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Midlife crisis

Die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts waren schon ein aufregendes und für mich einzigartiges Jahrzehnt. Was bestimmt mitunter daran liegt, dass ich zu der Zeit meine Jugend erlebt habe und in dieser Zeit sich ja sowieso die Welt gefühlt doppelt so schnell dreht. Aber was gab es damals alles zu erleben: Grunge und Techno, sowie das Privatfernsehen hatten seinen Höhepunkt. Nach der Wiedervereinigung von Deutschland brach die damalige Sowjetunion zusammen und es schien, dass sich die Welt immer weiter öffnen würde.
Die Vermarktung von Sportarten wurde professionalisiert und neben Extremsportarten wie Bungee oder auch Base Jumping erlebten Inline Skates, Skateboard- und Snowboarding einen unglaublichen Boost und Aufmerksamkeit (na, wer hat des Nachts die X Games geschaut?).

Snowboards konnten im Wintersport einen großen Teil der Leute begeistern, solche Dinge wie Monoski oder BigFoots verschwanden wieder von der Bildfläche. Genauso wie Snakeboards oder Streetboards, wie sie aus markenrechtlichen Gründen dann genannt wurden. Man schneide ein Skateboard in der Mitte durch, verbinde beide Teile mit einer Bar und schnalle am besten noch eine snowboardähnliche Bindung drauf. Ich fand das Konzept damals ziemlich cool und habe mir sofort ein Snakeboard Competition mit Bindung zugelegt. Nachdem ich recht schnell mit Hilfe eines gleich mitbestellten VHS-Videos (Videotheken waren unser YouTube, btw. kann man sich hier anschauen, wie Snakeboarden funktioniert) den Kniff raushatte, wie man sich damit fortbewegte, musste auch gleich noch mehr Geld in Form eines Snakeboard Spluge ausgegeben werden.

Und genau das Board ist die letzten Jahrzehnte immer brav mit umgezogen und mir vor ein paar Wochen wieder in die Hände gefallen. Und keine Ahnung was mich getrieben hat, aber die Bestellung von Protektoren war im selben Moment schon raus. Und nun werde ich in den hiesigen Skateflächen von der Jugend milde belächelt, wenn ich mit dem komischen Ding unterm Arm ankomme und noch etwas unbeholfen ein paar Runden drehe. Wobei ich schon die kleinen Kicker ohne Probleme hoch- und wieder runterkomme. Für Springen und Grinden lasse ich mir noch etwas Zeit, aber mein Ziel für dieses Jahr ist, ein 50-50 und ein FS Boardslide zu stehen.

Mein innerer Peter Pan ist jedenfalls hellwach, aber vielleicht ist es auch nur eine Art Midlife crisis, nachdem ich auf das Konto geschaut und gemerkt habe, dass ein 911er dann doch irgendwie nicht drin ist.

 

Veränderung

Dieses Jahr war echt eins der komischten Jahre, die ich bisher erlebt habe. Alles geht gefühlt nur noch den Bach runter, den Leuten geht es mental schlecht, aber ändern möchte auch keiner etwas.
Das mag vielleicht auch einfach nur mein eingeschränktes Bild meiner eigenen Bubble sein, aber wenn ich mir die täglichen Nachrichten anschaue, deckt sich das schon irgendwie miteinander.

Und 2025 lässt auch wenig hoffen, dass es vor allem ökologisch, politisch und menschlich besser wird. Eher im Gegenteil. Und so passt das Bild da oben irgendwie.
Versuchen wir es trotzdem besser zu machen. Danke.

Die Tastenbelegung der Keychron K8

Ende letzten Jahres habe ich mich von meiner heißgeliebten Vortex Pok3r getrennt und mir endlich eine mechanische Tastatur mit RGB-Tastenbeleuchtung gegönnt: eine Keychron K8. Die Pok3r hat ein 62-Tasten-Layout, was ich zwar im Blindflug beherrscht habe, aber manchmal haben dann doch der direkte Zugriff auf die Funktions- oder Pfeiltasten gefehlt.

Da ich mir aber die Tastenkombinationen für die Funktionen der Keychron-Tastatur nicht merken kann und ich jemand bin, der am besten lernt, wenn ich es jemanden erkläre oder niederschreibe, tue ich das hiermit. Vor allem, weil sie auf der offiziellen Seite falsch bzw. nicht vollständig stehen. Komplett ist die Liste hiermit nicht, ich schreibe nur die auf, die ich mir absolut nicht merken kann.

