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Ist das Kunst oder kann das weg?

"Being safe is scary" prangt in goldenen Lettern über dem Eingang des Museums, an dem normalerweise in gleichen Buchstaben dessen Namen steht: Fridericianum.
Im Gegenteil zu den letzten beiden Ausstellungen sind im Stadtbild von Kassel gefühlt wenig Exponate der weltweit größten Kunstausstellung zu finden. Dafür aber immer mehr Bistro-Stände. Kleinkunst und Verkaufsstände von Künstlern, die nichts mit der Documenta zu tun haben, aber sonst die Wege zwischen den Ausstellungsorten gepflastert haben, sucht man vergeblich. Auch wenn diese in der Vergangenheit ein wenig das Flair mitgeprägt haben. So als Gegenpol zu der "großen" Kunst in den Museen.

Vor ein paar Tagen habe ich dann die Weltkunstausstellung besucht, die unter dem Motto "Von Athen lernen" läuft. Ich würde mich selber als recht uninteressiert in Sachen Kunst beschreiben. Einen großen Teil dieser Kunst verstehe ich einfach nicht und finde keinen Zugang. Klar kann ich die historische Bedeutung von so manchem Kunstwerk (Malereien in der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo oder Werken von Leonardo da Vinci) begreifen, aber wenn ich vor scheinbar willkürlich gemalten Farbflächen in Neonfarben stehe, frage ich mich jedes Mal, warum dies so aufregend sein soll.

Ich wurde dann auch gar nicht so richtig enttäuscht, da meine Erwartungen sowieso recht niedrig waren. Aber den richtigen Kracher, der mich gefesselt hätte, gab es leider auch nicht. Man ist so durch die Ausstellungen gewandert, stand vor dem ein oder anderen Kunstwerk und hat sich versucht einzulassen, was einem der Künstler denn damit sagen wollte. Leider gab es eigentlich nie Informationen über dieses Kunstwerk, geschweige denn von einem begleitenden Text, der Denkanstöße hätte verursachen können. Schade drum.

Der alte Mann und das Meer

Wenn ich am Meer bin und auf dieses endlose blaue Wasser hinausschaue zieht es mich irgendwie immer raus. Am Liebsten würde ich dann auf einem dieser dicken Schiffe anheuern, die um die Welt fahren und die raue See dort draußen erleben. Vielleicht hört sich das auch ein wenig zu romantisch an und ich stehe eher die ganze Zeit an der Reeling und füttere die Fische.

Andere Dinge, die immer mehr in das nächste Leben verschoben werden, sind das Durchspielen von Computerspielen. Zwar bin ich bei Skyrim schon ziemlich weit, habe den Dragonborn-DLC durch und bin endlich wieder auf den Pfaden der Hauptquest und mit Stufe 37 ist das Spiel auch recht einfach, wenn man wie ich sich auf den klassischen Tank in Form eines Zweihänders und schwerer Rüstung spezialisiert hat, aber momentan ist irgendwie die Luft raus. Auch wenn mich Skyrim nun fast ein dreiviertel Jahr in den Bann gezogen hat und ich auch kein anderes Spiel angefasst habe. Bis neulich.

Da ist nämlich Elite Dangerous für die PS4 erschienen. Ein Spiel, für das ich mir fast einen Windows-Rechner und eine Okulus Rift zugelegt hätte. Elite habe ich damals schon auf dem C64 fasziniert eingelegt. Die elend lange Ladezeit abgewartet und das Spiel nie so recht verstanden. Als dann Anfang der Neunziger Frontier: Elite II rauskam, konnte ich es kaum erwarten, dass auf meinem PC zu spielen und war total enttäuscht. Viel zu schwer, nicht eingängig genug und für einen hitzköpfigen Teenager nicht das richtige Spiel. Mit Lieblingsspielen wie Aces of the Pacific, dem ersten Teil der Das Schwarze Auge-Triologie und Adventures von LucasArts war Elite II damals einfach zu realistisch und mangels Handlung fehlte einem der Antrieb.

Als vor einigen Jahren auf Kickstarter Elite Dangerous angekündigt wurde, war ich aber trotzdem wieder Feuer und Flamme. Die wurde zwar gleich wieder im Keim erstickt, da das Spiel erstmal nur für den PC erscheinen sollte und ich wenig Lust hatte, mehrere tausend Euro in Windows-Hardware zu stecken, aber ich verfolgte das Projekt trotzdem. Nun ist das Spiel für die PlayStation 4 erschienen und ich habe es, obwohl noch nicht mit der Hauptstory von Skyrim fertig, gestartet. Und war dem Spiel verfallen.

