Für mich ist das wichtigste Werkzeug nach einer Entwicklungsumgebung eine gut funktionierende Shell. Ohne diese könnte ich diverse Dinge in meinem täglichen Workflow gar nicht oder nur schwer umsetzen. Klar gibt es eigentlich für alle Befehle, die man in einer Shell abfeuert, in der ein oder anderen Weise eine Ersetzung in Form von graphischen Oberflächen oder Integrationen in die IDE, aber diese sind entweder kompliziert zu konfigurieren oder bieten in den meisten Fällen nur einen geringen Teil der notwendigen Befehle oder Parameter.

Die Zeiten, in denen so eine Shell nur aus einem blinkenden Cursor bestand, man sich mühsam die Syntax von Befehlen merken musste und sie sich gefühlt nicht in den Workflow integrieren lies, sind auch vorbei. Und mit "Oh My Zsh" existiert sogar noch ein "Konfigurations"-Framework, das eigentlich keine Wünsche offen lässt, weil man es einfach selber erweitern kann.

Zwar kann man Oh My Zsh auch im Terminal von macOS verwenden, aber wenn man schon mal dabei ist, kann man ja auch gleich noch einen Ersatz dafür installieren: iterm2. Ein Ersatz für das macOS-Terminal, das neben einer Suche, Profilen und einer Historie über seine unzähligen Parameter so konfigurierbar ist, dass es sich wie bei Quake von oben öffnet. Was will man mehr?

Installation

Man sollte erstmal Homebrew installieren, danach kann man mit

brew cask install iterm2

iterm installieren. Und dann gleich noch mit folgendem Befehl "Oh My Zsh" nachinstallieren:

sh -c "$(curl -fsSL https://raw.github.com/robbyrussell/oh-my-zsh/master/tools/install.sh)"

Konfiguration

Fangen wir mal an erstmal iTerm2 etwas aufzuhübschen: Material Design Colors, "Quake-Console"-Shortcut und besser lesbare Schriftart.

Das Farbprofil für die Material Design Colors kann man sich hier herunterladen und diese dann in den Einstellungen unter Profiles > Colors in der Selectbox unten rechts "Color Presets..." importieren und auswählen.

Um ein Terminalfenster so ähnlich wie das Terminal bei Quake von oben herunter aufgehen zu lassen, erstellt man unter dem Reiter Profiles ein neues Profil mit ähnlichen Einstellungen wie im Bild zu sehen. Die wichtigste Einstellung ist bei Style den Wert "Full-Width Top of Screen". 

Dann noch im Reiter "Keys" im Bereich "Hotkey Window" einen Shortcut definieren und dann fehlen nur noch ein paar Schriften, die man sich hier auf GitHub runterladen kann. Ich verwende für alle Fenster folgende Schriftart

12pt Meslo LG M DZ Regular for Powerline

Dann kommen wir zu "Oh My Zsh", das ganz einfach per Textdatei konfiguriert werden kann. In iTerm2 einfach folgenden Befehl ausführen oder die Datei im Editor seiner Wahl öffnen:

vi ~/.zshrc

In der gut dokumentierten Datei kann man neben dem Theme (ich verwende "awesomepanda") auch eine Menge Plugins installieren, die einem sehr viele nützliche Shortcuts und Tools zur Verfügung stellen. Eine Liste, welche Tools verfügbar sind, kann man hier einsehen. Ich verwende folgende Konfiguration:

plugins=(
  brew
  composer
  docker
  dotenv
  git
  osx
  urltools
  web-search
)

Ansonten lohnt es sich, Shortcuts/Aliase für Befehle in dieser Datei abzulegen. Welche gerade aktiv sind, kann man sich mit "alias" anzeigen lassen.

Die erste Änderung in der Twitter-API ist seit ein paar Tagen scheinbar aktiv, was bedeutet, dass Third-Party-Clients diese Woche noch periodisch Zugriff auf diverse APIs (Site Stream und User Stream) haben, die aber dann endgültig am 23.08. abgeschalten werden. Die DirectMessage-API darf noch bis zum 17.09.18 existieren und eine Woche vorher treten dann noch die neuen API-Restrictions und neuen Regeln für das Entwickeln von Apps in Kraft, die es den inoffiziellen Clients noch schwerer machen werden.

Zwar kann man angeblich den Support anbetteln, dass die eigene App die aktuell geltenden Limits zurückbekommt, aber das ist so schön formuliert, dass die Ausnahme nur für die aktuelle App gilt. Sollte also eine neue Version von Tweetbot herauskommen, werden nur noch die neuen Limits gelten. Und damit das Aus für Tweetbot & Co. bedeuten.

Ich habe keine richtige Ahnung, warum sich Twitter so verhält und die Wünsche ihrer User ignoriert. Ich denke mal, dass es um die Maximierung von Werbeeinahmen und bezahlten Tweets geht, die in den 3rd-Party-Clients nicht angezeigt werden. Twitter scheint sich sehr an Facebook zu orientieren, was die Umgestaltung seiner Streams angeht. Die anfangs noch chronologisch geführte Timeline wurde in der Webansicht und in der offiziellen Client-App durch Algorithmen und Werbeanzeigen kaputt gestaltet, dass diese eigentlich unbenutzbar sind.

