Smartphone-GAU

Smartphone-GAU

Seit heute Mittag bin ich ohne iPhone. Der On-/Off-Schalter wollte plötzlich nicht mehr so wie ich und ohne diesen ist das Smartphone einfach nicht zu benutzen. Also, nach kurzer Konversation mit der Hotline, auf zum nächsten Telekomladen und das Problem geschildert. Einschicken müsste man es, da man scheinbar nicht in der Lage war, das Gehäuse einfach mal zu öffnen, um nachzuschauen, ob es vielleicht einfach nur ein mechanischer Defekt ist. Sowas wie Staub oder Krümel zwischen Taste und Platine.

Ein Leihgerät für die unerträglich lange Zeit von acht Tagen, in der mein iPhone repariert beziehungsweise ausgetauscht werden soll, irgendsoein altes Sony Ericsson Handy. Kein Smartphone oder ähnliches. Ein Telefon mit Tasten. Ohne Apps.

Keine Ahnung, wie ich die Zeit aushalten soll.

Game, Set and no Match

Game, Set and no Match

Ich werde mir zum ersten Mal nicht den neuesten Scheiß von Apple zulegen: iTunes Match. Ich sehe keinen Sinn darin, einen Abgleich meiner Musik über die Apple-Server zu machen. So oft sind iPhone und iPad nicht vom Rechner getrennt und dann ist auf dem iPad gar keine Musik gespeichert und auf dem iPhone auch nur ein Teil meiner Musikdatenbank. Das iPad steuert zu Hause iTunes auf dem iMac, der die Musik über eine Airport Express an die Stereoanlage weitergibt. Mir fehlt da also ein Szenario, bei dem ich iTunes Match wirklich bräuchte. Bis jetzt.

Eine Streaming-Flat würde ich da eher begrüßen. So in der Form von 5 Euro pro Monat und vielleicht eine Begrenzung in der Anzahl von streambaren Titeln, die sich nicht in meiner eigenen Datenbank befinden. Um mich anzufixen, mehr Musik zu kaufen, was bei mir bestimmt klappen würde. Ich stand ja schon früher in Plattenläden (ja, sowas gab es mal) herum und habe mir fast jede Scheibe angehört und bin eigentlich selten ohne eine neue CD nach Hause gegangen. Verstehe einfach nicht, warum Apple nicht auch diesen Weg geht. Direkt in iTunes integriert, die Empfehlungen noch ein wenig verfeinert und mit Informationen aufgepeppt. Für das Geld darf ich pro Monat mir 500 Songs anhören. Das wäre doch mal etwas…

Jetzt reden wir schon mit Computern

Jetzt reden wir schon mit Computern

Apple hat es geschafft, eine schon totgeglaubte Technologie zu adaptieren, zu verbessern und auf den Markt zu werfen: die computergestützte Spracherkennung. Eigentlich schon ein alter Hase, schon seit den 1980ern aus den Kinderschuhen entwachsen, hat sich diese Technologie nicht wirklich durchsetzen können. Und jetzt kommt Apple daher, kauft einen Entwickler von Sprachtechnologie auf (besagtes Siri) und integriert es in sein iPhone 4S. Und das in der deutchsprachigen Umsetzung noch nicht einmal umfangreich und mit "Fehlern" behaftet. Und trotzdem kommt man auf Anhieb zurecht und möchte es nutzen.

Im Kleingedruckten erwähnt Apple dann auch, dass Siri sich noch im Betastadium befindet und auch nicht alle Sprachen (und in den Sprachen nicht alle Funktionen) unterstützt werden (zur Zeit Englisch, Französisch und Deutsch). Trotzdem funktioniert Siri ziemlich gut, wenn man sich angewöhnt, die Befehle so zu artikulieren, wie man es einem Menschen gegenüber tun würde. Nur das Abspielen von Musik aus dem iPod funktioniert mit einem deutschen Profil nicht sonderlich zufriedenstellend. Meine meist englischsprachig lautenden Bandnamen versteht Siri nicht und ist daher nutzlos.
Das Versenden von E-Mails, SMS, Anlegen von Terminen und Notizen klappt aber in weiten Teilen anstandslos und ist mehr als hilfreich, wenn man zum Beispiel während eines Spaziergangs ohne Anzuhalten oder sein iPhone aus der Tasche holen müssen, einen neuen Kalendereintrag erstellen möchte.

In Star Trek ist eine vielgenutzte Schnittstelle zum Computersystem die Sprache. Wenn Apple es schafft, die Messlatte immer höher zu setzen und auch die schon vorhandenen Spracherkennung auf anderen Systemen verbessert wird, kann ich mir schon vorstellen, dass wir immer öfter mit unseren Endgeräten direkt kommunizieren werden.

Muss man nicht verstehen

Muss man nicht verstehen
Vor zwei Wochen meinte mein MacBook spontan während dem Arbeiten, dass der Akku nur noch knapp 60% seiner Leistung hat. Vorher stand die Anzeige der vorhandenen Gesamtkapazität immer beruhigenderweise auf über 90%, was ich für das Alter von knapp über einem Jahr ordentlich fand. Da ich für das MacBook keinen AppleCare Protection Plan habe wurde ich vom Apple Service zwei Mal telefonisch abgewatscht, dass sie keine Gewährleistung übernehmen wollen. Trotz Hinweis auf ihre Website, auf der sie unter "Lebensdauer der Batterie" erklären, dass bei "vorschriftsmäßigen Umgang" nach 300 Ladezyklen der Akku so um die 80% Kapazität haben sollte.

Die 60% Kapazität fand ich schon etwas enttäuschend, besonders weil die Anzeige vorher nie unter 90% gerutscht ist. Den tollen Tipp der Neukalibrierung des Akkus (leer laufen lassen, über Nacht im Standby-Modus lassen und dann komplett aufladen) hat keinerlei Besserungen gebracht.
Und eben springt die Anzeige der Gesamtkapazität wieder auf den alten Stand zurück. Ohne irgendetwas gemacht zu haben (okay, ich habe schon einen Ersatzakku geordert, vielleicht hat diese Drohung ausgereicht). Liegt vielleicht am Wochenende, auf das sich mein Akku freut…