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High fidelity

Ich bin ja künstlerisch nicht sonderlich bewandert. Mit Gemälden kann ich nicht viel anfangen und frage mich jedes Mal, warum man soviel Geld für ein bemaltes Stück Leinwand ausgeben sollte. Filme schaue ich mir gerne an, bin aber von einem Cineasten soweit entfernt, wie ein Murmeltier vom Moshpit eines "Heavy Metal"-Konzerts. Seit meiner Kindheit begleiten...

Langeweile im Bunker

Das Bunker-Aufbau-Spiel Fallout Shelter gibt es nun seit ein paar Wochen und leider hat sich meine Vermutung bewahrheitet, dass es ziemlich schnell langweilig wird. Pluspunkt für das Spiel ist, dass es kostenlos ist und ich bis jetzt auch nicht in die Versuchung gekommen bin, mir im Ingame-Store Zusatzpakete zu kaufen. Man bekommt auch durch Belohnungen...

Fünfmal habe ich diesen Text jetzt schon angefangen. Ich komme immer wieder an den Punkt, an dem ich ausfallend werde und dann lieber wieder von vorne anfange. Weil ich es einfach nicht mehr verstehe. Es mag nicht in meinen Kopf, warum unsere Gesellschaft in den letzten Jahren so eine enorme Radikalisierung erfahren hat. In jeglicher Thematik. Rechte Spinner, Verschwörungstheoriefanatiker, Lifestyle-Faschisten und so weiter und so fort. Jeder vertritt vehement seine Meinung und lässt sich gar nicht auf sein Gegenüber ein. Was ja eigentlich in einer Demokratie gut ist. Dass man seine Meinung äußern kann, Gleichgesinnte findet und mit ihnen unsere Gesellschaft eventuell beeinflussen und weiterentwickeln kann.

Leider hat aber das Internet irgendwie dazu beigetragen, dass viele glauben, anderen ihre Meinung aufzwingen zu können. Sogar zu müssen. Weil man ja selber auf dem richtigen Weg ist und den Rest der Gesellschaft dazu bekehren muss, genau diesen Weg einzuschlagen. Sonst geht die Welt unter. Vielleicht. Aufgrund der Medienpräsenz um die aktuelle Flüchtlingswelle sieht man sogar, dass es einige gar nicht mehr stört, ihre Meinung in Kameras zu brüllen. Auch wenn diese Meinung gegen unser Grundgesetz verstößt.

Vielleicht kommt es mir auch nur so vor. So wie ich es verstärkt beobachte, dass keiner mehr sich was sagen lässt und sich noch nicht einmal mit den Argumenten der Gegenseite befasst. Vielleicht hat das was mit den Talk-Shows der Privatsender Anfang der Neunziger zu tun, in denen sich herauskristallisiert hat, dass man auf Gegenargumente am Besten mit „Guck dich doch mal selber an. Bist selber hässlich!“ antworten sollte.
Geht das nur mir so?

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Fuck cancer!

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High fidelity

Ich bin ja künstlerisch nicht sonderlich bewandert. Mit Gemälden kann ich nicht viel anfangen und frage mich jedes Mal, warum man soviel Geld für ein bemaltes Stück Leinwand ausgeben sollte. Filme schaue ich mir gerne an, bin aber von einem Cineasten soweit entfernt, wie ein Murmeltier vom Moshpit eines „Heavy Metal“-Konzerts. Seit meiner Kindheit begleiten mich aber zwei Dinge: Computerspiele und Musik.

Was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist, wenn jemand keine Vorlieben in Sachen Musik hat. Wenn jemand auf die Frage „Was hörst du denn so?“ lapidar antwortet „So dies und das. Meistens Radio.“. Damit komme ich gar nicht klar und kann mir das auch nicht vorstellen. Wie man so ohne sein Leben begleitende Musik meistern kann. Seitdem ich neun oder zehn Jahre alt bin höre ich Musik. Aktiv. Nicht, dass ich jetzt ein wandelndes Lexikon bin und mit Fachwissen glänzen kann. Von vielen Bands, die ich höre, kann ich noch nicht mal die vollen Namen der Bandmitglieder aufsagen, noch weiß ich, wie, wann und unter welchen Umständen welches Album das Licht der Welt erblickt hat. Aber mit jeder Band verbinde ich einen Teil meines Lebens.

