Mein neuer Wegbegleiter ist ein ganz kleiner

Seit knapp zehn Tagen habe ich ein schnuckeliges zwölf Zoll kleines MacBook als neuen Wegbegleiter, als iPad-Ersatz, als Laptop für zu Hause. Die meiste Arbeit wird der Rechner mit Mails, im Web surfen und als Aufnahmegerät für meine E-Gitarre haben. Aber selbst ein paar Zeilen entwickeln mit einer kompletten IDE und Webserverumgebung funktioniert bis jetzt tadellos. Und mit einer völlig ausreichenden Geschwindigkeit. Irgendwas mit xcode kompilieren oder Videos rendern würde ich jetzt vielleicht nicht unbedingt damit machen, aber das ginge wahrscheinlich auch halbwegs passabel.

In erster Linie soll es aber das in die Jahre gekommene iPad ersetzen. Denn das Tablet der zweiten Generation konnte man eigentlich seit dem Update auf iOS 8 nicht mehr benutzen, da es abgrundtief langsam geworden ist. Selbst das Laden von Webseiten ist zu einem zähen Spiel geworden. Viel größer ist das MacBook auch nicht, hat aber jetzt den Vorteil einer Hardware-Tastatur, die zwar irgendwie auch ein recht gewöhnungsbedürftiges Layout hat (ich habe Tage gebraucht, um damit Tippen zu können), aber einen vernünftigeren Anschlag als die Tastaturen von Billig-Laptops. Und flachere und stabilere Gehäuse gibt es auch bei keinem anderen Hersteller. Glaube ich.

Das flache Design ist dann aber auch größtes Manko, da es dadurch außer einem USB-C und einem kleinen Klinkenanschluss für Kopfhörer keinen weiteren Anschluss gibt und man gezwungen ist, nochmal eine Menge Geld für einen USB-C/USB2/HDMI-Adapter auszugeben. Trotzdem: feines Teil.

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Uaaaaah! Was freue ich mir jetzt schon einen Ast, dass es von einem der atmosphärisch beeindruckendsten Spiele vermutlich ein Remake geben wird. Und ich hoffe, dass es nicht nur an meiner von der Zeit verklärten Erinnerung liegt, dass ich sofort auf den Vorbestellen-Knopf hauen werde, sondern dass es sich wirklich lohnt.

Vor über zwanzig Jahren war das FPS-Shooter-Genre gerade mal aus der Taufe gehoben, Quake war noch gar kein Begriff und Doom schon mehrfach durchgespielt. Letzteres spiele ich gerade nebenbei auf der PS3 noch einmal durch und bin verwundert, dass es gar nicht so schlecht gealtert ist und sich noch recht gut spielen lässt. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich die Level zu meinem Erstaunen immer noch ganz gut kenne.
Zurück zum Thema: System Shock fiel mir irgendwie glaube ich kurz nach der Weihnachtszeit in die Arme und fesselte mich ab da nächtelang an den Bildschirm. Kein einfaches Spiel, die Grafik war gar nicht sooo spektakulär, das Flair mischte Doom und Ultima Underworld und verband das Ganze mit einer wunderbar präsentierten Geschichte, die durch das Finden von Log-Files erzählt wurde.

Das Spielen eskalierte nicht selten darin, dass man ja noch um diese Ecke gehen kann. Nur um zu sehen, was dahinter ist. Ah und dann noch kurz weitergespielt, da hinten ist schon der Aufzug zur nächsten Ebene. Mal schauen, ob das jetzt schon die Medi-Ebene ist. Oder die große Lager-Ebene? Und hier ist noch ein Terminal, in das man sich hacken muss. Und schon waren wieder drei, vier Stunden um. Und in zweien klingelt der Wecker zur nullten Stunde Physik-LK.

Im Video sieht man jedenfalls, dass versucht wird, die grafische Atmosphäre lediglich aufgepeppt zu portieren. Wenn sie es dann noch schaffen, den Sound und Musik so gut in die neueste Generation zu überführen: yeah! Das Ganze sieht auch danach aus, dass es eine Konsolen-Version geben wird. Das lässt jedenfalls das fixe Fadenkreuz vermuten. Am feststehenden Kompass, der immer gleichen Anzeige von Lebens- und Energiepunkten sieht man aber leider an, dass noch viel zu tun sein wird, bevor einer Master-Version in den Verkauf und auf die Spieler losgelassen wird.

