Kategorie: Blog

Gestern habe ich den Kommentar auf Heise zum Sterben von RSS mit Verwunderung gelesen. Wie oft ist eigentlich RSS schon gestorben? Schon mit dem Wegfall von Google Reader Mitte 2013 wurde RSS schon zu Grabe getragen. Klar, das war ein herber Einschnitt und seitdem entwickelt sich RSS beziehungsweise die Clients nicht sonderlich weiter. Auch mein Lieblingswerkzeug Fever wird seit 2016 nicht mehr weiter entwickelt.

Aber tot ist RSS in meiner Filterblase nicht. Mein Rasen ist tot, wie man auf dem Foto gut sehen kann. Aber RSS konnte sich in seiner Form einfach nicht durchsetzen, aber die Idee dahinter ist doch nichts anderes als das Abonnieren eines Facebook-Kanals, nur dass man hier leider eine gefilterte Version bekommt und nicht alle Einträge chronologisch sortiert.

Vielleicht muss man einfach nur mal wieder mehr Werbung für RSS machen? Ich entwickele seit einiger Zeit eine TYPO3-Erweiterung, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie Fever hat. Einfach, weil ich Fever für mich als die beste Lösung fand. Es war selbstgehostet, die Daten bleiben also bei mir und es gab sogar Apps auf iOS (auf Android wahrscheinlich auch), die die Fever-Schnittstelle abfragen konnten.

Die Einträge von mir können übrigens auch per RSS abgeholt werden. Die deutschen Artikel bekommt man unter der Adresse https://www.insomniaonline.de/feed und die englische Übersetzung unter https://www.insomniaonline.de/en/feed.

Bei der Umstellung des Blogs auf TYPO3 habe ich die Kommentar-Funktion gekilled. Nicht, dass hier viele Artikel kommentiert wurden, auch wenn ich für jeden Kommentar dankbar war, aber eine großartige Diskussionskultur kam hier aufgrund auch meiner Texte nicht auf. Warum auch?

Trotzdem hat mir in den letzten Tagen etwas gefehlt. Und somit sind ab jetzt bei allen Blogposts wieder die Kommentarfunktion verfügbar. Die Kommentare aus der Wordpress-Installation habe ich leider nicht mehr, da ich die Installation und die Backups gelöscht habe. An dieser Stelle bitte ich bei den damaligen Kommentatoren um Entschuldigung. Das hätte ich besser planen sollen.

Ich weiß nicht, was mich damals geritten hat, Wordpress als CMS für diese Seite zu verwenden. Klar, es ist einfach eingerichtet und durch die tausenden Plugins leicht zu erweitern. Themes gibt es auch mehr als genug in freien Varianten oder für einen kleinen Obulus zu kaufen. Mit Wordpress kann man sehr leicht sogar als technisch nicht so versierter Anwender ein Blog oder sogar kleine Webseiten mit aufziehen.

Und trotzdem hat es mich immer gestört, dass ich nicht TYPO3 benutze. In meinem Alltag arbeite ich zu 99% mit TYPO3. Sei es, um Anwendungen zu integrieren oder im TYPO3-Framework umzusetzen, Installationen zu administrieren bis hin zum Schreiben von Frontend-Sachen wie CSS oder JavaScript. Meiner Meinung nach gibt es nichts, wofür man TYPO3 nicht verwenden könnte, um Webseiten oder Anwendungen im Web zum Leben zu erwecken.

Und jetzt habe ich an diversen Abenden die Inhalte der Wordpress-Installation in ein frisches TYPO3 migriert. Man sieht zwar der Seite an, dass ich absolut kein Frontenddesigner bin und das Ganze basiert auch auf Bootstrap, aber ich nehme das erstmal als einen Anfang, der stark verbesserungswürdig ist. In erster Linie ging es mir darum, die Inhalte weitestgehend zu übernehmen. Bei gleicher URL-Struktur (weil sie vollkommen okay ist) und vor allem mit den gesamten Möglichkeiten, die einem TYPO3 bietet. Und Wordpress nicht.

