Pokemon, ein Erfahrungsbericht

Es ist schon faszinierend, wie sehr ein Computerspiel in die reale Welt eingreifen kann. Wie ein Spiel das Leben von Menschen (mit-)bestimmt. Und mich auch.

Ich habe ja eine Arena keine fünfig Meter von unserem Haus entfernt. Ich kann sie zwar leider nicht aus meinem Garten erreichen und bin daher gezwungen die paar Schritte zu gehen, um sie wieder zu erobern. Aber irgendwie hat es mich gepackt. Das ist meine Arena. Mein Schatz. Meins!
Was mich wiederum dazu zwingt, Pokemon Go immer weiter zu spielen, denn meine Mitspieler werden auch immer besser und die meisten von ihnen scheint auch noch eine Menge Zeit zu haben, aufzuleveln und ihre Pokemons zu verbessern. Blöde Schulferien.

Am Anfang von Pokemon Go sammelt man stupide Pokemons und lotet die Spielmechaniken aus. Sammeln, an den Professor verschicken, Aufleveln. Dann werden die ersten Versuche gestartet, die ersten Arenen einzunehmen und man stellt fest, dass das Spiel jetzt zwar nicht die Tiefe wie Ingress hat, aber doch mehr als man auf den ersten Blick vermuten kann. Da gilt es abzuwiegeln, welche Pokemons man wie auflevelt und verbessert und wenn man sich dann noch zur Aufgabe macht, den Pokedex (die Sammlung der verschiedenen Pokemons, die man gefangen hat) so weit es geht zu füllen, artet das Ganze in späteren Leveln doch recht zur Fleißarbeit aus.

Ich bin jetzt Level 19 und es wird langwierig, neue Ziele zu erreichen. Ich habe das Glück, dass ich in der Innenstadt von Kassel arbeite, zweihundert Meter von vier Pokestops entfernt, die zu einem großen Treffpunkt aller Süchtigen geworden ist. Die Pokestops sind von morgen bis abends mit Lockmodulen ausgestattet und eine halbe Stunde reicht aus, um 15000 Erfahrungspunkte zu sammeln (Pokemons fangen, verschicken und weiterentwickeln). Arenen nehme ich dann auf dem Land ein, wenn ich nach Hause fahre. So scheine ich momentan noch einen Vorteil gegenüber den Schülern hier zu haben, die sich vielleicht nicht so schnell entwickeln können.

Bald fahre ich aber in den Urlaub und muss meine (sic!) Arenen anderen überlassen. Aber ich komme ja wieder.

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