Web 2.0 und das Bewußtsein für Daten

Web 2.0 und das Bewußtsein für Daten
Gerade habe ich mir zum Spaß auch mal einen Twitter-Account erstellt. Nicht um jetzt der Welt mitzuteilen, dass ich aufstehe, um mir einen Kaffee zu holen oder die neueste Folge Heroes schaue. Dazu später irgendwann mehr.

Was mich aber erschrocken hat, ist die Tatsache, dass Twitter einen gerade zu auffordert die Passwortdaten seiner Freemailanbieter (GoogleMail/gMail, Hotmail, Yahoo usw.) mitzuteilen, um dort nach möglichen Bekanntschaften zu forschen. Warum sollte ich bitte dieses Passwort einem anderen Dienst mitteilen? Zu solch einem Dienst habe ich das gleiche Vertrauen wie zu jedem anderen Unbekannten auch. Da können sie auf der gleichen Seite hundertmal schwören, dass sie die Passwortdaten nicht speichern oder anderweitig verwenden.

Gerade solche großen Dienste sollten sich doch im Klaren sein, dass sie ihren Usern beibringen sollten, mit ihren Daten entsprechend sicher umzugehen. Anstatt irgendwelche Strukturen wie DataPortability zu unterstützen und zu verbessern, fördern sie bei ihren Usern mit diesem Verhalten nicht unbedingt den sensiblen Umgang mit den eigenen Daten.

TrueCrypt für Mac OS X

TrueCrypt für Mac OS X
Endlich ist TrueCrypt für Mac OS X erschienen. Mit FileVault bin ich ja nie so warm geworden. Auch aus dem Grund, dass ich auf einem Windows- oder Linux-System mit den verschlüsselten Daten nichts anfangen konnte. Das ändert sich aber mit dem Erscheinen der fünften Version von TrueCrypt.

Mit der Mac-Truecrypt-Version kann man anscheinend nur Container erstellen und nicht das Systemlaufwerk verschlüsseln. Das wäre für mich das Nonplusultra, denn dass mein MacBook nicht komplett verschlüsselt ist, bereitet mir immer Bauchschmerzen. Nicht, dass ich Staatsgeheimnisse mit mir rumtragen würde, aber gewisse Kundendaten, E-Mails usw. kann ich nicht in einen Container stecken und sind somit unverschlüsselt.

Auch versteckte Container kann man mit der neuen Version (noch?) nicht erstellen. Aber Schluß mit Meckern, es ist schließlich die erste Version für Mac. Einen Vorschlag/Wunsch hätte ich aber noch für kommende Versionen: ein Icon für die Menubar, mit dem man an die Einstellungen von Truecrypt und vorhandene Container gelangt. Dann könnte man das Icon aus dem Dock verbannen (ein Rechtsklick auf selbiges öffnet übrigens die letzten verwendeten Container zum schnellen Mounten auf).
Eine Integration für Quicksilver wäre auch etwas Schönes. Aber jetzt habe ich wirklich genug gemeckert und Forderungen gestellt, Hauptsache ist jedenfalls, dass es endlich eine plattformübergreifende Möglichkeit zur Verschlüsselung von Daten gibt.