Kategorie: Allgemein

Wenn es einen Preis gibt, der das Anziehen von Pech und beschissenen Krankheiten auszeichnet, dann sollte ich den schleunigst verliehen bekommen. Da verläuft das Leben endlich wieder in halbwegs geraden Bahnen und ich habe mich mit den Folgen der Krebserkrankung und -therapie angefreundet. Habe mich auf der einen Seite auf das Ende der Staging-Zeit nach der Chemotherapie (man wird noch fünf Jahre lang überwacht) gefreut. Auf der anderen Seite ist damit aber auch verbunden, dass man entweder selber in die Tasche greift und wenigstens einmal im Jahr sein Blut auf die Tumormarker checken lässt oder damit Leben kann, diese Art der Kontrolle auch abzugeben.

Und dann, wie aus dem Nichts geschossen: ein fetter epileptischer Anfall. Zum Glück war ich gerade an der Arbeit und meine Mitarbeiter und Chefs haben vorbildlich reagiert, obwohl sie sowas auch noch nie erleben mussten. Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern, wie ich scheinbar noch versucht habe, um Hilfe zu schreien und mich dann selber auf den Boden habe gleiten lassen, auf dem ich dann krampfend lag. Ich kann mich erst wieder erinnern, als der Notarzt da war und selbst dann habe ich noch Erinnerungslücken.

Im Krankenhaus gab es dann (wahrscheinlich auch aufgrund meiner Vorgeschichte) das ganze Programm von EEG, CT und am nächsten Tag noch MRT, die alle zum Glück keine Schädigungen im Gehirn feststellen ließen. Keine beschissenen Tumore, die eventuell auf Teile meines Gehirns gedrückt und den Anfall ausgelöst haben. Das ist unglaublich viel Wert, da meine Prognose nach der Chemotherapie damals nicht die Beste war, wenn man nach den Statistiken geht.

Aber jetzt muss ich mich mit dem nächsten beschissenen Krankheitsbild rumschlagen. Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt ein einmaliger Anfall gewesen ist, den scheinbar ziemlich viele Menschen in ihrem Leben haben oder ob da irgendwann noch einmal wieder so ein Tag kommt, an dem ich einfach ohne Vorzeichen umfalle.
Für eine bestimmte Zeit ist mir abgeraten worden sehr vaiele Dinge alleine zu machen beziehungsweise ganz auf sie zu verzichten: Auto fahren darf ich sowieso erstmal nicht, Sport sollte ich auch erstmal zurückstellen (okay, damit habe ich weniger ein Problem, der Herbst steht sowieso vor der Tür) und eigentlich alle Dinge, bei denen ich einen längere Zeit "unbeaufsichtigt" bin.

Ich könnte kotzen.

Ich bin ja künstlerisch nicht sonderlich bewandert. Mit Gemälden kann ich nicht viel anfangen und frage mich jedes Mal, warum man soviel Geld für ein bemaltes Stück Leinwand ausgeben sollte. Filme schaue ich mir gerne an, bin aber von einem Cineasten soweit entfernt, wie ein Murmeltier vom Moshpit eines "Heavy Metal"-Konzerts. Seit meiner Kindheit begleiten mich aber zwei Dinge: Computerspiele und Musik.

Was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist, wenn jemand keine Vorlieben in Sachen Musik hat. Wenn jemand auf die Frage "Was hörst du denn so?" lapidar antwortet "So dies und das. Meistens Radio.". Damit komme ich gar nicht klar und kann mir das auch nicht vorstellen. Wie man so ohne sein Leben begleitende Musik meistern kann. Seitdem ich neun oder zehn Jahre alt bin höre ich Musik. Aktiv. Nicht, dass ich jetzt ein wandelndes Lexikon bin und mit Fachwissen glänzen kann. Von vielen Bands, die ich höre, kann ich noch nicht mal die vollen Namen der Bandmitglieder aufsagen, noch weiß ich, wie, wann und unter welchen Umständen welches Album das Licht der Welt erblickt hat. Aber mit jeder Band verbinde ich einen Teil meines Lebens.