Warum ich das hier überhaupt schreibe? Weil ich seit Jahren vorhabe, so eine Art Historie meines Lebens in Form der Musik, die ich damals gehört habe, aufzuschreiben. So wie John Cusack im Film High Fidelity. Auch so ein Film, den man gesehen haben muss. Nicht in der Form, dass man seine Top Ten findet. Das könnte ich nämlich gar nicht. Das habe ich schon versucht und immer, wenn ich dachte, dass es genau das Stück ist, habe ich nachgedacht und bääm kam mir ein anderes Lied in das Gedächtnis geschossen, das mit mehr Emotionen verbunden ist.
Ich dachte da wirklich an eine Historie in der Art 1987, so in der dritten Klasse müsste das gewesen sein, habe ich das gehört, 1988 dann das und wo weiter. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass das Wiederentdecken von Musik ziemlich langwierig werden kann. Da hört man ein Lied, schiebt das in die entsprechende Liste und hört sich dann die ganze Platte von vorne bis hinten durch. Dann noch die anderen Alben der Band und schwups ist der Abend um. Und man ist genau zwei Lieder weiter in seinem Vorhaben gekommen. Bei fast dreißig Jahren Musikhören wird das also noch lange dauern.

Fange ich also mal an.

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Langeweile im Bunker

Das Bunker-Aufbau-Spiel Fallout Shelter gibt es nun seit ein paar Wochen und leider hat sich meine Vermutung bewahrheitet, dass es ziemlich schnell langweilig wird. Pluspunkt für das Spiel ist, dass es kostenlos ist und ich bis jetzt auch nicht in die Versuchung gekommen bin, mir im Ingame-Store Zusatzpakete zu kaufen. Man bekommt auch durch Belohnungen in den Genuss der Pakete und der Inhalt derselben ist bis auf neue Bewohner relativ enttäuschend. Ich würde mich in den Hintern beissen, wenn ich für ein wenig Energie oder 200 Kronkorken (die Ingame-Währung) echtes Geld ausgeben würde.

Ich bin, gemessen an den freischaltbaren Raumeinheiten, recht weit, mir fehlen nur noch die Wasseraufbereitung und der Nuka-Cola-Abfüller und es macht sich so langsam große Langeweile breit. Dem Spiel fehlen meiner Meinung nach weiterführende Spielmechaniken. Mehr als Personen in den diversen Fähigkeiten ausbilden, was durch Zuweisen entsprechender Räume funktioniert und dem Gewinnen von Ressourcen, was durch Zuweisen von Leuten auf die entsprechenden Räume passiert und dem Gebären von Nachwuchs, was durch Zuweisen von Männern und Frauen auf den entsprechenden Raum… Argh, genau: es gibt nur eine Mechanik im Spiel: das Rumschubsen von Personen. Selbst, wenn ein Raider-Angriff oder ein anderes „Unglück“ stattfindet, ist es nur ein Zuweisen von Leuten mit entsprechende Rüstung und Waffen.

Klar, das Spiel kostet keinen Cent und von daher darf man ja auch nichts erwarten, aber wäre das Setting nicht, würde das Spiel wahrscheinlich niemand spielen. Das postapokalyptische Grundgerüst im Fallout-Universum ist auch für mich der einzige Grund, die App überhaupt noch zu starten.

Dabei gibt das Leben im Vault in den bestehenden Spielen (vor allem die erste Stunde in Fallout 3) mehr her. Hier könnten ganz viele Mini-Spiele integriert werden. Ich möchte ja nicht gleich eine Warenwirtschafts- bzw. im Fall der Vault eher eine Warenkreislaufsimulation für lau haben, aber ein klein wenig mehr Spieltiefe („Jehova, er hat Spieltiefe geschrieben!“) täte dem ganzen sicherlich nicht schlecht.

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Unfuckingtrackbar

Gerade eben hat der Twitter-Account von netzpolitik den Tweet des AkkuratenWiderstands retweetet, der auf eine Aktion namens FakeDataDay hinweist. Diese Aktion soll dienen, „falsche“ Spuren im Netz zu legen. Man soll fehlerhafte Informationen in seinen sozialen Netzwerken posten, um die Auswertungsalgorithmen durcheinanderzubringen und sich dadurch „unschärfer“ machen. Natürlich am Besten mit einem vom Initiator gewählten Hashtag und am Liebsten noch mit einem Link zur Aktion.

