10.02.2010

Seit gestern wird der letzte Hype von Google durchs virtuelle Dorf gejagt: Google Buzz.
Um Wave ist es schon lange sehr still geworden, da zaubert der Suchmaschinenriese das nächste As im Kampf um Marktanteile im World Wide Web aus dem Ärmel. Buzz soll wahrscheinlich unter anderem dem Microblogging-Dienst Twitter und den Status-Update-Features diverser Social Networks Paroli bieten und versucht das Ganze durch Integration einiger Dienste (flickr, Twitter, Picasa, Google Reader und Chat) aufzupeppen.
Die Darstellung ist ähnlich der Real-Time-Aggregatoren รก la FriendFeed, wobei mir persönlich durch die Google Mail-Ansicht die Übersicht verloren geht. Mit Weboberflächen für E-Mail bin ich noch nie warm geworden. Da die API auch gleich mit freigegeben wurde, wird es nicht lange dauern, bis die ersten Desktop-Clients verfügbar sein werden. Vielleicht wird die Entkopplung aus der Mail-Oberfläche dem Ganzen die für mich nötige Klarheit wiedergeben.
Bis dahin werde ich ohne Buzz auskommen. Müssen.
23.09.2009
Zugegeben, der Titel klingt ein wenig blasphemisch. Aber die Volksfront von Microsoft wird mitnichten vor dem neuen Plugin von Google zittern: Google Chrome Frame.
Google Chrome Frame ist ein Plugin für den Internet Explorer der Versionen 6, 7 und 8 und erweitert den IE dahingehend, dass ein von der Website ausgeliefertes Meta-Tag den Browser veranlasst, die Webkit-Engine zum Rendern zu verwenden (mehr Informationen kann man hier finden).
Hintergrund des Plugins ist wahrscheinlich der, dass die neuesten Technologien von Google (z.B. Google Wave) auf HTML5 basieren und der Internet Explorer auch in der achten Fassung nicht alle Elemente von HTML5 unterstützt. Google wird also den Benutzer dazu zwingen, dieses Plugin oder einen entsprechend funktionalen anderen Browser zu verwenden, um die neueste Software von ihnen benutzen zu können.
Und das hat heute teilweise zu einem frohlockenden Aufschrei in der Webgemeinde geführt, den ich so nicht nachvollziehen kann. Ein Plugin ist ein Stück Software, das der Benutzer eigenhändig installiert haben muss. Man kann also in keiner Weise voraussetzen, dass mit einem Schlag ein hoher Anteil Internet Explorer-Benutzer in der Lage sind HTML5 vollständig zu interpretieren.
Warum auch? Nur weil Google mit Google Wave versuchen möchte, die Art der bisherigen Kommunikation (Verquickung von E-Mail, Messenging, Social Networks und Realtime Web) zu erweitern? Ich wage mal die Behauptung, dass die Klientel der beharrlichen IE-Benutzer in den ersten Jahren die Zielgruppe dieser neuen Tools sein wird. Entweder haben sie gerade mal E-Mail benutzen gelernt oder sie haben während ihrer beruflichen Tätigkeit nicht die Möglichkeit den Browser zu wechseln oder Plugins zu installieren.
Nette Idee von Google, die bestimmt in den nächsten Jahren dafür sorgen wird, dass der Anteil der Clients, die HTML5 und diverse andere Techniken beherrschen, steigen wird. Aber leider wird der arme Webentwickler, sei es für normale Webseiten oder auch für offen zugägnliche Webanwendungen, nicht darum herumkommen, wie gewohnt für alle Browser mit beachtenswertem Marktanteil zu optimieren.
13.05.2009