Warum ich das hier überhaupt schreibe? Weil ich seit Jahren vorhabe, so eine Art Historie meines Lebens in Form der Musik, die ich damals gehört habe, aufzuschreiben. So wie John Cusack im Film High Fidelity. Auch so ein Film, den man gesehen haben muss. Nicht in der Form, dass man seine Top Ten findet. Das könnte ich nämlich gar nicht. Das habe ich schon versucht und immer, wenn ich dachte, dass es genau das Stück ist, habe ich nachgedacht und <em>bääm</em> kam mir ein anderes Lied in das Gedächtnis geschossen, das mit mehr Emotionen verbunden ist.
Ich dachte da wirklich an eine Historie in der Art 1987, so in der dritten Klasse müsste das gewesen sein, habe ich das gehört, 1988 dann das und wo weiter. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass das Wiederentdecken von Musik ziemlich langwierig werden kann. Da hört man ein Lied, schiebt das in die entsprechende Liste und hört sich dann die ganze Platte von vorne bis hinten durch. Dann noch die anderen Alben der Band und schwups ist der Abend um. Und man ist genau zwei Lieder weiter in seinem Vorhaben gekommen. Bei fast dreißig Jahren Musikhören wird das also noch lange dauern.

Fange ich also mal an.

Gestern Abend war die beste Band der Welt in Berlin: Faith no more.
Eins muss man Berlin ja als eine der hässlichsten Städte Deutschlands lassen: sie haben ziemlich nette Locations für Konzerte im Freien. Schon mehrfach war ich in der Wulheide und habe dort neben Faith no more auch schon die Red Hot Chili Peppers genossen, sowie in der Waldbühne letztes Jahr Kings of Leon. Und gestern in der Zitadelle Spandau halt wieder Faith no more und ich befürchte, dass es das letzte Mal gewesen ist, die wirklich beste Band der Welt live zu erleben. Die Jungs neben Mike Patton werden auch nicht jünger und für das letzte Album haben sie sich ganze achtzehn Jahre Zeit gelassen.

Das Konzert war der Hammer und leider viel zu schnell vorbei.

Ganz schnell packt es einen und man merkt gar nicht, wie das Leben an einem vorbeizieht. Man Ziele aus den Augen verliert. Man gar nicht merkt, was für ein großartiges Leben man doch führt. Dieses ständige Streben nach immer mehr und immer weiter kann einen schon mal schnell blenden und der Versuch dem Ganzen hinterherzukommen, scheitert wahrscheinlich bei den meisten, wobei man dann vermutlich enttäuscht von sich in eine Depression reinrutscht.

Und dann gibt es noch todbringende Krankheiten. Wie Krebs. Was nur andere bekommen, bis man dann selber die Diagnose gestellt bekommt. Dann holt einen das Leben ganz schnell ein. Und zwar so schnell, dass man erst gar nicht begreifen kann, was die Ärzte einem gerade gesagt haben. So ähnlich war das vor dreieinhalb Jahren bei mir.

Damals noch beruflich selbständig unterwegs gewesen, die Familie noch jung und gerade gewachsen. Aus diversen Gründen einfach nicht zum Arzt gegangen, bis man es vor Schmerzen nicht mehr aushalten konnte. Hodenkrebs. Und zwar so schlimm, dass der Assistenzarzt sofort zum Telefon gegriffen hat, um die leitende Ärztin zu holen. Am nächsten Tag gleich die OP. Eine Woche später noch eine Biopsie, die leider ergab, dass der Krebs schon metastasiert war. Was bei Hodenkrebs eigentlich in der Regel nicht so häufig vorkommt.

Was folgte war die Hölle auf Erden. Chemotherapie. Erst hieß es, dass ein bis zwei Zyklen reichen würden und zum Schluss habe ich vier Zyklen nach PEB-Schema gebraucht, um den Krebs in den Griff zu bekommen. Ein Zyklus dauert drei Wochen und fängt mit einem sechstägigen stationären Aufenthalt an, bei dem man 24 Stunden lang an diversen Tröpfen hängt und  knapp sieben Liter Flüssigkeit in seinen Körper wandert. Davon ein Drittel hochgiftiges Zeug, dass die Zellteilung im Körper verhindern soll. Im Grunde haben alle Chemotherapien dieses Ziel: die Zellteillung der Krebszellen zu verhindern und somit die Zellen absterben zu lassen. Leider betrifft das alle Zellen im Körper, was man meistens an den Haaren am ehesten sieht. Die fallen nämlich einfach mal nach ein paar Wochen aus.