TastenkombinationFunktion
fn + bLadestand des Akkus (Lichter unter den Zahlentasten und zusätzlich farbliche Untermalung in 33%-Abstufungen (rot, blau, grün))
fn + e (+ d)Farbe der Hintergrundbeleuchtung festlegen
fn + w (+ s)Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung festlegen
fn + q (+a)Modus der Hintergrundbeleuchtung festlegen

Eis am Sterben

Heute habe ich mal meinen Kindern einen sterbenden Gletscher gezeigt. Der Gletscher Weißseeferner (oder auch Kaunertaler Gletscher) unterhalb der Weißseespitze liegt zwar am Ende eines wundervoll schönen Tales, der Anblick ist aber schon so ernüchternd und schlimm, dass mir eigentlich immer noch die Worte fehlen.
Der Gletscher ist nicht mehr zu retten, der örtliche Tourismusverband scheint aber immer noch an dem kleinen Skigebiet festzuhalten und versucht mit einer Menge Geld, das Skigebiet halten zu wollen.

Das schönste Land der Welt

Ich stelle mir ab und zu die Frage, ob es noch ein Fleckchen auf dieser Welt gibt, auf dem ich lieber leben wollen würde. Und die Schweiz war und ist immer noch genau dieses Land. Zugegeben habe ich noch nicht viel von dieser Welt gesehen und bin selbst in Europa noch gar nicht viel herumgekommen. Aber von allen Fleckchen, die ich bisher gesehen habe, würde ich die Schweiz als meinen Favorit sehen.

In der Schweiz gibt es einfach die schönsten Berge.

Es hat sich ausgetwittert

Vor über 14 1/2 Jahren habe ich mich bei Twitter angemeldet und für mich war es die schönste und vor allem nützlichste Form eines Social Networks. Man konnte nicht nur interessanten Leuten oder Spaß-Accounts folgen, sondern auch Bots folgen, die einem wichtige Tweets in die Timeline spülten. Das Webinterface habe ich nie genutzt, sondern schon immer Tweetbot als Client auf all meinen Systemen verwendet. Ein hervorragendes Stück Software und die Hoffnung besteht, dass es in naher Zukunft auch Tweetbot für Mastodon geben könnte.

Aber für mich ist auf Twitter erstmal Schluss. Zwar bin ich da recht inkonsequent und werde meinen Account erstmal nicht löschen, da muss ich erstmal meinen Trennungsschmerz verarbeiten. ;-) Aber ich werde definitiv nichts mehr dort posten oder auch nur den Drang verspüren, dort etwas zu verpassen. Dafür hat sich dort in den letzten Wochen zu viel verändert, was die scheinbare Ausrichtung des Netzwerkes angeht. Wenn es nun möglich ist, dass der Chef persönlich Umfragen auf seinem Account (und damit seiner Filterblase) über weitreichende Entscheidungen tätigt, ist das für mich nicht mehr konsensfähig.

Mastodon fühlt sich ganz nett an, die dezentrale Architektur lässt hoffen, dass kein Machtgefüge entstehen kann, die das gesamte Netzwerk gefährden könnte. Schauen wir mal.

Altersweisheit

Ich habe es mir leider nirgendwo abgespeichert, aber vor ein paar Tagen bin ich auf einen Blogeintrag gestoßen, in dem der Autor erzählt hat, dass er im aktuellen gehobenen Alter entdeckt hat, warum ihm gewisse Dinge nicht mehr so stressen. Ich glaube, er ist in einem ähnlichen Alter wie ich. Dreiundzwanzig. Naja, okay, Anfang/Mitte Vierzig. Biologisch betrachtet.

Ähnliche Gedanken hatte ich auch schon und mittlerweile machen die mir nicht mehr zu schaffen. Verbuchen wir das Ganze mal unter Weisheit ab, denn die Erfahrungen haben mir gezeigt, dass man gewisse Dinge einfach nicht beeinflussen kann und warum sollte ich mich dann noch darüber aufregen? Einfach nach vorne schauen und das Beste daraus machen.
Was mir aber immer noch Angst macht, ist, dass ich im hohen Alter doch mit einem Kissen auf dem Fenstersims Falschparker der Polizei melde. Oder ähnliches.