Zwei Klötzchen Langeweile bitte

Mincraft auf der PlayStation Vita

Zum gefühlt tausendsten Mal gehe ich in die gleiche Höhle hinunter, um mich noch tiefer in das immer gleiche Elend einzugraben. Um immer die gleichen Klötzchen mit meiner Spitzhacke zu zerbröseln. In der Hoffnung, endlich eine größere Ader Eisenerz zu finden. Um endlich einen Anreiz zu haben, eine Lorenbahn zu bauen. Vergebens. Und so langsam nervt es.

Meine ersten Erfahrungen habe ich im Oktober 2010 mit Minecraft gemacht. Damals noch in der Alpha-Phase für zehn Euro einen Zugang erstanden, ein paar Stunden gespielt und danach vergessen. Immer mal wieder Nachrichten über das immense Wachstum der Community gelesen und auch den Verkauf an Microsoft belächelt. Vor ein paar Tagen wollte dann Sohn Nummer eins Minecraft ausprobieren, nachdem er bei einer Freundin auf dem Tablet ein wenig gespielt hatte und nur ein paar Minuten später hatte ich für die PlayStation 3 und die Vita die CrossPlay-Version erstanden und seitdem habe ich ein paar Stunden in das Spiel investiert, um zu schauen, wie sich das Spiel in den letzten Jahren entwickelt hat. Und natürlich, ob das Spiel für einen knapp achtjährigen in Frage kommt.

Und ich war mehr als überrascht, wie schlecht sich ein Spiel präsentieren kann. Gefühlt hat sich das Spiel in den letzten vier Jahren kein Stück weiterentwickelt. Man wird einfach so in das Spiel hineingeworfen. Mittlerweile existiert zwar ein Tutorial, um die grundsätzlichen Spielmechaniken erklärt zu bekommen, aber das war es dann auch schon. Keine Geschichte drumherum, keine Erklärung, was das Ganze überhaupt soll. Kein Spielziel, das mir schmackhaft gemacht wird. Am Anfang steht da nur die Neugier, was man denn so alles „craften“ kann. Welche Kombinationen von Material welches Item erzeugt.

Und das war es dann für die nächsten Stunden. Beziehungsweise scheinbar für das gesamte Spiel, denn ich habe jetzt einfach keine Lust mehr, weiterzuspielen. Da kann ich genauso gut stundenlang die Spülmaschine ausräumen und das Besteck in die Schublade einsortieren. Von der Handlung triggert mich das ebenso stark.

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