Was eigentlich von Vorteil ist, weil man sich die nächsten Monate nicht mehr rasieren muss. Aber kaputte Schleimhäute sind da eher kein Spaß. Die bedeuten nämlich, dass jedes Schlucken zur Qual wird, man Sodbrennen hat, dass man im Sitzen schlafen muss und das restliche Verdauungssystem verrückt spielt. Von der Unfähigkeit am normalen Leben teilzunehmen mal abgesehen, das ist geschenkt, weil man ja eigentlich nur wieder gesund werden möchte. Aber, dass man nach drei Treppenstufen eine Pause einlegen muss, weil der Körper einfach nicht mehr kann, ist schon eine krasse Erfahrung.

Vor meiner eigenen Erkrankung habe ich mich mit dem Thema Krebs nur rudimentär auseinandergesetzt. Ich wußte, was Krebs ist. Ich wußte, dass Krebs unter bestimmten Umständen auch "heilbar" ist und nicht immer den Tod bedeutet. Dass es verschiedene Krebsarten gibt. Mehr aber auch nicht. Großartigen Kontakt mit Betroffenen hatte ich bis dahin nicht. In meiner Familie ist noch keiner an Krebs erkrankt, der Großvater meiner Frau ist an Krebs verstorben, bevor wir uns kennenlernten. Und nun wurde mir selber die Diagnose gestellt. Und keine gute. Es gibt noch Klassifizierungen der Diagnosen und ich hatte die schlechteste. Einen AFP-Wert von teilweise über 24000, eine Metastase in der Beckenschaufel, diverse Punkte in den CT-Aufnahmen, die unter Beobachtung gestellt wurden.

Abgesehen aber von den ganzen Unannehmlichkeiten der Behandlung und dem fantastischen Vorteil, dass ich wieder gesund bin, bekommt man durch solch eine Erkrankung bzw. durch die Heilung eine ziemlich große Ohrfeige. Man lernt sein Leben ganz anders zu sehen. Zwar wird der Vorsatz, sein Leben komplett umzustrukturieren, nicht umfänglich umgesetzt, weil man schon kurze Zeit nach der Behandlung wieder in den Alltagstrott seines Umfeldes "integriert" wird. Trotzdem stehe ich jeden Morgen mit dem guten Gefühl auf, weiterleben zu können. Mit dem Gefühl, diesen Tag mit all seinen Möglichkeiten nutzen zu können. Was einem zwar nicht immer gelingt, aber irgendwie ist alles anders geworden...

"Sammeln Sie Paybackpunkte?" - "Nein." - "Möchten Sie Treuepunkte?" - "Nein." - "Kassenzettel?" "Nein." - "Sticker?" - "Nein." - "Aber Papa!"

Das Schlimme am Einkaufen mit Kindern ist mittlerweile nicht nur das Süssigkeiten-Regal kurz vor der Kasse, sondern dass mittlerweile jeder Konzern mit seinen eigenen Sammelklebekarten versucht, meine Kinder zu ködern. Klar leben wir in einer von Marketing geprägten Konsumwelt und auf der einen Seite ist es auch toll, dass wir in unserer privilegierten Welt uns mehr kaufen können als sinnvoll ist. Aber diese Klebekarten haben ein Ausmass angenommen, dass es mich einfach nur noch nervt. Nach dem dritten WWF-Buch über bedrohte Tierarten flogen mehrere hundert doppelte Sticker in den Kinderzimmern herum und die Bücher, in die die Klebekarten geklebt wurden, wurden auch nicht mehr beachtet. Es gab ja schon die nächste Aktion mit anderen Karten.

Es war also an der Zeit, diesen Karten den Kampf anzusagen. Einfach in den Müll schmeissen geht nicht, weil ich ziemlich empfänglich für Kindertränen bin. Blieb also nur der Ausweg für Ersatz zu sorgen. Und zwar in Form von Pokémon. Zuvor hatte ich eigentlich kaum Kontakt mit Sammelkartenspielen. Ich, der ich in meiner Jugend Pen&Paper-Rollenspiele, angefangen von DSA, AD&D, Shadowrun bis hin zu Mers/Rolemaster, gespielt habe, kam nie so recht an die Materie ran. Zwar habe ich auch das bekannteste Spiel Magic: The Gathering auf dem iPad ausprobiert und auch Hearthstone ein paar Tage lang gespielt, aber mehr Erfahrungen habe ich auch nicht gesammelt.