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Nächstes Level im Spießertum erreicht

Es ist wahrscheinlich recht normal, dass das Leben nach dem Teenageralter und dem damit verbundenen Auflehnen gegen die Eltern und die Gesellschaft im Allgemeinen recht schnell spießig wird, wenn man merkt, dass man sich doch einigermaßen fügen muss, um klarzukommen. Ich habe jetzt das nächste Spießer-Level erreicht: ein eigenes Haus.

Nachdem die bisherige Wohnung zu eng und klein wurde, mit den Kindern klar wurde, dass ein Garten ein recht großes Muss ist, damit diese auch mal an die frische Luft können (und es im Haus damit ruhiger wird), haben wir schon vor Jahren den Plan gefasst, ein eigenes Haus in Angriff zu nehmen. Das ist hier in Nordhessen aber gar nicht so einfach, besonders haben in den letzten Jahren die Preise für Immobilien so stark angezogen, dass selbst für Häuser aus den 60ern, in die man dann noch 100000 Euro reinstecken muss, um irgendwie so halbwegs eine angenehme Wohnatmosphäre zu schaffen, Mondpreise verlangt und sogar bezahlt werden.

Selber zu bauen war die erste Option, die uns aber schnell genommen wurde. Es gibt hier und auch in den nächsten Jahren kein Bauland für Einfamilienhäuser. Wegziehen war keine große Option, die Kinder sind gerade in Schule und Kindergarten angekommen gewesen, großartig andere Alternativen rings um Kassel herum gibt es keine, die auch über eine entsprechende Anbindung an den Nahverkehr besitzen.

Dann haben wir drei Jahre lang mal mehr und mal weniger gesucht. Und durch Zufall haben wir vor etwas über einem Jahr erfahren, dass ein Haus verkauft werden soll, dass wir vom Vorbeifahren kannten. Den Verkäufer kontaktiert, den wir damit etwas überrumpelten, da er erst den Gedanken gefasst hatte, das Objekt bald zu veräußern. Termin ausgemacht, hingefahren und schon nach dem Eintreten ins Haus (wir standen gerade mal im Eingangsbereich zur Treppe) haben wir uns angeschaut und wussten beide, dass das unser Haus werden muss.

Es war dann recht schnell klar, dass wir das Haus auch bekommen werden. Termine bei der Bank unseres Vertrauens, Kreditrahmen und Möglichkeiten abgecheckt, tausend Formulare ausgefüllt, dies und das geklärt, den Unsinn von Notaren bis heute nicht so ganz verstanden hatten wir nach einem zähen dreiviertel Jahr (okay, die Vormieter durften auch so lange darin bleiben, weil sie sich erstmal ein neues Zuhause suchen mussten) endlich die Schlüssel in der Hand.

Nach einem halben Jahr gemütlichen Renovierens (wir hatten uns echt keinen Stress damit gemacht) sind wir letztes Wochenende umgezogen. Und es fühlt sich verdammt gut an, Spießer zu sein.

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Ich habe es mal wieder getan

Vor sieben Monaten war ich das letzte Mal laufen. Heute habe ich dann einfach die Schuhe angezogen und bin losgelaufen. Und es ging besser als gedacht. Nicht nur mein Schnitt lag deutlich unter meinen Erwartungen, auch meine Kondition hat mich gar nicht so im Stich gelassen.

Klar ist mir nur, dass ich mein Ziel, einen Halbmarathon zu laufen sehr wahrscheinlich nie erreichen werde beziehungsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht in Angriff nehmen sollte. Beim Laufen habe ich bisher gemerkt, dass zwischen 10 und 12 Kilometern irgend so eine Grenze für mich liegt. Ab dann wird es sehr anstrengend und da ich meinen Puls einfach nicht herunterbekomme oder besser gesagt einfach nicht steuern kann, wäre es eine zu große Belastung in naher Zukunft einundzwanzig Kilometer im Laufschritt hinter mich zu lassen.
Mein Puls bewegt sich immer zwischen 160 und 190 Schlägen. Darunter geht er nie. Egal wie schnell oder langsam ich laufe. Das ist jetzt keine große Belastung für mich. Minuten nach einem Lauf ist er wieder runter und ich habe auch keine Kopfschmerzen oder ähnliches nach solch einer Anstrengung. Aber gesund ist das bestimmt nicht.