Zwar scheint es genauso unzugänglich wie seine Vorgänger zu sein (wobei ich Frontier: First Encounters nie gespielt habe) und ich mir geschworen habe, nach Grand Theft Auto V und Skyrim erstmal kein Open World Spiel mehr anzufassen, aber irgendwie haben mich schon die Tutorials zum Kennenlernen der Schiffsteuerung und Waffen sowie die ersten beiden Stunden im offenen Spiel so angefixt, dass ich nach meinem Urlaub erstmal alle anderen Spiele links liegen lassen werde, um mich in die Tiefen des Alls zu begeben.

Wobei wir dann wieder beim Durchspielen von Spielen angelangt sind. Ein richtiges Ende gibt es ja außer dem Erreichen des Elite-Ranges auch nicht. Und für den bräuchte ich bestimmt mehrere Jahre.

Der erste Kinder-Rechner

Ich weiß noch, wie ich meinen ersten Computer zum elften (zehnten?) Geburtstag bekommen habe: im örtlichen Metro habe ich meinen Vater angebettelt doch den Amiga 500 zu kaufen und nicht den kleinen Bruder. Und das, obwohl meine Eltern überhaupt gar nicht den Sinn gesehen haben, mir so ein neumodisches Ding in mein Kinderzimmer zu stellen. Zwar hatte mein Vater damals im Büro auch schon zwei Rechner (8088er und ich glaube schon einen 286er), die aber für Textverarbeitung und Steuerdinge benutzt wurden. Wenn sie nicht von uns Kindern zum Flippern oder Frogger-Spielen zweckentfremdet wurden.
Von meinen Freunden hatten fast alle aber einen Commodore C64, was dann den Ausschlag gegeben hat, dass ich auch solch einen bekommen habe. So von wegen Software-Vielfalt und so. Knick-knack, sie verstehen schon.

Nun ist es soweit, dass ich meinem großen Sohn auch einen Rechner in sein Zimmer stellen werde. Er ist zwar schon firm in der Bedienung eines iMacs und auch iPad und iPhone stellen ihn vor keine große Hürde (außer, dass sein iPhone nur für Fahrradtouren mit seinen Kumpels oder ähnliches verwendet werden darf), aber diese Geräte stehen halt nicht direkt in seinem Zimmer.
Da ich noch keine großen Ausgaben haben wollte und alle alten Rechner defekt oder ausgeschlachtet sind, musste Ersatz in Form eines Raspberry Pi her. Viel Rechenpower hat er ja nicht, aber zum Zocken stehen dem Herrn ja auch diverse Konsolen zur Verfügung, auf denen auch schon seine eigenen Nutzerprofile laufen. In erster Linie soll er den Rechner zur Recherche für die Schule, YouTube und seine eigene Musik verwenden. Und vielleicht bekomme ich ihn ja sogar dahin, ein wenig in die Programmierung zu schnuppern. Video- und Audiobearbeitung wird auf dem schmalbrüstigen Prozessor nicht möglich sein, daran hat er die letzten Monate auch in der Schule gefallen dran gefunden, aber da bin ich noch auf Recherche.

Ich habe ihm jetzt erstmal ein aktuelles Raspbian installiert und neben dem schon installierten LibreOffice habe ich LXMusic als MP3-Player auf den kleinen Rechner geworfen. Zum Drucken kann er dank CUPS und hplip auf den im Haushalt befindlichen HP Deskjet-Drucker per Airprint drucken.
Da er ihn zu Ostern bekommen soll möchte ich bis dahin es auch noch schaffen zum Beispiel einen SNES-Emulator inklusive PS3-Controller-Verbindung zum Laufen zu bekommen, damit er neben Minecraft (es gibt eine spezielle Version für den Pi) auch noch ein wenig Mario World oder ähnliches spielen kann.

Warhammer 40000 Light

Zum letzten Weihnachten habe ich mir selber einen schönen Ausflug in die eigene Kindheit geschenkt. Seitdem haben meine Kinder und ich schon einige Ausflüge in die Katakomben voller Orks und Chaos-Krieger und Zaubererverließe unternommen und meine Hoffnung wächst, dass sie in einigen Jahren mit ihren Freunden sogar vielleicht Pen&Paper-Rollenspiele spielen werden.

Damals gab es aber nicht nur HeroQuest, das eine abgespeckte Variante eines TabelTops war, sondern kurze Zeit später auch die kindgerechte Version von Warhammer 40000: StarQuest.
Und wie auch bei HeroQuest stolperte ich eines Abends vom Heuschnupfen mit Fieber niedergestreckt über eine Sofort-Kaufen-Aktion bei eBay, die zu einem akzeptablen Preis eine Version von StarQuest anbot, die sehr neuwertig aussah. Denn auch wie HeroQuest wurde StarQuest nur sehr kurz hergestellt und das auch schon vor 25 Jahren.