Vielleicht mag die Intention wirklich sein, die unbedarfte und noch nicht aufgeklärte Masse aufzuwecken und der Problematik des Umgangs mit den eigenen Daten und dem Thema Datensparsamkeit näher zu bringen. Nur erschliesst sich mir das Ganze einfach nicht und ich halte die ganze Aktion für Linkbait bzw. Erhaschen von Aufmerksamkeit. Wenn ich selber die Intention habe, andere Leute über eine Problematik (und die streite ich gar nicht ab) aufzuklären, dann sollte ich doch nicht die gleichen Systematiken benutzen, die ich anprangere, oder sehe ich das falsch? Angefangen von der Umsetzung des Blogs (WordPress, Akismet, Einbindung von Google-Webfonts, Mailchimp als Newslettersystem) bis hin zu dem recht komischen Daten-Ausspäh-Beispiels der Mitinitiatorin, in dem sie die Befürchtung hat, dass die Mitbewerber ihre Unternehmenskommunikation ausspähen könnte, kann ich die Idee hinter der Aktion zwar nachvollziehen, die Umsetzung halte ich aber für hundsmiserabel.

Ich finde es auch bedenklich, was man mit persönlichen Daten anstellen kann. Und ich finde auch, dass der 0815-Benutzer des Internets eine gehörige Portion Aufklärung nötig hat, um nur in Ansätzen zu verstehen, dass sein Verhalten Folgen haben kann. Aber auf der anderen Seite kann ich auch verstehen, dass der normale Benutzer von sozialen Netzwerken gar keine Lust hat, sich damit zu beschäftigen. Er sieht nur den Nutzen, den er aus der Funktionalität ziehen kann und verfällt meistens in die Argumentation, dass es ihm egal ist, was mit seinen Daten passiert, weil er ja sowieso nichts zu Verstecken hat. Sollen die da oben nur mal machen!

Wie gerne würde ich mit meinen „normalen“ Freunden verschlüsselt kommunizieren. Und den ein oder anderen kann man sogar mit der Idee anfreunden. Nur, wenn man dann auf die Umsetzung zu sprechen kommt und ihnen erklären muss, dass das Verschlüsseln diverse Unannehmlichkeiten mit sich bringt, springen alle wieder ab. Was ich auch verstehen kann. Es ist vom gefühlten Kosten-/Nutzen-Faktor zu mühselig, seine Kommunikation zu verschlüsseln oder auf seine Daten besser aufzupassen. Und genau hier müsste man ansetzen und nicht mit so einer Linkbait-Aktion wie dem FakeDataDay.

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Alte Dinge. Gut abgehangen. II

Das Politische lassen wir mal außen vor, sonst würde ich mich in Rage reden. Vielleicht ein anderes Mal. Von daher gibt es heute das abgehangene der letzten Tage im weichgespülten Themenmix.

Musikstreaming ist und bleibt scheisse

So ganz vereinfachen lässt sich das leider nicht: ich möchte Spotify nicht mehr missen, aber das hat eigentlich nur den Grund des großen Musikkatalogs und dass ich Spotify eher zum Stöbern nach Musik benutze. Wenn ich dann mal einen Künstler/Band entdeckt habe, kaufe ich mir meistens das Album per iTunes, um ein wenig dafür zu sorgen, dass mehr Geld für den Künstler für seine Arbeit bei ihm landet. Und auch, weil die ganze Musik weg wäre, wenn ich mich mal wirklich dazu aufraffen würde, das Abo zu kündigen. Valentina hat sich ein paar Gedanken zum Geschäfts- und Vergütungsmodell gemacht.

Heute schon gespawnt?

Dom siniert über das Leben nach dem virtuellen Tod. Ich bin ja selber so einer, der ziemlich oft das Gamepad in die Ecke schmeisst, wenn ich den Pixeltod sterbe und damit aus der Geschichte geworfen werde. Ich habe dann meistens keine Lust mehr, an einem entfernten Speicherpunkt die letzten Minuten nachzuholen und beende das Spiel. Außer natürlich Roguelike-Dungeon-Crawler bei denen das Ableben des Charakters zum Spielablauf dazu gehört, um weiterzukommen.

