Beiträge aus der Kategorie: Allgemein

Alles muss raus

Im letzten Jahr, das man nicht beim Namen nennen darf, hatte ich so viel vor und echt mal wenig davon geschafft. Irgendetwas mache ich nämlich falsch (oder anders) als alle anderen, die auch im HomeOffice waren und gefühlt dauernd Freizeit hatten oder wenigstens sowas von tiefenentspannt waren, dass ich im Spätsommer mit Meditation angefangen habe, um auf das gleiche Level zu kommen. Das mit der Meditation habe ich dann schnell wieder verworfen, das klappt bei mir einfach nicht. Da muss man scheinbar genauso wie bei Homöopathie dran glauben und dafür ist mein Gehirn einfach nicht gemacht.

Zum Bloggen bin ich dann nämlich auch nicht gekommen, wie ich mir das so vorgenommen hatte. Einfach mal Texte schreiben. Für mich. Und die ins Internet stellen. Warum auch immer. Weil man das im frühen Internet auch so gemacht hat. Wo das Internet noch nicht ganz so kaputt war wie heute.

Vielleicht werde ich sogar demnächst hier eine Blogroll veröffentlichen, denn es gibt sie immer noch! Die kleine Blogosphäre und auch die Tech-Blogger. Anfangen werde ich aber mit einer Auswahl von Artikeln und Websites, die ich im letzten Jahr in Pocket abgespeichert und mit Vergessen gestraft habe. Von den knapp 300 Einträgen habe ich diese mal hier gelassen, vielleicht findet der ein oder andere ja noch was, was ihn weiterbringt.

Webdesign

TYPO3

DevOps

PHP

Programmierung allgemein

Dämmerung

Dieses Jahr kann weg. Ich denke, da wird mir jeder zustimmen. Alles, was man sich so vorgenommen hat, war für die Tonne. Egal, ob das Dinge in der Familie waren, Urlaub, Weiterbildung oder auch im Job: alles wurde durch die Pandemie gestört oder sogar komplett zunichte gemacht.

Und wenn dann noch zwei Beerdigungen unter diesen Bedingungen stattfinden müssen, wird sogar dieser Teil des "Lebens" erschwert. Mal ganz davon abgesehen, dass es vielen Begleitern dadurch unmöglich gemacht wurde, sich zu verabschieden, wie man es bisher gewohnt war.

Mir ist klar, dass das trotz allem Meckern auf hohem Niveau ist. Ich nicht in einem Kriegsgebiet, in der dritten Welt oder in anderen, mir unvorstellbaren Umständen lebe. Sondern immer noch privilegiert so mit Haus über dem Kopf, genug Geld zum Leben im Luxus und mit den Möglichkeiten, die Umstellungen, die so eine Pandemie mit sich bringt, ganz gut abzufedern.

Von daher bin ich ganz dankbar, werde auch weiterhin diverse soziale Projekte wenigstens finanziell unterstützen und auch die Arbeit im Ehrenamt weiterführen.
Und hoffen, dass wir das zusammen im nächsten Jahr gewuppt bekommen, so dass es wieder möglich wird, sein soziales Umfeld zu genießen. Sich auszutauschen. Ohne Angst zu haben, dass man angesteckt wird oder andere anstecken könnte.

Wieder was gelernt und noch mehr

Ich nehme mir ja immer wieder vor, mehr aus diesem Blog zu machen. Mich mitzuteilen und vielleicht sogar anderen Input zu geben, der sie weiterbringt. So wie anderen zigtausend Blogs und Websites, von denen ich tagtäglich lernen darf.

Die letzten Wochen habe ich während meiner Freizeit ziemlich offline verbracht. Wir haben eine neue Terrasse gebaut, was schon feststand, als wir vor ein paar Jahren in dieses Haus eingezogen sind. Damals hätte ich nur nicht gedacht, dass wir das alles alleine machen werden.