Die Regeln sind ein wenig umfangreicher als bei der Fantasy-Version, auch bekommen die Mitspieler nicht nur einen Charakter, sondern gleich eine ganze Einheit von fünf Space Marines im Kampf gegen den Spielleiter zur Verfügung. Aber nach kurzem Blättern im Regelwerk und einer kleinen improvisierten Testrunde starteten meine Jungs begeistert auf der Suche nach dem ersten Dreadnought durch.

Über den Weg Gelaufenes in KW7

An dieser Stelle fange ich mal an, meine Pocket-Liste zu entschlacken, in dem ich erwähnenswerte Sites in solchen Artikeln wochenweise zusammenfasse. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der auch gefallen an manchen Artikeln findet. Mich selber soll es dazu bringen, Dinge, die ich mir für später merken möchte, auch wirklich abzuarbeiten. Und sei es nur, sie einfach ungelesen zu löschen.
Den Anfang machen folgende Artikel:

macOS ein wenig absichern

Jahrelang konnte man sich schön herausreden, dass man ein Betriebssystem von Apple benutzt und das schon allein aufgrund seiner geringen Verbreitung für Hacker kein Ziel darstellt. Das ist aber schon lange vorbei beziehungsweise hat man sich ja damals eigentlich schon selber etwas vorgelogen. Kein technisches System ist sicher.

Aus diesem Grund habe ich mir schon vor langer Zeit vorgenommen, meine Systeme, die ich so verwende, abzusichern. Sei es aus Aluhutgründen oder einfach der Reiz des technisch Machbaren. Oder aus dem Aspekt, dass Systeme eigentlich von Grund auf sicher sein sollten und es den Anschein hat, dass wir das aufgrund der zunehmenden Komplexität aus den Augen verloren haben.

Schon Ende letzten Jahres bin ich über einen auf GitHub veröffentlichten Guide gestoßen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein paar Sicherheitsaspekte unter macOS anzusprechen. Der Artikel behandelt eine gute Bandbreite, die beim Aufsetzen des eigentlichen Systems anfängt, über Software-Firewalls und Verschlüsselung bis hin zur Nutzung des Tor-Netzwerkes geht. Das Ganze wird für einen halbwegs technisch versierten Nutzer so angerissen, dass man gleich in die Umsetzung gehen kann.

Mein Stand sieht mittlerweile so aus, dass ich neben FileVault, das sowieso seitdem ich das kleine Ding hier benutze läuft, mittlerweile Little Snitch als Software-Firwall laufen habe. Zu Windows-Zeiten habe ich über Benutzer solcher Firewalls gelacht, was daran lag, dass ich der Meinung bin, dass selbst aktuelle Lösungen für normale Benutzer einfach nicht zu benutzen sind. Woher soll dein ein (ich bin jetzt mal gemein) unbedarfter DAU wissen, welche Ressourcen beim Besuch einer Website geladen werden dürfen und welche nicht (Tracker)? Oder zu welchen Servern auf welchem Port Systemdienste oder Anwendungen sprechen dürfen? Richtig: gar nicht.

Des weiteren habe ich die Firmware mit einem Passwort versehen, mein Account zu einem Standard-Account runtergestuft, Spotlight-Vorschläge soweit deaktiviert, dass mir wirklich nur noch lokale Dinge angezeigt werden. Ich benutze Spotlight sowieso nur zum Starten von Anwendungen. Seit Jahren verwende ich 1Password als Passwort-Manager, der sich auch mit meinen anderen Rechnern/Telefonen synchronisiert. PGP/GPG habe ich auch seit zig Jahren, seit 2013 pflege ich sogar meinen Schlüssel soweit, dass ich mich an das Passwort erinnern kann und nicht mehr gezwungen bin, einen neuen Key anzulegen. Seit letztem Jahr verwende ich PGP zum Signieren meiner Commits, auch wenn wir das Feature in der Agentur nicht verwenden. Für den Fall der Fälle, dass wir Deployments besser kontrollieren wollen und nur signierte Commits in das Deployment einbeziehen wollen, wäre ich schon mal bereit. Aber da auf unsere Repositories sowieso keiner außerhalb der Firma oder entsprechenden Verträgen zugreifen kann, besteht das Szenario nicht.

Jetzt stehe ich nur vor dem Problem, die Sicherheitsschiene auf diverse Endgeräte wie Smartphones, aber auch Spielkonsolen beziehungsweise das Netzwerk zu Hause auszudehnen. Meine Kinder kommen so langsam in das Alter, in dem zwanglos und nicht mehr unter elterlicher Aufsicht im Web gesurft wird. Ein Horror! Eine Firewall muss her! Ein Proxy-Server für DNS und WWW! Warum habe ich bloss nicht wie geplant ein 19 Zoll-Schrank im Keller installiert?