Und nun wollte ich meinem Größten Pokémon beibringen. Schon einmal vorweg: die den Grundpaketen beigelegten Spielregeln sind für den Hintern. Auf der Pokémon-Website gibt es dafür aber ein umfangreicheres Handbuch, das einige Dinge besser und detaillierter erklärt. Außerdem kann man sich das dort auch eine Art Online-Spiel herunterladen, was ich auch getan habe. Aber mehr als das Anfangstutorial habe ich mir nicht angetan.

Nach dem Kauf von zwei Grundpaketen spielten wir erstmal ein paar Runden offen (jeder hat die Handkarten des anderen einsehen können), um die Grundmechanik zu verstehen. Angefangen mit Basis-Pokemons in der Bank, die man aufleveln kann (Phase 1, Phase 2), Energiekarten, sowie Trainer- und Itemkarten waren schnell verstanden und die ersten Kämpfen kamen einem auch recht ausgeglichen vor. Nun nach einigen Spielen, in denen man versucht, die Hintergründe des Spiels zu verstehen und Taktiken zu entwickeln, schleicht sich bei mir große Ernüchterung ein (beim Sohnemann natürlich nicht): ich scheine nicht zu verstehen, wie man sein Deck taktisch aufbauen beziehungsweise verwenden kann. Der Deckstapel besteht am Anfang aus 60 Karten (okay, eigentlich nur 47, weil sich 13 Karten auf dem Siegstapel und auf der Hand befinden). Trotzdem hängt es nur vom Zufall ab, wer von den beiden Parteien Sieger wird. Wer es nämlich schafft, als erstes ein aktives Phase-2-Pokemon im Spiel zu haben. Das ist nämlich eigentlich unbesiegbar oder man braucht viel zu viel Zeit ein entsprechendes eigenes Pokemon aufzuleveln, um es zumindest ebenbürtig in den Kampf zu werfen.

Aber vielleicht hängt das ganze mit dem Konzept des Sammelkartenspiels zusammen und braucht tausende von Boosterpacks, um sein Deck individuell und mit unterschiedlichen Pokemon-Arten zu bestücken. Das ist beim Verwenden von nur zwei Basispacks natürlich nicht gegeben. Vorschläge anyone?

Zwei Dinge gibt es, die ich mir vor schon ganz schön langer Zeit vorgenommen habe. Mit acht oder neun Jahren hatte ich die Plattensammlung meiner Eltern entdeckt, die voller Scheiben von Deep Purple, Black Sabbath, Pink Floyd und ähnlicher Bands waren. Allein geprägt durch die gemeinsamen Autofahrten und den Genuss eines HiFi-Systems im 325er-BMW (alpinaweiß, wurde leider auf der Rückfahrt eines Skiurlaubs mit der kompletten Familie per Überschlag an einen Baum gesetzt. Alle unbeschadet rausgekommen) entdeckte ich schon früh den Sound von E-Gitarren. Und war verloren.

Meine ersten eigenen zaghaften Versuche, in diese Musik abzutauchen, versuchte ich mit Queen, Bon Jovi und den Scorpions. Man lernt ja aus Fehlern. Für mich damals schon das Größte überhaupt, wurde ich dann eines besseren gelehrt, als ich Nirvana entdeckte und mit zarten 13 Jahren entbrannte in mir der Wunsch, Rockstar zu werden. Oder wenigstens E-Gitarre zu lernen. Aber irgendwie wurde nie was draus und die Versuche, den Gitarren meiner Freunde wohlklingende Töne zu entlocken, scheiterten kläglich, weil ich es irgendwie nie gebacken bekam, meinen Fingern mitzuteilen, wie man die entsprechenden Akkorde richtig greift. Und so war ich zwar der größte Kämpfer im Moshpit und im Geheimen der Luftgitarrengott, aber zu mehr hat es nie gereicht.

Bis ich Anfang des Jahres den Entschluss fasste, jetzt schon fast in der Nähe des Rentenalters angekommen, doch noch mittels sechs Seiten und einem lauten Verstärker meinen Nachbarn auf den Sack zu gehen. Nach einem anderthalbstündigen Besuch eines Musikzubehörladens meines eigentlich noch gar nicht vorhandenen Vertrauens und der Erkenntnis, dass ich wahrscheinlich nie so gut werde, wie der nette Mitarbeiter, der mir sieben oder acht Gitarren und deren Vor- und Nachteile vorführte, ging ich mit einer Gitarre, Kabel und ner Menge Plektren nach Hause. Den Verstärker besorgte ich mir am nächsten Tag bei einem Freund, der noch einen 30 Watt-Röhrenverstärker bei sich im Keller stehen hatte.