Neben dem Mauern und verputzen einer Wand (immerhin 3,5 x 2 m groß), dem Auskoffern, Schottern, Split abziehen und Plattenschneiden habe ich außerdem gelernt, dass man Handwerker einfach nichts fragen muss. Fragt man, wie man das ein oder andere machen muss, bekommt man zwei bis drei Antworten, die aber schon eine Woche später obsolet sind. Fast so wie bei Entwicklern also.

Und dann habe ich mir noch das Lösen eines Rubik´s Cube beigebracht. Den hat mein kleiner Sohn angeschleppt und wollte es eigentlich auch lernen. Da ich ihm absolut nicht helfen konnte, musste ich es mir erst einmal beibringen und kann ihn mittlerweile in knapp über 2 Minuten mit der Anfängermethode lösen. Ob ich noch andere Algorithmen lerne, um wenigstens unter einer Minute zu gelangen... Ich weiß noch nicht.

Und dann fange ich jetzt wieder für die Zertifizierung zum TYPO3 Developer (TCCD) zu lernen. Die TCCI-Zertifizierung durfte ich letzten Freitag um ein Jahr verlängern, wobei ich das Verfahren echt, na sagen wir überdenkenswürdig halte. Nur weil ich an einer Präsentation der Neuerungen von TYPO3 10 teilgenommen habe, die ich selber kurz nach Erscheinen in ähnlicher Form in meiner Abteilung abgehalten habe, habe ich zwar eine Menge an Anregungen gesammelt, beherrsche sie aber nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich ja einer der letzten war, bei dem die Zertifizierung normalerweise drei Jahre gilt, die neuen Zertifikate gelten nur noch zwei Jahre.

Für die Vorbereitung ackere ich wieder den Exam Study Guide for the Official TCCD Certification of the TYPO3 Association (https://leanpub.com/typo3certifieddeveloper-en) durch und dieses Mal habe ich mir vorgenommen, bei jedem Thema/Frage, die ich beim Lernen nicht korrekt beantworte, einen Blogpost zu schreiben, in dem ich das Thema dann aufarbeite. So von wegen, wenn man einen Spickzettel schreibt, lernt man am besten. Es werden bestimmt einige Posts werden. ;-)

Eine verrückte Zeit

Es ist schon eine komische Zeit, in der keiner wirklich sagen kann, wie es sich entwickeln wird. Alle schwimmen.
Und auch wenn die Auswirkungen schon am Horizont zu erahnen sind und sie uns alle schwer treffen werden, sind alle (TM) Menschen momentan irgendwie freundlicher zueinander. Okay, außer die Leute, denen man beim Einkaufen zu nahe kommt. Die schauen jedenfalls ziemlich böse. Oder ängstlich.

Spidergawd in Bielefeld

Es gibt Bielefeld wirklich und was ich schon immer sage: Konzerte in kleinen Clubs sind immer noch die Besten. Und das von Spidergawd in Bielefeld am vergangenen Freitag war so eins.
Durch einen Tweet von webrocker bin ich auf ein Video von Spidergawd gestoßen, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Ein bißchen was von Wüstenrock á la Kyuss, ein wahnsinnigen Schlagzeuger und ein Alt-Saxophon. Was für eine Kombination!

Das Ganze erinnert mich an damals, als ich Dog Eat Dog entdeckt habe und auch schon immer der festen Meinung bin, dass Metal/Rock und Saxophon eine sehr gute und viel zu seltene Kombination ist. Und so ein Alt-Saxophon hat noch eine viel größere Klangbreite (von Schiffshorn bis ganz nach oben), was das Ganze noch spannender zu hören macht. Die Norweger haben knapp zwei Stunden eine Menge Spielpaß gezeigt und das leider doch recht träge Publikum auf ihre Seite gezogen. Hervorragend. Und ihr hört jetzt einfach mein Lieblingslied. Tausend Mal. Und danach kauft ihr alle Platten von ihnen, ja? Danke.

