Ist Plurk das neue Twitter?

Ist Plurk das neue Twitter?
Seit einigen Wochen schwappt die Plurk-Welle über den großen Teich ins kleine Deutschland. Jedenfalls in den Tech-early-adopter-Teil unserer Republik.
Plurk versteht sich wie Twitter als sogenannter Micro-Blogging-Dienst. Als Abkömmling der SMS-Seuche kann man Mitteilungen zu seinem Gesundheitszustand, Essverhalten oder die neuesten Nachrichten aus Wirtschaft, Politik oder seinem Freundeskreis in 140 Zeichen quetschen und der Welt mitteilen. Jedenfalls wenn man Mitleser bzw. "Freunde" bei Plurk hat. In erster Linie also nichts anderes als Twitter, nur in anderer Aufmachung.

Der größte Unterschied zu Twitter ist, dass die Nachrichten auf einer horizontal verlaufenden Zeitachse abgebildet und Antworten den jeweiligen Einträgen zugeordnet werden. Ein Punktesystem (Karma) soll die User zum massiven Verfassen von Nachrichten animieren.

Auch wenn so mancher Techie anderer Meinung ist: Micro-Blogging-Dienste wie Twitter und Plurk kennt kaum ein normaler Mensch. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass der große Mainstream überhaupt auf den Zug aufspringen wird, sofern nicht Google und Microsoft einen Client in ihre Produkte/Betriebssystem integrieren. Der Hype der Messenger kam damals (ach ja, die gute alte Zeit) auch erst zu Stande, als der MSN Messenger sich nach der Installation von Windows XP aufdringlich bemerkbar machte.

Aber man soll ja niemals nie sagen und so wird es wie immer die Zukunft zeigen, ob und welchem Dienst es gelingt, die kritische Masse an Usern zu generieren, um den Sprung in die große weite Welt des Mainstreams zu schaffen.