Jetzt nach den ersten Wochen viel zu wenigen Lernens, haben meine Programmiererfingerkuppen mittlerweile eine nicht zu verachtende Hornhaut bekommen und ich frage mich, wie man früher ohne Internet an Tabulatoren herangekommen ist? Hat man sich Musikvideos auf MTV und Viva auf Video aufgenommen und mittels Einzelbildfortschaltung den Kram beigebracht? Das mache ich ja manchmal, wenn ich Tabs nicht verstehe. Schnell auf YouTube versucht, das Video ohne Sperre zu erwischen, um nachzuschauen, wie das Ganze denn in der Praxis so gemeint ist.

Etwas ist aber leider total blöd an der Verwirklichung meines einen Traumes: mein Musiklehrer hat mir schon in der ersten Stunde diese ganze Rockstar-Slash-Gitarrengott-Nummer entzaubert, in dem er auf Zuruf so gut wie jeden Song anspielen konnte. Der ganze Musikkram basiert halt wirklich nur auf (fast) drei Akkorden/Powerchords. Was aber wieder ganz nett ist, weil die Lernkurve dadurch ziemlich steil ist und ich mittlerweile den einen oder anderen Grunge-Song spielen kann. An Punk sollte man sich übrigens nicht gleich wagen. Zwar besteht dort wirklich jeder Song nur aus zwei bis drei Akkorden. Die werden aber meistens in Achteln und mit ständigen Wechseln gespielt. Unspielbar für mich jedenfalls.

Achso, die zweite Sache, die ich mir als kleiner Junge vorgenommen hatte. Astronaut. Schaun mer mal.

Meine schlimmsten Sünden in den letzten Monaten: Kauf einer E-Gitarre, Abonnieren von Spiele-Podcasts, das Abschließen eines PS+-Abos und der Kauf einer PS Vita. Das ist eine Menge Holz und ich kann von Glück sagen, dass ich in keiner Weise gläubig bin. Vor lauter Buße käme ich zu gar nichts mehr. Also noch weniger, als sonst schon.

Vor einem Jahr hätte ich noch jeden ausgelacht, der mir gesagt hätte, dass ich mal Podcasts hören würde. Der Zufall wollte es aber, dass ich mir eines Tages die technische Seite von Podcasts anschauen musste und deshalb auch einige Podcasts testweise abonnieren musste. Das war der Anfang vom Ende, denn seitdem höre ich eigentlich fast täglich Podcasts: angespielt, Retrozirkel, Spieleveteranen, Stay Forever und natürlich Superlevel mit Indie Fresse und Insert Moin.

Es ist ja immer leichter, wenn man einen Schuldigen zur Hand hat und ich behaupte mal, dass diese Podcasts mit dafür verantwortlich sind, dass ich mich in den letzten Monaten wieder (viel, viel) mehr mit Computerspielen beschäftigt habe und auch wieder (viel zu viel) selber spiele. Oben drauf kommen noch das PS+-Abo, bei dem ich mich immer noch frage, warum ich das nicht schon viel früher abgeschlossen habe und der Kauf einer PS Vita. Letztere habe ich mir auch gekauft, weil ich das angepriesene Feature der PlayStation 4, das Streamen von Spielen im WLAN oder sogar Internet auf das Gerät, nutzen möchte, wenn ich denn mal eine neue PlayStation erwerben sollte. Zur Zeit spiele ich folgende Spiele:

Last of us

Normalerweise lassen mich Zombie-Spiele kalt. Ich konnte auch damals nichts mit Resident Evil anfangen. Das sah zwar immer ganz nett aus, hat mich aber nie gereizt. Last of us habe ich dann im Rahmen von PS+ heruntergeladen, es ein paar Wochen auf der Festplatte abgehangen und vor ein paar Tagen gestartet. Ich hatte schon ein wenig von den Turns in der Geschichte des Spiels gehört, aber nach dem Intro-Level war ich dann doch baff und habe das Spiel erstmal nicht weggelegt, sondern gebannt die weitere Story durchgespielt. Weit bin ich noch nicht, ich kämpfe mich gerade noch zum Rathaus durch, um Ellie zu den Fireflys zu bringen. Also: pscht! Nix verraten!