Pistenmusik

Ich höre Musik beim Snowboarden. Ja, ich weiß, ist genauso dämlich wie beim Fahrradfahren Musik zu hören, so von wegen Pistenraupen hinter Kuppen schon vorher hören oder die Kantenkratzer a la Möchtegern-Carver, die unerwartet von der Seite kommen und ihr Sportgerät nicht unter Kontrolle haben. Aber irgendwie geht es nicht ohne und jedes Jahr habe ich eine Playlist, die zumeist aus Up-tempo-Nummern der Sparten New York Hardcore, Skatepunk und Metal besteht.

Dieses Jahr wird wahrscheinlich ein Lied öfter auf den Ohren sein: "Is this love..?" von Spidergawd. @webrocker hat dieses Lied in einem Tweet erwähnt und seitdem laufen die Alben der norwegischen Band bei mir hoch und runter. Nicht nur, dass das Gitarrenbrett mit Unterstützung des Alt(?)-Saxophons an Kyuss erinnert, sondern auch das druckvolle Drumset lassen mir den Puls auf 250 gehen. Wie der Kerl über die Hi-Toms, TomToms und Floor Toms reitet ist der Hammer! Anhören und verlieben: "Is this love..?" auf YouTube.

So geht es nicht weiter

Die letzten Tage in Griechenland, das Betrachten der täglichen News aus der "sicheren" Entfernung, das nur leichte Überfliegen der Nachrichten meiner Filterbubble und das Konzentrieren auf die wesentlichen Dinge (nämlich Entspannung und Zeit mit der Familie) haben mich ziemlich nachdenklich gemacht.

Es war mein erster Besuch von Griechenland und leider ein wenig zu touristisch geprägt. Etwas über eine Stunde nach Süden von Thessaloniki entfernt, gab es wenig Möglichkeiten mehr über dieses Land zu erfahren. Kulturell war dort echt tote Hose, alles war nur auf den Tourismus ausgelegt. Das wenige, was man über Griechenland erfahren konnte, war, dass es den Griechen echt nicht so prall gehen muss. 

Und dann liest man täglich, wie hier in Deutschland die politische Diskussion immer weiter vor die Wand gefahren wird. Und gefühlt ein Stillstand herrscht, was andere Themen außer der Asyl- und Flüchtlingsdebatte angeht. Es kann doch nicht sein, dass es in der politischen Debatte nur noch um Einwanderung geht und von Sektoren wie Bildung (das wichtigste überhaupt!), Gesundheit und Auffangen der unteren sozialen Schichten keine Rede ist.

Ich denke immer mehr darüber nach, mich in irgendeiner Weise politisch zu engagieren, um mir später nicht selber vorwerfen zu müssen, dass ich einfach nur zugeschaut habe, wie die rechten Idioten die Oberhand gewonnen und dieses Land kaputtgemacht haben. Ich weiß nur leider noch nicht wie, weil ich mich derzeit einfach mit keiner Partei identifizieren kann.

Eine vollkommene Deckungsgleichheit mit einem Parteiprogramm mit seinen Ideologien bekommt man ja sowieso nie hin, aber bei mir hapert es allein schon an der grundsätzlichen Ausrichtung. CDU und Konsorten scheiden aus, bei den Linken fand ich schon immer eigentlich nur Gregor Gysi ansprechend, die Grünen sind mir einfach nicht mehr ihrer Ideologie treu und die SPD richtet sich seit Jahren nur noch zu Grunde. Obwohl ich bei der SPD die größte Überschneidung mit meinen politischen Interessen finde, zögere ich noch, wohin die Reise gehen soll.

Auch wenn ich immer mehr das Gefühl bekomme, dass es so langsam Zeit wird, den Arsch hochzubekommen. Und aktiv zu werden.

Hamburg, meine Perle!

Hamburg ist ja wirklich die einzige Großstadt in Deutschland, in der ich mir vorstellen könnte zu wohnen und zu arbeiten. Vielleicht nicht mittendrin, sondern irgendwie im Speckgürtel mit S-Bahn-Verbindung. Auch wenn sie so langsam mal den Hafen und die Landungsbrücken mal wieder in den Griff bekommen sollten. Aber ich glaube ja, wenn man in Hamburg wohnt, dass man sowieso dort dann selten ist.