Spieleklassiker im neuen Gewand

Noch ein Text von Dom, der die Bethesda-Pressekonferenz auf der diesjährigen E3 verfolgt hat und die bald erscheinenden Neuauflagen von Doom, Dishonored und Fallout kommentiert. Ich habe ja auch ein wenig Angst, dass Bethesda sich an den letzten Spielen von Ubisoft orientieren könnte. Far Cry 4 und Watch Dogs habe ich zwar auch gespielt, aber eigentlich waren beide Spiele großer Mist, wenn man sich das große Ganze anschaut. Die Geschichte beider Spiele wird komplett von den repetitiven Spielmechaniken in der Open World zunichte gemacht. Und leider muss man einen großen Teil der Minispiele spielen, damit sein Charakter stark genug für die Hauptmissionen ist.

Philae is back!

Ich würde gerne manchmal in der Zeit zurückreisen und bestimmten historischen Ereignissen beizuwohnen. Die Mondlandung ist eins davon, dass so imposant und unvorstellbar ist, dass man sich, ohne dabei gewesen zu sein, die damalige Stimmung gar nicht vorstellen kann. Die Landung auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko (ja, die genaue Schreibweise musste ich googlen) mittels der Sonde Rosetta und dem Lander Philae ist in meinen Augen auch so ein verdammt krasses Ding der Wissenschaft. Da fliegt man jahrelang mit einer deaktivierten Sonde durchs Weltall, benutzt Planeten um Geschwindigkeit und die korrekte Richtung zum Kometen zu erlangen und ist dann sogar in der Lage, eine Umlaufbahn um selben einzunehmen und einen kleinen Roboter auf die Oberfläche zu schubsen. Der Lander konnte sich leider nicht wie geplant auf der Oberfläche verankert werden und landete schließlich (vermutlich) in einer Senke, in der er zu wenig Sonnenlicht zum Aufladen seiner Batterien bekam. Nach noch nicht einmal 60 Stunden waren die Batterien alle, aber mittlerweile hat sich der Komet der Sonne soweit genähert, dass der Lander wieder genug Saft hat. He is alive!

Der neue, heiße Scheiss im Webdesign

Ein Artikel, der sich mit Flat/Material Design, Scrolling/Gestures, Animationen und dem hoffentlich kommenden Trend und Implementierung von Vektorgraphiken in die Browser beschäftigt. Ganz nett zu lesen und auch nur ein Überblick, dem man Projektverantwortlichen zum Lesen in die Hand drücken kann. Wer Demos oder Tutorials zu den Themen sucht, ist hier leider fehl am Platz.

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Die Post-Apokalypse ruft mal wieder

In letzter Zeit sind neben Bloodborne und dem dritten Teil der Witcher-Reihe recht umfangreiche (Action-)Rollenspiele erschienen, die ich gerne spielen würde. Wenn ich Zeit hätte. Seit gestern reiht sich in diese Liste auch noch Fallout 4 ein, das auf der Bethesda-Pressekonferenz der E3 ausgiebig vorgestellt wurde.

Auf geekologie.com sind die ersten Gameplay-Videos verlinkt, die Lust nach mehr machen. Auch wenn ich leise Befürchtungen habe, dass Bethesda sich vielleicht doch zu viele Anleihen anderer erfolgreicher Spielegenres holt und eventuell ähnliche Fehler wie Ubisoft macht. Was könnte ich mich über so langweilige Spiele wie Watch Dogs oder Far Cry 4 mit ihren übervollen Karten, gespickt mit total überflüssigen, repetitiven Aufgaben, die nach dem dritten Mal schon keinen Spaß machen, aufregen.
Egal, Bethesda war bis jetzt eigentlich in der Lage, spannende Geschichten im Fallout-Universum zu erzählen und ich habe Hoffnung, dass ich vielleicht doch ab Mitte November Zeit finde, um mich in die unendlichen öden Weiten einer postatomaren Apokalypse zu stürzen.