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TYPO3 8 unter Mac OS X anschauen

Was das beste Content Management System der Welt ist, ist ja unumstritten: TYPO3.
Die Weiterentwicklung hat in den letzten zwei Jahren subjektiv gefühlt merklich angezogen und ich finde, der Kern des Systems geht in die richtige Richtung. Version 8 setzt nun PHP7 voraus, was vollkommen in Ordnung geht, sieht man sich die Release-Zyklen und vor allem den Endpunkt des Supports von 5.5/5.6. Lustig an der Stelle ist, dass PHP auch wie TYPO3 seinerzeit eine komplette Versionsnummer aus ähnlichen Gründen unter den Tisch fallen lässt. Nämlich die Version 6, TYPO3 hat damals Version 5 (Codename Phoenix) begraben.

Mit Mac OS X 10.11 wird auch nur ein PHP 5.5 ausgeliefert, was leider dazu führt, dass composer keine Installation des dev-masters von TYPO3 ausführen möchte. Man muss also erstmal mit

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curl -s http://php-osx.liip.ch/install.sh | bash -s 7.0

und

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export PATH=/usr/local/php5/bin:$PATH

dafür sorgen, dass die Kommandozeile php in Version 7 ausführt. Die Liip AG aus der schönen Schweiz stellt ganz einfach einen Packager für die Installation bereit, dem ich einfach mal blind vertraut habe, keinen Schindluder zu betreiben. Ich weiß, das ist ziemlich sorglos, aber heute ist Montag.

Danach kann man sich mit composer und

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composer create-project typo3/cms-base-distribution VERZEICHNISZUMPROJEKT dev-master

den aktuellen Master-Zweig installieren. Im Apache (oder Webserver seiner Wahl) den Host auf das Unterverzeichnis web zeigen lassen und schon kann es mit der Installation losgehen.

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Waffeln gehen immer

Es folgt das weltbeste Rezept für Waffeln. Denn Waffeln gehen immer. Punkt.

250 g Zucker
250 g zimmerwarme Butter
5-6 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
500 g Mehl
200-300 ml Milch
1/2 Päckchen Backpulver

Wer noch nie Waffeln gemacht haben sollte (Blasphemie!), dem sei folgende Reihenfolge im Zusammenmixen der Zutaten geraten: Zucker, Butter, Eier und Vanillezucker auf hoher Stufe mixen bis es fast schaumig ist, Mehl mit Backpulver vermengen und dazugeben, mixen und mit Milch „auffüllen“ bis eine cremige Substanz entstanden ist.

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Den Metal Hammer habe ich das letzte Mal vor bestimmt achtzehn Jahren in der Hand gehabt. Und seitdem Print tot ist, muss sich auch das größte Metal-Magazin in Deutschland nach Alternativen umschauen und hat unter anderem YouTube für sich entdeckt. Auf dem Kanal der Aachener Band Start A Revolution präsentiert Metal Hammer deren Tour im Jahr 2014 durch Russland in einer Video-Doku.

In dieser begleitet man die Band auf ihrem zweiwöchigen Trip und darf hautnah dabei sein, wie es in einem doch recht unbekannten Land ist, als Post-Hardcore-Kombo seine Musik zu präsentieren. Zur Zeit sind drei von neun Episoden veröffentlicht und so hat man einen schönen Einblick in den Start der Tour und darf die ersten Hindernisse begleiten. Das mit dem Essensautomaten im Hostel fand ich echt schlimm. Grausam.

Eins fehlt mir nur leider ganz schön in der Doku: die Musik. Seien es Mitschnitte der Konzerte, um die Stimmung aufzufangen, um die es schließlich geht oder auch einfach so in Überblendungen oder so. Schade, denn so tritt ein, beziehungsweise der Aspekt in den Hintergrund, um den es eigentlich geht: Mucke!

Start A Revolution feiert dieses Jahr zufälligerweise ihr zehnjähriges Bestehen und bringen dann auch noch irgendwann dieses Jahr ihr neues Album heraus. Ein Grund mehr zu Feiern und vielleicht für alle anderen, eine „neue“ Band zu entdecken.

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Böse Menschen hören keine Musik?