Trotzdem macht es immer wieder Spaß nach Hamburg zu fahren und drei bis vier Mal im Jahr schaffen wir es auch. Dieses Mal habe ich dann mal die Wasserseite entdeckt, da wir mit Speedbooten auf der Elbe unterwegs waren. Wie so richtige Touris halt.
Ich kann aber jeden Mal empfehlen diese Tour mitzumachen: 90 Kilometer pro Stunde auf einem Element, das bei dieser Geschwindigkeit bestimmt die Härte einer Backsteinmauer hat, sind schon eine einmalige Erfahrung.

Lass mal die Kirche im Dorf

Am Wochenende haben wir der Konfirmation der Tochter einer Freundin beigewohnt. Und ich habe mal wieder gesehen, dass ich mit Religion im Allgemeinen und Kirche im Speziellen einfach nichts anfangen kann.
Das fängt an mit der Fixierung auf diese ominösen Geschichte auf der alles basiert und geht hin bis zu der seltsamen Art, die religiöse Leute in meinen Augen an sich haben.

Ich würde nicht auf die Idee kommen, jemanden abzusprechen gläubig zu sein. Nur ich kann mit Glauben und Religion nichts anfangen, da ich das Konstrukt, auf dem das Ganze basiert, nur für eine ziemlich schlechte Geschichte halte. Gewürzt mit Allgemeinplätzen und Vorgaben, wie ich mein Leben zu führen habe, die meiner Meinung nach, recht wenig mit der Realität oder einer wünschenswerten Idee zu tun haben.

Hinzu kommt noch, dass sich keiner aus der Kirche darüber aufregt, dass politische Parteien und auch andere Vereine sich das Wort "Christlich" auf die Fahne schreiben, mit der Inklusion, die in der Kirche in Predigten gerne unterstrichen wird, recht wenig zu tun haben.

Das Gute ist, dass keiner weiß, was (und ob überhaupt) einem nach dem Tod erwartet. Das wird bestimmt lustig und aufregend werden.

Schlechtes Gewissen

Der pile of shame an ungelesenen Artikeln wächst und wächst, die Projekte, die ich mir so vorgenommen habe, werden auch nicht weniger (im Gegenteil) und vielleicht ist es eine Idee, durch Niederschreiben von Ideen, Verlinken von Artikeln und Webseiten diese bewußter wahrzunehmen und einzuordnen.

Durch einen Artikel auf kottke inspiriert, dem (noch nicht vollständigen) Schließens meines Facebook-Accounts geschuldet habe ich mir vorgenommen, mein digitales Erbe hier anzutreten. Wie schon mehrere Male vorher fest vorgenommen, versuche ich ab sofort für mich mehr zu bloggen.

Anfangen werde ich damit, dass Tab meines Blogs immer im Browser offen sein wird, um Artikel, die ich lese und spannend finde, zu verlinken und vielleicht sogar zu kommentieren und meine Gedanken dazu niederzuschreiben.

DSGVO

Ich muss mich mal darum kümmern, ob die DSGVO für mich gilt. Wahrscheinlich nicht, weil dieses Blog keine Werbung schaltet, keinen Umsatz in Form von Spenden a la Patreon oder so aeinfährt und auch sonst von keinem Belang ist. Trotzdem mal nach der entsprechenden Passage suchen, da ich ja auch Tracker in der Seite habe. Die könnte ich in dem Zug auch mal ausschalten.

Lustiger wird es heute nicht

Martin Sonneborn hat mal wieder eine Rede im EU-Parlament gehalten. Zum Thema Syrien und Angriffskriege im Allgemeinen. Recht kurz und ich bin immer noch zwiegespalten, wie ich mit der Partei Die Partei umgehen soll. Ob Satire wirklich konstruktiv Politik machen kann oder ob es nur dazu dient, kurz eine Anregung zum Nachdenken zu erhalten.