Heute ist dann auch Fallout Shelter im AppStore erschienen, das ein Haltestellen-kompatibles „Aufbau“-Spiel ist, in dem man sich seinen eigenen Vault nach und nach aufbaut. Mehr als einen FreeToPlay-Cookie-Clicker mit einem ebenso großen Suchtpotential sollte man aber nicht erwarten. Eine großartige Geschichte wird nicht erzählt, die F2P-Komponente war aber bis jetzt überhaupt nicht aufdringlich und fast schon versteckt. Für die Straßenbahnfahrt okay, wird aber bestimmt nach ein paar Tagen langweilig.

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Die beste Band der Welt

Gestern Abend war die beste Band der Welt in Berlin: Faith no more.
Eins muss man Berlin ja als eine der hässlichsten Städte Deutschlands lassen: sie haben ziemlich nette Locations für Konzerte im Freien. Schon mehrfach war ich in der Wulheide und habe dort neben Faith no more auch schon die Red Hot Chili Peppers genossen, sowie in der Waldbühne letztes Jahr Kings of Leon. Und gestern in der Zitadelle Spandau halt wieder Faith no more und ich befürchte, dass es das letzte Mal gewesen ist, die wirklich beste Band der Welt live zu erleben. Die Jungs neben Mike Patton werden auch nicht jünger und für das letzte Album haben sie sich ganze achtzehn Jahre Zeit gelassen.

Das Konzert war der Hammer und leider viel zu schnell vorbei. Die Setlist habe ich in Spotify zusammengeklickt.

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Mond und Sterne

Gestern Abend war ich dann mal kurz im Feld. Weiterlesen

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Einmal Klassiker und zurück

Ich habe schon etliche Rollenspiele auf dem Rechner gezockt. Angefangen bei Pool of Radiance damals auf einem 286er, die ersten Umsetzungen des Schwarzen Auges, etliche Episoden der Ultima-Reihe, bis hin zur Neuzeit mit Fallout 3 und Skyrim. Nur japanischen Rollenspielen konnte ich bis jetzt nichts abgewinnen. Okay, Zelda auf der Wii, aber das zähle ich jetzt nicht unbedingt zu einem Rollenspiel, sondern eher zu den Action-Adventures.

Letztes Jahr habe ich mir dann verbilligt Final Fantasy X HD in der Remastered-Version für die PlayStation Vita geholt, kurz angespielt, aber dann wieder weggelegt, weil ich der Meinung war, das ich mir dafür eine Menge Zeit nehmen muss, die ich zu der Zeit nicht übrig hatte. Vor ein paar Wochen ist mir die Cartridge aber wieder in die Hände gefallen und wie es der Zufall so wollte, wurde ich krank.

Hah, wie damals, krank sein und Computerspiele spielen! Aber eine fette Grippe steckt man im hohen Alter nicht mehr so weg, wie mit zwölf Jahren. So jung kann man auch noch mit 39 Grad Fieber ohne Einbußen spielen. Als alter Sack aber nicht. Mir blieb nichts anderes übrig als zu warten, bis mein Geist wieder halbwegs fit war. Nach den ersten Minuten des Spielens begann ich mich aber immer mehr zu fragen, ob es mir wirklich wieder gut ging. Dämliche Dialoge, die man eigentlich gar nichts so nennen darf, weil sein Alter Ego im Spiel (Tidus) den Eindruck erweckt, geistig nicht auf der vollen Höhe zu sein. Antworten im Stil von „Häh?“ oder „Aha.“ sind am Anfang an der Tagesordnung und rissen mich nicht gerade tiefer in die Geschichte rein. Eher im Gegenteil.

Da fehlt doch was!

Minuten und Stunden später störten nicht nur die belanglosen und die Geschichte nicht erklärenden Dialoge, sondern auch die Fehler in der eigentlichen Story. Da soll man eine spätere Protagonistin (Yuna), Tochter eines hohen Mediums, der sein Leben im Kampf gegen das Böse (Sin) verlor, in einem Tempel zur Rettung eilen und nach drei Räumen und zwei Kurven kommt man in eine Halle, in der ihre Leibgarde steht. Es öffnet sich die Tür zum nächsten Raum und Yuna kommt raus und zu keinem Zeitpunkt spürt man die angebliche Gefahr, die hier angeblich wabern soll.