Seit ein paar Tagen schaue ich mir Mastodon an, dass ein sehr ähnliches Konzept wie Twitter verfolgt, aber in erster Linie nur ein Stück Software ist, das jeder nutzen kann, um eine eigene Instanz zu erstellen. Die Mastodon-Instanzen können sich dann untereinander unterhalten, können aber auch geblockt werden, wenn sich eine Instanz zum Beispiel als Versender von Spam herausstellt.

Die Idee dahinter ist verlockend und durch die Twitter-Ankündigung sind die verfübaren Mastodon-Instanzen auch mit Accounterstellungen überrant worden. Trotzdem befinden sich zur Zeit einfach zu wenige Nutzer auf den Instanzen, so dass sich ein ähnliches Gefühl wie bei Diaspora breitmacht. Diaspora war damals mit einem ähnlichen Ansatz gegen Facebook angetreten, hat aber in den bestehenden knapp acht Jahren seiner Existenz noch nicht einmal die Millionen-Marke an Benutzern geknackt.

Gestern habe ich den Kommentar auf Heise zum Sterben von RSS mit Verwunderung gelesen. Wie oft ist eigentlich RSS schon gestorben? Schon mit dem Wegfall von Google Reader Mitte 2013 wurde RSS schon zu Grabe getragen. Klar, das war ein herber Einschnitt und seitdem entwickelt sich RSS beziehungsweise die Clients nicht sonderlich weiter. Auch mein Lieblingswerkzeug Fever wird seit 2016 nicht mehr weiter entwickelt.

Aber tot ist RSS in meiner Filterblase nicht. Mein Rasen ist tot, wie man auf dem Foto gut sehen kann. Aber RSS konnte sich in seiner Form einfach nicht durchsetzen, aber die Idee dahinter ist doch nichts anderes als das Abonnieren eines Facebook-Kanals, nur dass man hier leider eine gefilterte Version bekommt und nicht alle Einträge chronologisch sortiert.

Vielleicht muss man einfach nur mal wieder mehr Werbung für RSS machen? Ich entwickele seit einiger Zeit eine TYPO3-Erweiterung, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie Fever hat. Einfach, weil ich Fever für mich als die beste Lösung fand. Es war selbstgehostet, die Daten bleiben also bei mir und es gab sogar Apps auf iOS (auf Android wahrscheinlich auch), die die Fever-Schnittstelle abfragen konnten.

Die Einträge von mir können übrigens auch per RSS abgeholt werden. Die deutschen Artikel bekommt man unter der Adresse https://www.insomniaonline.de/feed und die englische Übersetzung unter https://www.insomniaonline.de/en/feed.

Über den Blutmond in Zelda: Breath of the wild kann ich mich ja aufregen. Aber das ist eine andere Geschichte. Beim heutigen Blutmond bei uns haben keine Gegner respawned, das Ganze wurde eher von einem netten Picknick umrahmt und neben ein paar kleinen Sternschnuppen und der ISS gab es eine ziemlich lange totale Mondfinsternis mit Blutmond. Und Mars.

Vor ein paar Wochen hatte ich richtig Schiss. Respekt. War angespannt wie ein Flitzebogen. Hatte wochenlang gelernt. So richtig, wie man es damals hätte in der Schule oder Uni machen sollen. Kannte ich gar nicht oder hatte es schon wieder vergessen, wie es ist, sich auf eine Prüfung vorzubereiten.

Die Schullaufbahn und die Ausbildung ist ja auch schon echt mal lange her und zwar lerne ich jeden Tag etwas Neues hinzu, aber sich auf eine Zertifizierung vorzubereiten ist dann doch etwas anderes. Aber ich habe es geschafft und die nächsten drei Jahre darf ich mich TYPO3 CMS Certified Integrator nennen!

Und übermütig bin ich auch gleich geworden, bereite ich mich doch schon auf die nächste Zertifizierung vor: TCCD oder TYPO3 CMS Certified Developer. Aber das hat bis Anfang nächsten Jahres noch Zeit...

Bei der Umstellung des Blogs auf TYPO3 habe ich die Kommentar-Funktion gekilled. Nicht, dass hier viele Artikel kommentiert wurden, auch wenn ich für jeden Kommentar dankbar war, aber eine großartige Diskussionskultur kam hier aufgrund auch meiner Texte nicht auf. Warum auch?

Trotzdem hat mir in den letzten Tagen etwas gefehlt. Und somit sind ab jetzt bei allen Blogposts wieder die Kommentarfunktion verfügbar. Die Kommentare aus der Wordpress-Installation habe ich leider nicht mehr, da ich die Installation und die Backups gelöscht habe. An dieser Stelle bitte ich bei den damaligen Kommentatoren um Entschuldigung. Das hätte ich besser planen sollen.