Dem Titel frei nach Johann Gottfried Seume („… böse Menschen haben keine Lieder.“) werfe ich mal in den Raum, was mich schon seit jeher beschäftigt: warum haben manche Menschen eigentlich keinen Musikgeschmack?
Also so wirklich gar keinen? Damit meine ich die vielen Leute, die ich kenne, die die großen Radiosender hören und wenn man sie nach ihren Lieblingsliedern fragt, die Antwort bekommt: „Was halt so gerade läuft und aktuell ist.“ Mit der Frage nach Künstlern, die sie irgendwie beeinflusst haben, können sie rein gar nichts anfangen.

Und da spielt es für mich keine Rolle, ob sie wie ich eher der gitarrenlastigen Musik etwas abgewinnen können oder auf volkstümlichen Schlager stehen. Wenn sie mir wenigstens erklären könnten, warum sie Helene Fischer oder ähnliches toll finden oder was Songs von Justin Bieber so unglaublich macht. Und so Leute kenne ich einige. Gottseidank sind sie eine Minderheit, aber verstehen kann ich sie nicht. Das liegt vielleicht, nein, sogar bestimmt an mir.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bewusst Musik höre. Und das schon immer. Naja, jedenfalls seit ich so ungefähr 11/12 Jahre alt bin, vorher habe ich durch meine Eltern Musik mitgehört, mich aber nicht sonderlich damit identifiziert.

Damals fing es mit Toten Hosen, Ärzte, Bon Jovi, den Scorpions und so weiter an. Und ging mit zahlreichen anderen Bands und Musikrichtungen weiter. Und es hört nicht auf. In letzter Zeit sehe ich nur mit einem weinenden Auge, dass es für mich immer schwerer wird, neue Bands kennenzulernen. Früher stand ich nach der Schule stundenlang im CD-Laden meines Vertrauens, in dem man die CDs an Stationen vor dem Kauf anhören konnte. In Booklets widmeten die Künstler ganze Seiten ihren Vorbildern, Einflüssen und befreundeten Bands. Und auch Zeitschriften wie der Metal Hammer haben meinen Horizont an Musik erweitert. Aber vor allem waren es Freunde, die einem erzählten, dass sie sich die oder diese CD gekauft haben und das wäre der heißeste Scheiss seit dem das erste Mal jemand auf die Idee kam, bewusst Klänge zu produzieren.

Und heutzutage kauft man keine physikalischen Tonträger mehr. Weil es einem so einfach gemacht wird, iTunes oder was anderes anzuschmeissen, seine Kreditkarte zu hinterlegen und auf die ewig großen Musikkataloge der großen Majorlabels zuzugreifen. Seit neuestem werden Songs auch nur noch gestreamt, weil der Kauf des Albums noch zwei-drei Klicks mehr bedeuten würden. Booklets im PDF-Format gibt es auch nicht mehr, die Seiten in den jeweiligen Stores zu den Künstlern mit ihren Biographien wirken auch lieblos dahin geklatscht und vor allem Apple schafft es nicht, ihren „Ähnliche Künstler“-Bereich per Algorithmus mit mehr als sechs Künstlern anzureichern. Das sorgt dafür, dass man nach zwei Klicks auf ähnliche Bands fast die gleichen Listen präsentiert bekommt und dadurch kaum die Möglichkeit hat, neue und vor allem einem unbekannte Künstler kennenzulernen.

Am Anfang von Apple Music fand ich die Wiedergabelisten, die angeblich von einer Horde Musikjournalisten erstellt werden, super. Nach ein paar Wochen merkte ich aber, dass die Divergenz („Er hat ein Fremdwort verwendet!“) derselbigen ziemlich gering ist.

Was also nun? Musik wieder auf CD gepresst kaufen, gezwungen sein, sich wieder mit Encodieren zu beschäftigen? Wieder anfangen, Musikzeitschriften/-portale zu lesen? Seinen Freundeskreis austauschen, weil er sich auch künstlerisch nicht weiterentwickelt?