Final Fantasy X/X-2 HD Remaster

Auch so eine Reihe, die bis jetzt an mir völlig vorübergegangen ist: Final Fantasy. Mit der Ankündigung der HD-Remasterten Version des zehnten Teils auf der PS Vita habe ich mir erstmal für wenig Geld den dritten Teil auf der selben Konsole besorgt. Anfänglich enttäuscht von der Aufmachung und dem doch allseits bekannten Runden-Kampfsystem, das ich aus Spielen wie Pokemon (nie gespielt, immer nur zugeschaut, konnte mich auch nie begeistern) kannte, merkte ich aber nach ein paar Stunden Spielzeit, wie tief gehend doch die Charakterentwicklung sein kann. Mit dem zehnten Teil scheint das mit den Sphären noch ausgefeilter zu werden.

Hearthstone

Schon in der Betaphase auf dem Mac angeschaut, aber erst mit Erscheinen der iPad-Version Blut geleckt: der Möchtegern-Trading-Card-Magic-The-Gathering-Verschnitt der World of Warcraft-Macher. By the way: letzteres habe ich nur eine Stunde lang gespielt. Und dann nie wieder: weil ich sonst wahrscheinlich abhängig geworden wäre. Magic habe ich selber auch nur auf dem iPad gespielt, war doch jahrelang diese Art von Kartenspiel in meinem Freundeskreis als Nerdscheiss verteufelt (ist es übrigens immer noch). Von daher hatte ich gar keine Chance, das Kartenspiel im wahren Leben kennenzulernen. Hearthstone: Heroes of Warcraft vereinfacht die Spielmechanik von Magic ein wenig und ist somit einsteigerfreundlicher als das doch recht komplexe "Original".

Threes!

2048 haben ja alle irgendwie gespielt. Ein paar Mal. Dann war der Reiz aber irgendwie bei mir weg und Threes! lief mir über den Weg. Auf dem iPhone habe ich schon lange keine Spiele mehr installiert gehabt, weil mir der Bildschirm zu klein oder die Steuerung zu hakelig, die Spiele zu langweilig oder schlicht einfach nur schlecht waren. Threes! hat mich von der ersten Minute gepackt und ich habe es immer noch nicht geschaft über die 10000 Punkte zu kommen. Einmal nur! Bitte?!

Was die Beständigkeit dieser Seite angeht, war ich schon immer sehr impulsiv. Was das Befüllen mit Inhalten angeht, leider nicht. Und das hat sich mit der letzten Migration beziehungsweise Neuanfang mit TYPO3 Neos als Unterbau auch nicht geändert.

Meine Freizeit ist "leider" mit ganz vielen anderen Sachen vollgepackt, die meistens auch gar nichts mit Computern oder Internet zu tun haben. Und in letzter Zeit sind von diesen Dingern noch einige hinzugekommen, so dass dieser Relaunch wahrscheinlich der letzte Versuch sein wird, das ganze Ding mit Inhalten zu füttern. Wenn Wordpress mit einem gekauften Template nicht dazu führt, dass ich Lust bekomme, Texte zu schreiben ohne mich mit der Software im Hintergrund beschäftigen zu müssen, wird der Webspace bald nur noch aus einer Platzhalterseite bestehen.

Um es nicht dazu kommen zu lassen, gibt es hier  jetzt erstmal jeden Tag ein Posting über mein total spannendes Leben. Als Experiment. Um zu schauen, wie ich das hier in meinen Tagesablauf integrieren kann und besonders, mit welchen spannenden Themen ich meine Umwelt belästigen möchte. Eine Richtung, auf die ich mich jetzt festlegen möchte, gibt es nicht und möchte ich auch nicht. Kann sein, dass hier bald ein Mode- oder Kochblog entsteht. Ich werde halt auch älter...

Ich halte es ähnlich wie ad und werde keine Arbeit in die Anpassung des Themes stecken, was sich auch bei mir besonders in den Labels der Kommentarfunktion äußert. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter und habe alte Installationen nicht wieder belebt oder archiviert. Keine Lust zu gehabt und auf SEO oder Domain-Ranking schei... stehe ich sowieso nicht. Ich will mit der Domain ja kein Geld verdienen.