Und so geht es die nächsten Stunden, die ich noch ausgehalten habe, so weiter. Ich gebe es zu: ich habe es nicht allzu lange ausgehalten. Für Eingeweihte: ich habe es nur bis zum Ende des ersten Blitzball-Spiels geschafft (habe dafür sechs Stunden Spielzeit benötigt). Und ich habe mir immer gesagt: gleich packt dich die Geschichte! Gleich wird das Spielprinzip besser! Umfangreicher! Man läuft nämlich durch eine zugegeben schöne 3D-Welt. Leider immer durch einen schönen Tunnel, in dem man zwar ab und zu Abzweigungen hat, man sich aber grundsätzlich nicht verlaufen kann. Schnarch…

Elf Jahre vorher

Jahre zuvor erschien auf dem NES Final Fantasy III, das es auch in einer Remake-Version für die Vita gibt. Das hatte ich mir mal vor längerer Zeit für vier oder fünf Euro gekauft. Und auch wiedergefunden. Und ich liebe es mittlerweile! Ich habe keine Ahnung, was bei Square Enix (damals nur Square) in den Jahren zwischen den Teilen schief gelaufen ist, weil ich nur diese beiden Teile kenne, aber damals schien man noch das Erzählen von Geschichten beherrscht zu haben. Klar, wie bei jedem Fantasy-Rollenspiel geht es um den ewigen Kampf Gut gegen Böse und auch in FFIII rennt man nur von einem Ort zum anderen, um dort jenes magische Schwert und dort jene Prinzessin zu retten. Und auch die Semantik der Erzählung ist eher flach und dem System geschuldet, wie die Textausgabe damals funktioniert hat. Trotzdem bin ich gewillt, der Geschichte weiter zu folgen und muss mir nicht dauernd einreden, dass es doch irgendwann besser wird. Weil es schon gut ist. Sogar sehr gut. So. Und jetzt muss ich Luneth und seine Kumpels noch ein wenig steigern, damit ich endlich die blöde Medusa im Turm des Owen knacken kann.

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Stückchenradio

Seit fast zwei Jahren höre ich täglich Podcasts und dass, obwohl ich vor dieser Zeit nie verstanden habe, warum man sich auf diesem doch altbackenen Wege Informationen aneignen sollte. Bis ich dahinter kam, dass Podcasts eigentlich so rein gar nichts mit dem Medium Radio zu tun hat. Außer, dass das Trägermedium das gleiche ist: das gesprochene Wort.

Jagoda hat gestern sehr ausführlich eine Menge Podcasts aufgezählt, die sie so verzehrt und weiterempfehlen kann. Das möchte ich an dieser Stelle auch tun:

  • Zum täglich Brot gehört bei mir eigentlich immer Insert Moin. Ein hervorragendes Stück Arbeit über Computerspiele, die zum einen halbwegs aktuell und zum anderen Perlen sind, über die man sonst nie gestolpert wäre.
  • Ein weiterer Spielepodcast ist Indie Fresse auf Superlevel, in dem der sehr sympathische Marcus Richter diverse Gäste einlädt, um sich mit ihnen vorwiegend über (wer hätte es bei dem Titel gedacht) Indie-Spiele auszutauschen.
  • Wer wie ich als Kind in den Achtzigern und Neunzigern groß geworden ist, wird mit Stay Forever seine Lieblinge wiederentdecken können. Zwei altbekannte Redakteure der GameStar besprechen alte Hits der Spieleindustrie.
  • In die gleiche Kerbe schlägt Retrozirkel, in der sich die drei Protagonisten aber den Themen eher aus der Gamer-Ecke nähern.
  • Und als ob zwei Retro-Podcasts nicht schon genug wären, kann man sich mit ein paar mehr Meta-Gesprächen mehr als bei den beiden anderen den Spieleveteranen-Podcast reinziehen.

Hinzu kommen noch ein paar mehr Podcasts, die ich zwar abonniert habe, aber entweder nicht regelmäßig höre oder die schon lange nichts mehr veröffentlicht haben.

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Open-World ist langweilig

Ende der Neunziger waren Echtzeit-Strategiespiele wie Command & Conquer und der Beginn der Egoshooter der heisseste Scheiss bei Computerspielen, nachdem mit Rollenspielen keiner mehr hinter dem Ofen hervorgelockt werden konnte. Letztere wurden dann Mitte der 2000er in den Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPGs) versucht, zum Leben zu erwecken, was ja mit World of Warcraft auch mehr als funktioniert hat. Und jetzt sind seit ein paar Jahren sogenannte Open-World-Spiele das absolute NonPlusUltra, wenn es um Spielwelten geht.