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Werden Journalisten eigentlich wirklich so schlecht bezahlt, wie es immer heißt? Ich erinnere mich, dass es in meiner Jugend in den Neunzigern auch schon ein Schreckgespenst war, für eine Zeitung zu arbeiten und mit einem Pfennig-Betrag für jede geschriebene Zeile abgespeist zu werden. Abgesehen davon, dass man an dieser Form der Bezahlung merkt, dass es scheinbar nur sekundär um den Inhalt geht und in erster Linie, dass das Geschriebene in das Raster passt, stellt sich mir gerade die Frage, ob Journalisten immer mehr vergessen, was ihr Werk verbessern würde: das in Zusammenhang stellen von Vorkommnissen in den großen Zusamenhang. Das Anfüttern von Informationen mit Hintergrundwissen.

Ich habe gerade auf Spiegel Online folgenden Artikel gelesen: Mehr als 450 Haftbefehle gegen rechte Straftäter nicht vollstreckt
Und bin jetzt bis auf die Information, dass es in den letzten Jahren immer mehr rechte Straftäter gibt, keinen Deut schlauer als vorher. Und mit dem Fakt, dass soundsoviele Haftbefehle nicht vollstreckt werden bringt mir gar nichts, weil ich gar nicht weiss, ob das jetzt wirklich so viel ist und wie die Zahl im Vergleich zum Beispiel mit linksextremen Straftaten steht. Oder anderen Straftaten in vergleichbaren Sektoren. 

Der Redakteur hat im letzten Abschnitt versucht, den Artikel noch mit Daten aus der Kriminalstatistik aufzuwerten, aber hat vergessen, die eigentliche Info mit einzubeziehen. Und das fällt mir immer mehr auf. Dass eine Pressemeldung aus dem Ticker vielleicht ein bisschen umgeschrieben wird, aber so schnell wie möglich auf das Onlineportal gestellt werden muss. Weil alle das so machen.

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Scheiss auf Vorsätze

So beschissen 2015 geendet hat, kann 2016 einfach nur besser werden. Von daher habe ich zwar ganz kurz darüber nachgedacht, mir mal ausnahmsweise Vorsätze vorzunehmen, von denen ich weiß, dass ihre durchschnittliche Lebensdauer in etwa drei Tage beträgt, um den Gedanken gleich wieder fallenzulassen.

Trotzdem nehme ich mir vor, mehr hier auf dem Blog zu machen, mich darüber zu freuen, mit meiner Familie in unser eigenes kleines Haus zu ziehen (sofern es zu keinen weiteren Komplikationen und Verzögerungen kommt), mich mehr zu entspannen bzw. erstmal zu lernen, was das überhaupt ist und vor allem eins: mehr Gitarre spielen!
Denn was ich mal wieder lernen durfte, ist, dass wir alle mal klein angefangen haben. In dem Sinne: ein frohes Neues!

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Läuft ein Wolf durch New York

Meine PS Vita habe ich in letzter Zeit etwas vernachlässigt, da ich sowieso im Moment viel zu wenig Zeit zum Zocken habe. Dafür habe ich mir vorgenommen, jetzt jedes Spiel, dass ich anfange oder angefangen habe und das es schafft, mich zu fesseln, durchspielen werde. Egal, wie lange es dauert. Zur Zeit wären das Divinity Original Sin: Enhanced Edition auf der PS4 und seit Anfang der Woche The Wolf Among Us. Das man die Anfangsbuchstaben eines Titels durchgehend groß schreibt, kenne ich eigentlich nur aus den Anfängen von Napster und habe es damals auf die Unfähigkeit der Menschheit eine andere Sprache zu beherrschen geschoben. Bei The Wolf Among Us schreibt aber selbst der Entwickler/Publisher Telltale Games es so. Naja, egal…

The Wolf Among Us ist ein Adventure mit einer recht einfachen Spielmechanik, die aber durch einen kleinen Kniff zu fesseln weiß. Angeblich haben diverse Entscheidungen im Spiel Einfluß auf den weiteren Verlauf des selbigen. Ansonsten besucht man wie in jedem anderen Adventure auch Orte, redet mit Personen und füllt sein Inventar mit diversen Dingen, die einem vielleicht der Lösung des Spiels näher bringen. Die Grundgeschichte und das Setting basieren auf der Comic-Vorlage Fables. Das Ganze wurde dann auch im Comic-Stil liebevoll animiert (okay, auf der Vita ruckelt es an der ein oder anderen Stelle, was ich aber nicht sonderlich schlimm finde) und mit einer wundervollen Soundkulisse und Musik untermalt.