Die Umstellung und die vor kurzem in Kraft getretene DSGVO habe ich dann noch zum Anlass genommen diverse Features (vorerst) auszubauen. Auch wenn ich die Seite erstmal weiter als Blog sehe, gibt es keine Kommentarfunktion. Ich plane diese aber wieder in naher Zukunft wieder einzubauen. Bis dahin kann man gerne per E-Mail (PGP steht hier) oder über Twitter mit mir reden.

Der pile of shame an ungelesenen Artikeln wächst und wächst, die Projekte, die ich mir so vorgenommen habe, werden auch nicht weniger (im Gegenteil) und vielleicht ist es eine Idee, durch Niederschreiben von Ideen, Verlinken von Artikeln und Webseiten diese bewußter wahrzunehmen und einzuordnen.

Durch einen Artikel auf kottke inspiriert, dem (noch nicht vollständigen) Schließens meines Facebook-Accounts geschuldet habe ich mir vorgenommen, mein digitales Erbe hier anzutreten. Wie schon mehrere Male vorher fest vorgenommen, versuche ich ab sofort für mich mehr zu bloggen.

Anfangen werde ich damit, dass Tab meines Blogs immer im Browser offen sein wird, um Artikel, die ich lese und spannend finde, zu verlinken und vielleicht sogar zu kommentieren und meine Gedanken dazu niederzuschreiben.

DSGVO

Ich muss mich mal darum kümmern, ob die DSGVO für mich gilt. Wahrscheinlich nicht, weil dieses Blog keine Werbung schaltet, keinen Umsatz in Form von Spenden a la Patreon oder so aeinfährt und auch sonst von keinem Belang ist. Trotzdem mal nach der entsprechenden Passage suchen, da ich ja auch Tracker in der Seite habe. Die könnte ich in dem Zug auch mal ausschalten.

Lustiger wird es heute nicht

Martin Sonneborn hat mal wieder eine Rede im EU-Parlament gehalten. Zum Thema Syrien und Angriffskriege im Allgemeinen. Recht kurz und ich bin immer noch zwiegespalten, wie ich mit der Partei Die Partei umgehen soll. Ob Satire wirklich konstruktiv Politik machen kann oder ob es nur dazu dient, kurz eine Anregung zum Nachdenken zu erhalten.

Was die Beständigkeit dieser Seite angeht, war ich schon immer sehr impulsiv. Was das Befüllen mit Inhalten angeht, leider nicht. Und das hat sich mit der letzten Migration beziehungsweise Neuanfang mit TYPO3 Neos als Unterbau auch nicht geändert.

Meine Freizeit ist "leider" mit ganz vielen anderen Sachen vollgepackt, die meistens auch gar nichts mit Computern oder Internet zu tun haben. Und in letzter Zeit sind von diesen Dingern noch einige hinzugekommen, so dass dieser Relaunch wahrscheinlich der letzte Versuch sein wird, das ganze Ding mit Inhalten zu füttern. Wenn Wordpress mit einem gekauften Template nicht dazu führt, dass ich Lust bekomme, Texte zu schreiben ohne mich mit der Software im Hintergrund beschäftigen zu müssen, wird der Webspace bald nur noch aus einer Platzhalterseite bestehen.

Um es nicht dazu kommen zu lassen, gibt es hier  jetzt erstmal jeden Tag ein Posting über mein total spannendes Leben. Als Experiment. Um zu schauen, wie ich das hier in meinen Tagesablauf integrieren kann und besonders, mit welchen spannenden Themen ich meine Umwelt belästigen möchte. Eine Richtung, auf die ich mich jetzt festlegen möchte, gibt es nicht und möchte ich auch nicht. Kann sein, dass hier bald ein Mode- oder Kochblog entsteht. Ich werde halt auch älter...

Ich halte es ähnlich wie ad und werde keine Arbeit in die Anpassung des Themes stecken, was sich auch bei mir besonders in den Labels der Kommentarfunktion äußert. Ich gehe aber noch einen Schritt weiter und habe alte Installationen nicht wieder belebt oder archiviert. Keine Lust zu gehabt und auf SEO oder Domain-Ranking schei... stehe ich sowieso nicht. Ich will mit der Domain ja kein Geld verdienen.