Zwei Spiele, die ich mir unter anderem letztes Jahr gekauft habe, versuchen den Open-World-Ansatz in sich zu integrieren: „Watch Dogs“ und „The Crew“. Beide Spiele wurden von Ubisoft vertrieben, aber von unterschiedlichen Firmen entwickelt. Wer die Spiele nicht kennt: in „Watch Dogs“ schlüpft man in die Rolle eines Hackers, der den Mord an seiner Nichte rächen will. Im Spiel hat man über sein Smartphone Zugriff auf das Computernetzwerk, das die ganze Stadt umspannt und kann mit dessen Hilfe einige Dinge manipulieren (Ampelphasen umschalten, Kamerabilder abgreifen, Computer steuern usw.). In „The Crew“ will der Protagonist seinen älteren Bruder rächen, der von einer Rocker-Gang vor seinen Augen ermordet wurde. Hier stehen einem die gesamten USA zur Verfügung, die man in Autos bereisen kann.

Beide Spiele ähneln sich von der Spielweise sehr stark: man fährt auf der Karte herum und kann entweder die Hauptstory verfolgen oder unzählige Nebenquests annehmen, um seine Fähigkeiten zu verbessern. Und in beiden Spielen gibt es gefühlt für zwanzig Hauptquests zweihundert Nebenquests bzw. Aufgaben in „The Crew“. Beide Spiele haben mich nach ein paar Stunden unendlich gelangweilt. Es hat sich angefühlt, als ob Ubisoft Techdemos erstellt haben, um den relativ neuen Ansatz zu testen, in einem Spiel bei Bedarf eine Multiplayer-Komponente dazu zu schalten. Bei „Watch Dogs“ kann man von anderen Mitspielern gehackt werden bzw. auch andersherum andere Mitspieler hacken. Bei „The Crew“ kann man Aufgaben mit Hilfe seiner Crew oder auch anderen Mitspielern, die sich in der gleichen Session befinden, bestreiten, um eine höhere Punktzahl zu erreichen. Diesen Ansatz finde ich klasse und in Zukunft werden da bestimmt auch eine Menge Spiele folgen, die diese Mechanik integrieren. Aber beide Spiele sind nur eine Sammlung von vielen Minispielen, die um eine Hintergrundgeschichte gezimmert wurden, die mich nicht mitreisst. Zu keiner Zeit.

Open-World-Spiele stecken gerade meiner Meinung nach in der Bredouille, dass sie gar nicht Open-World sind, sondern nur so tun. Die Reise zu den Aufgaben in „The Crew“ ist zwar toll anzusehen. Im Auto reist man durch eine gefühlt stimmig nachgebaute Miniaturversion der USA (keine Ahnung, ich war leider noch nicht über dem Teich), wobei das Gefühl zerstört wird, wenn man sich den computergenerierten Autoverkehr ansieht. Die Autos fahren immer (!) versetzt, so dass es gar kein Problem darstellt, selbst mit 300 Km/h durch den Verkehr zu flutschen. Kreuzungen sind nie verstopft, so dass man ohne Angst vor Kollisionen zu haben, mit angezogener Handbremse abbiegen kann. Laaaaangweilig.
Ich verstehe auch nicht das Problem bei Spielen, deren Hauptmechanik darin besteht, mit einem Auto herumzufahren und Polizei-Verfolgungsjagden als Quests beinhalten, das Nicht-Einhalten der Straßenverkehrsordnung zu ahnden. Ich kann ohne Probleme mit 300 Sachen über eine rote Ampel fahren, an der gerade ein Polizei-Auto angehalten hat. Noch laaaaangweiliger.

Grand Theft Auto V habe ich aber sehr gerne gespielt und werde mir das HD-Remake für die PlayStation 4 wieder zulegen, wenn es unter 30 Euro kosten wird. Auch hier gibt es eine Menge Minispiele um die Hauptstory drumherum. Diese muss man aber zum Unterschied zu den Ubisoft-Spielen aber nicht bestreiten, um in der Geschichte weiterzukommen. Und ich glaube, hier liegt der Unterschied: Ubisoft kann keine Geschichten erzählen.

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