Die letzten Tage in Griechenland, das Betrachten der täglichen News aus der "sicheren" Entfernung, das nur leichte Überfliegen der Nachrichten meiner Filterbubble und das Konzentrieren auf die wesentlichen Dinge (nämlich Entspannung und Zeit mit der Familie) haben mich ziemlich nachdenklich gemacht.

Es war mein erster Besuch von Griechenland und leider ein wenig zu touristisch geprägt. Etwas über eine Stunde nach Süden von Thessaloniki entfernt, gab es wenig Möglichkeiten mehr über dieses Land zu erfahren. Kulturell war dort echt tote Hose, alles war nur auf den Tourismus ausgelegt. Das wenige, was man über Griechenland erfahren konnte, war, dass es den Griechen echt nicht so prall gehen muss. 

Und dann liest man täglich, wie hier in Deutschland die politische Diskussion immer weiter vor die Wand gefahren wird. Und gefühlt ein Stillstand herrscht, was andere Themen außer der Asyl- und Flüchtlingsdebatte angeht. Es kann doch nicht sein, dass es in der politischen Debatte nur noch um Einwanderung geht und von Sektoren wie Bildung (das wichtigste überhaupt!), Gesundheit und Auffangen der unteren sozialen Schichten keine Rede ist.

Ich denke immer mehr darüber nach, mich in irgendeiner Weise politisch zu engagieren, um mir später nicht selber vorwerfen zu müssen, dass ich einfach nur zugeschaut habe, wie die rechten Idioten die Oberhand gewonnen und dieses Land kaputtgemacht haben. Ich weiß nur leider noch nicht wie, weil ich mich derzeit einfach mit keiner Partei identifizieren kann.

Eine vollkommene Deckungsgleichheit mit einem Parteiprogramm mit seinen Ideologien bekommt man ja sowieso nie hin, aber bei mir hapert es allein schon an der grundsätzlichen Ausrichtung. CDU und Konsorten scheiden aus, bei den Linken fand ich schon immer eigentlich nur Gregor Gysi ansprechend, die Grünen sind mir einfach nicht mehr ihrer Ideologie treu und die SPD richtet sich seit Jahren nur noch zu Grunde. Obwohl ich bei der SPD die größte Überschneidung mit meinen politischen Interessen finde, zögere ich noch, wohin die Reise gehen soll.

Auch wenn ich immer mehr das Gefühl bekomme, dass es so langsam Zeit wird, den Arsch hochzubekommen. Und aktiv zu werden.

Und schon ist der letzte Tag der Developer Days da. Schön wars, inspirierend und aufregend zu gleich. Es war ja mein erstes Event überhaupt in der TYPO3 Community und ich hatte von Anfang an das Gefühl integriert zu sein. Ich habe eine Menge netter Leute getroffen, die man bis jetzt nur von Twitter, Slack oder von ihren Arbeiten im TYPO3 Universum her kannte. Ich glaube, ich werde immer mal wieder auf Events vorbeischauen und auch die Form der Barcamps ausprobieren.

How to better maintain your (public) extensions

Nicole Cordes zeigte ihr TravisCI-Setup, mit dem sie eine Menge Tasks abfeuert: PHPLinter zum Überprüfen der Kompatibilität, Unit und Functional Tests, Überprüfen der Codequalität per SonarQube und abschließendes Veröffentlichen im TER, wenn alle Tests durchgelaufen sind.

Auf den gesamten DevDays kristallierte sich heraus, dass es ohne Automatisierung einfach nicht mehr funktioniert. Keiner möchte mehr diese Tasks manuell ausführen, weil es nur unnötig Zeit kostet. Aber diese Tasks einfach wichtig sind und immer wichtiger werden, vor allem, wenn man in Teams unterwegs ist. Dienste wie SonarQube können die Qualität des Codes erhöhen und vor allem auf einen fest definierten Standard bringen. Tests sorgen dafür, dass der ganze Kram in erster Linie funktioniert und Änderungen nichts kaputtmachen.

Es wird Zeit, dass alles auch zu automatisieren!

TYPO3 Performance

Speed ist alles, wenn man eine Website aufruft. Dauert das Laden/Anzeigen der Seite zu lange, ist der Tab schon wieder zu.
Marcus Schwemer von in2code präsentierte seine sieben Schichten der Performance Onion (Delivery, Frontend, TYPO3 Konfiguration, Extensions, TYPO3 Core, Services und Hardware).

Angefangen beim Ausliefern an den Browser mit angepassten Caching-Hinweisen (Expire-Header, Cache-Control-Header), über minimiertes und gezipptes Ausliefern von Ressourcen, über das Verwenden von Cache-Extensions wie staticfilecache, Optimierung der GarbageCollection der TYPO3-Cache-Tabellen, das Verwenden des Caching-Frameworks beim Entwickeln eigener Extensions bis hin zur Optimierung der PHP-Konfiguration und schlußendlich dem Verbessern der Hardware-Architektur war alles dabei.