Ich bin zwar erst im letzten Abschnitt der ersten von fünf Episoden, aber durch den Kniff mit den Entscheidungen habe ich das Gefühl dann doch mehr zu spielen und nicht nur dämlich an jedem Ort jeden möglichen Hotspot zu untersuchen, zu interagieren und darauf hin den nächsten Ort zu besuchen. Ansonsten ist die eigentliche Spielmechanik aber leider nur das Durchklicken von Quicktime-Events. Was aber zur Unterhaltung und zum entspannenden Spiel am Abend gar nicht schlecht ist.

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Nutella tötet

Ich find ja reißerische Überschriften, die mit dem Resümee eines Artikels wenig zu tun haben, sollten verboten werden. Das war eigentlich das Einzige, was ich heute morgen beim Lesen des Artikels in der Online-Ausgabe des Münchner Merkur an Wissenswertem mitgenommen habe.

In dem Artikel ging es laut Überschrift darum, dass das ZDF angeblich aufgedeckt haben soll, wie gefährlich Nutella sein soll. Im Anreißer wurde dann noch einmal gesagt, dass die „Schokocreme großen Schaden im menschlichen Körper anrichten“ kann. Im Artikel selber wird dann die Zusammensetzung von Nutella analysiert und man kommt neben dem hohen Anteil von Zucker auf Palmöl zu sprechen, dass als billiges Fett verwendet wird. Das man Palmöl nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht, verwenden sollte, ist aber gar nichts Neues, sondern wird seit Jahren kommuniziert und sogar schon im Jahr 2009 vom Bundesinstitut für Risikobewertung in einer FAQ veröffentlicht.

Ich frage mich ja an der Stelle, warum der Redakteur nicht in der Lage war, auf die Sendung zu verlinken (sprich eine Quelle anzugeben) und den Artikel mit zehn Minuten Recherche auf die schon seit Jahren bekannten wissenschaftlichen Ergebnisse anzureichern?

Das verwendete Palmöl in Nutella spaltet sich also im Verdauungstrakt unter anderem zu Glycidol auf, das karzinogen ist. So weit, so schlecht. Denn Palmöl ist mit  Drittel des weltweiten Verbrauchs an Pflanzenölen das meist verwendeste. Es gibt aber auch Alternativen für fast alle Produkte, die Palmöl verwenden. Ob die jetzt im Fall von Nutella schmecken, kann ich nicht sagen. Ich bin seit meiner Kindheit auf diesen Geschmack geeicht und ich finde jegliche andere Schokocreme einfach nur ekelhaft.

Und natürlich könnte ich jetzt auch meine Krebserkrankung auf Palmöle in der Nahrung schieben. Es weiß aber keiner, was jetzt ein paar Zellen veranlasst hat, verrückt zu spielen und eine Invasion in meinem Körper auszulösen. Sich darüber im Nachhinein verrückt zu machen, lohnt nicht. Ich habe durch die Krankheit und vor allem die Chemotherapie eins gelernt: unser Leben ist zu kurz, um sich über alles Sorgen zu machen und sich über jeden Scheiss aufzuregen. Viel zu kurz.

Zur Zeit liegt der Freund einer Freundin in den USA im Krankenhaus und ringt mit dem Tod. Er wurde von einem Motorradfahrer an einer Ampel umgenietet, als er diese Abends mit einer Kollegin überquert hat. Sie ist noch an der Unfallstelle gestorben und sein Körper ist so kaputt, dass bis jetzt kein Arzt eine Prognose geben kann, ob er es schafft. Der Unfall war vor drei Wochen. Der Fahrer ist auch schwer verletzt, wird es aber schaffen. Auf ihn wartet aber schon der Sheriff und wahrscheinlich eine jahrelange Gefängnisstrafe. Nur weil er sich entweder aus Zeitmangel oder einfach aus Leichtsinn an den wartenden Autos vorbeigeschlängelt, im letzten Moment zu viel Gas gegeben und nicht aufgepasst hat. Drei Leben zerstört.

Worauf ich hinaus möchte: klar macht es Sinn, aufzupassen und Risiken zu minimieren. Aber man kann nicht alles wissen. Und ahnen. Und sollte sein Leben lieber genießen, als sich dauernd Sorgen zu machen. Das kann nämlich auch Krankheiten und sogar Krebs auslösen. Nachgewiesenermaßen.

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