYPO3 Neos als Unterbau auch nicht geändert.

Meine Freizeit ist „leider“ mit ganz vielen anderen Sachen vollgepackt, die meistens auch gar nichts mit Computern oder Internet zu tun haben. Und in letzter Zeit sind von diesen Dingern noch einige hinzugekommen, so dass dieser Relaunch wahrscheinlich der letzte Versuch sein wird, das ganze Ding mit Inhalten zu füttern. Wenn WordPress mit einem gekauften Template nicht dazu führt, dass ich Lust bekomme, Texte zu schreiben ohne mich mit der Software im Hintergrund beschäftigen zu müssen, wird der Webspace bald nur noch aus einer Platzhalterseite bestehen.

Um es nicht dazu kommen zu lassen, gibt es hier  jetzt erstmal jeden Tag ein Posting über mein total spannendes Leben. Als Experiment. Um zu schauen, wie ich das hier in meinen Tagesablauf integrieren kann und besonders, mit welchen spannenden Themen ich meine Umwelt belästigen möchte. Eine Richtung, auf die ich mich jetzt festlegen möchte, gibt es nicht und möchte ich auch nicht. Kann sein, dass hier bald ein Mode- oder Kochblog entsteht. Ich werde halt auch älter…

Ich halte es ähnlich wie ad und werde keine Arbeit in die Anpassung des Themes stecken, was sich auch bei mir besonders in den Labels der Kommentarfunktion äußert. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter und habe alte Installationen nicht wieder belebt oder archiviert. Keine Lust zu gehabt und auf SEO oder Domain-Ranking schei… stehe ich sowieso nicht. Ich will mit der Domain ja kein Geld verdienen.