Da ich zur Eingabe der Suchwörter die Startseite von Google recht wenig benutze, ist es mir wahrscheinlich nicht aufgefallen, aber man bekommt beim Tippen der ersten Buchstaben eines Begriffs eventuelle Suchbegriffe vorgeschlagen. Inklusive einer Trefferanzahl zu diesen Vorschlägen.
Des weiteren bekommt man in der englischsprachigen Fassung der Suchmaschine ein Filtermodul angezeigt, wenn man im leicht blauen Balken den Button Hide options anklickt. In den Einstellungen kann man die Art (Videos, Forenbeiträge und Reviews) und den Zeitraum der Ergebnisse (Alle, Aktuelle, Letzten 24 Stunden usw.) definieren. Zusätzlich stehen noch Parameter zur Sortierung und Anzeige bereit, um das Suchergebniss nach seinen Wünschen darstellen zu lassen.
Über kommende Neuerungen wie dem Verwenden von Microformaten (Beispiel Rich Snippets) und Projekten wie Google Squared kann man sich zum Beispiel auf Mercury New und BBC News informieren.
02.09.2008

Nun ist er da. Schon lange munkelte man, dass Google auch an einem Browser arbeitet, was die kalifornische Firma bis jetzt vehement dementierte. Bis gestern ein inoffizielles Google Blog Links zu den ersten Screenshots veröffentlichte.
Googles Browser mit dem Namen Chrome wird als Open Source veröffentlicht, enthält die Google eigene Browsererweiterung Gears und eine überarbeitete Javascript-Engine mit dem erwartungsvollen Namen V8. Der Look des Browsers ist mehr als einfach gehalten, Webapplikationen können ohne Adressleiste und Icons angezeigt werden.
Als besonderes Feature soll die Tatsache erwähnt werden, dass jeder Tab in einem eigenen Prozess läuft. Sollte also eine Website rumzicken, wird nicht mehr der gesamte Browser in Mitleidenschaft gezogen und man kann die problematische Website ohne weiteres schließen.
Chrome basiert wie unter anderem Safari auf der Browserengine Webkit und das dürfte sich, falls Chrome viele Nutzer findet, in einer Verbesserung der Interpretation von Webstandards auswirken. Hauptsache der Saat allen Übels (dem Internet Explorer 6) werden weiterhin Marktanteile abgenommen.
Natürlich ist Google nicht umsonst als Datensammelfirma bekannt und wird auch mit diesem Browser eher eine Erweiterung ihres Portfolios im Datenausspähen sehen. In den Datenschutzbestimmungen von Chrome (die komischerweise schon heute mit dem morgigen Datum versehen sind) sind jetzt aber nicht mehr Punkte zum Datenaustausch definiert als beim Browser Firefox. Denn auch dieser benutzt eine so genannte application number beim Verifizieren auf vorhandene Updates. Diejenigen, die sich also schon im Vorfeld über die Existenz einer solchen Nummer in Chrome aufgeregt haben, sollten in den Einstellungen ihres Browsers die automatische Update-Funktion stilllegen.
Google wird wahrscheinlich eher in Verbindung mit ihren Webapplikationen und Chrome Daten sammeln wollen. Aber das wird die Zukunft zeigen. Ab jetzt gibt es jedenfalls Chrome für Windows in einer Beta zum Testen. Andere OS sollen bald folgen.
Auf den ersten Blick macht der Browser schon mal eine gute Figur. Den Look könnte ich mir sogar gut für unbedarfte Computernutzer von Vorteil vorstellen. Wenig was ablenkt, aber trotzdem alles da. Schaun mer mal.
06.03.2008
Anscheinend hat irgendein Azubi bei T-Com und Konsorten den falschen Stecker gezogen. Jedenfalls scheinen gewisse Seiten wie Google, Youtube und Digg.com nicht mehr erreichbar zu sein und die halbe Welt spielt verrückt.
Ich finde es immer wieder erstaunlich wie abhängig man im deutschen Raum vom Dienstleister Google zu sein scheint: Google nicht erreichbar = Internet defekt.
Auch schön, wenn man DAUs dabei beobachten kann, wie sie Anfragen wie "gmx.de" in das Suchfeld von Google eingeben, um zu GMX zu gelangen. Wie war das doch gleich mit der Idee eines Internetführerscheins?
29.01.2008
Nichts für schwache Nerven.