Richtungslos

Manchmal geht es im Leben nach links oder rechts. Mal nach vorne oder nach hinten. Oder gar nicht mehr weiter. Ich vermisse dich, Schwester.

Vorsätze und andere Widrigkeiten

Das mit den Vorsätzen habe ich schon lange aufgegeben. Wenn man sich etwas vornimmt, kommt sowieso irgendwas dazwischen und man ist nur enttäuscht oder hat die passende Ausrede schon parat. Bei mir ist das jedenfalls so.
Und trotzdem habe ich mir diverse Sachen vorgenommen. Eine ist mehr in dieses Blog schreiben. Mehr für mich und nicht für andere, aber vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen. Ansonsten gibt es noch eine Liste von Dingen, die ich dieses Jahr schaffen möchte:

  • den Dachboden fertig ausbauen
  • mehr Gitarre spielen
  • mich als TYPO3-Integrator/-Developer zertifizieren lassen
  • eine eigene Extension ins TER veröffentlichen
  • mehr zocken

Und noch ein paar Dinge mehr, die sind aber hier nicht so erwähnenswert. Mal sehen, was ich davon schaffen werde.

Der Einstieg ins Rollenspielverlies

Vor ein paar Wochen hat Benjamin auf anmut und demut ein Photo veröffentlicht, was mich sofort wieder elf Jahre alt hat werden lassen. Und mich darüberhinaus veranlasst hat, ein eBay-Konto zu eröffnen. Obwohl ich mir Anfang der 2000er geschworen habe, dies nie wieder zu tun.
Aber Hero Quest wurde nur drei Jahre lang produziert. Und das vor über zwanzig Jahren.

Mein Spiel ist schon damals meinen kleinen Geschwistern zum Opfer gefallen. Die Türen wurden umgeknickt, den Plastik-Figuren die Köpfe und Waffen abgerissen und die Karten verknickt. Und irgendwann wurde es in den Müll geschmissen, weil es nicht mehr vollständig war.
Nun habe ich durch einen glücklichen Zufall eine "Sofort kaufen"-Auktion bei eBay gefunden, die nicht einen horrenden Preis jenseits der 100 Euro verlangt hat. Und in einem tadellosen Zustand ist. Als ob damit nie jemand gespielt hätte. Welch Frevel.

Meine zwei Söhne haben auch gleich große Augen bekommen und heute haben wir die erste Runde gespielt, nachdem wir letztes Wochenende in kleinen Schritten die Regeln gelernt haben. Und nun verkörpere ich Morcar, den Bösen. Und versuche meinen Kindern einen kleinen Teil meines Rollenspiellebens beizubringen. Hat noch jemand die Basis-Bücher von AD&D, DSA, Mers und Rolemaster? Plüsch, Power & Plunder würde auch funktionieren. Und Shadowrun erst...

Am Wendepunkt

In der Schule hat man in Geschichte viel über historische Momente und Wendepunkte gehört und sich gefragt, wie es dazu überhaupt gekommen sein kann. So im Nachhinein und mit den ganzen Lehren, die man eigentlich aus den vorhergehenden Ereignissen hätte ziehen können.

Aktuell sind wir wahrscheinlich auch an solch einem Punkt angekommen. Gefühlt bin ich nur noch von Idioten umgeben (außerhalb meiner kleinen Welt) und auch in meinem Freundes- und Familienkreis sind die Auswirkungen der tragischen Ereignisse rund um die Welt (Syrien, Türkei, Frankreich, Belgien, usw. und jetzt auch Deutschland) zu spüren.

Und das bereitet mir Unbehagen. Weil ich immer mehr merke, wie meine Position zur Sicht der Dinge nach außen rückt. Wie ich mich öfter dabei ertappe, anderen meine Meinung sagen zu wollen, um ihnen aufzuzeigen, dass es vielleicht doch anders ist, als Sie denken. Oder einfach, um selber zu verstehen, wie man zu einer anderen Meinung als meiner kommen kann.

Mittlerweile bin ich soweit, dass ich darüber nachdenke, mich politisch zu engagieren. In eine Partei einzutreten und mitzugestalten. Nicht nur immer brav zur Wahl gehen, sondern Richtungen zu erarbeiten, wohin die Reise gehen soll. Idioten gab es schon immer und überall, aber von meiner Position aus, gibt es von denen immer mehr und leider auch an politischen Hebeln, die ich so nicht besetzt sehen möchte.