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Altersweisheit

Ich habe es mir leider nirgendwo abgespeichert, aber vor ein paar Tagen bin ich auf einen Blogeintrag gestoßen, in dem der Autor erzählt hat, dass er im aktuellen gehobenen Alter entdeckt hat, warum ihm gewisse Dinge nicht mehr so stressen. Ich glaube, er ist in einem ähnlichen Alter wie ich. Dreiundzwanzig. Naja, okay, Anfang/Mitte Vierzig. Biologisch betrachtet.

Ähnliche Gedanken hatte ich auch schon und mittlerweile machen die mir nicht mehr zu schaffen. Verbuchen wir das Ganze mal unter Weisheit ab, denn die Erfahrungen haben mir gezeigt, dass man gewisse Dinge einfach nicht beeinflussen kann und warum sollte ich mich dann noch darüber aufregen? Einfach nach vorne schauen und das Beste daraus machen.
Was mir aber immer noch Angst macht, ist, dass ich im hohen Alter doch mit einem Kissen auf dem Fenstersims Falschparker der Polizei melde. Oder ähnliches.

My HomeOffice is my castle

Vor zwei Jahren habe ich meinen ersten Tag im Home-Office verbracht. Damals habe ich noch gedacht, dass das einfach nur ein paar Wochen wegen des Lockdowns sein werden. Das daraus ein dauerhaftes Arbeiten von zu Hause aus werden wird, habe ich mir damals nicht ausmalen können. Das stand auch nicht als Ziel auf irgendeiner Liste.

Es funktioniert. Und wird auch weiterhin funktionieren. Das hat sehr viel damit zu tun, dass mein Tag sehr strukturiert und gleich abläuft. Der Rest der Familie verlässt morgens das Haus in Richtung ihrer Schulen, vorher zusammen frühstücken und dem Hund die weite Welt zeigen. Arbeitsphase bis mittags, dem Hund die andere Seite der Welt zeigen und dann bis abends wieder weiterarbeiten. Ohne irgendwelche Sachen wie Hausarbeit oder Ablenkung durch andere Dinge.

Das sehe ich bei anderen nämlich, deren Arbeit nicht so wie die von Entwicklern strukturiert werden kann. Da wird später aufgestanden und die Arbeit von Dingen wie Spülmaschine ausräumen oder sich mal um private Telefonate kümmern gestört. Oder einfach mal längere Zeit auf der Terasse in der Sonne liegen. Sachen, die man halt auch nicht machen würde, wenn man in der Agentur wäre. Die Familie trägt natürlich auch einiges dazu bei. Sie wissen, dass man mich nicht stören darf, um mich nicht aus dem Flow zu bringen.

Trotzdem muss ich sagen, dass es Tage gibt, an denen ich mein "altes" Arbeitsleben gerne zurück haben würde. Mit Kollegen von Angesicht zu Angesicht reden, mit ihnen Mittags Essen organisieren, kickern (auch wenn ich da eigentlich echt schlecht drin bin) oder abends auf ein Getränk länger bleiben. Oder einfach sich mit Teamkollegen stundenlang in einen Raum einschließen, um ein Problem gemeinsam zu lösen.

Das macht schon einiges auch im Hinblick auf Teambuilding aus, das man so aus dem Home-Office nicht erreichen kann. Es wird jedenfalls in den nächsten Jahren sehr spannend werden, wie sich das Arbeiten noch weiter verändern wird. Machen wir das Beste draus!

Disclaimer: ich hatte keine Lust, für das Foto meinen Arbeitsplatz aufzuräumen. So habe ich ihn heute nach der Arbeit verlassen.

2022

Das letzte Jahr war bestimmt für alle gleich seltsam, nervend und komisch. Ich kenne keinen, dem diese Pandemie nicht auf den Sack geht. Mehr möchte ich über dieses Virus nicht verlieren, sondern, wie der Titel sagt, nach vorne schauen. Denn 2022 kann nur großartig werden!

Vor allem habe ich mir vorgenommen, mich nicht weiter runterreißen zu lassen. Und ich glaube, dass es mir gelingen wird, weil ich die Kleinigkeiten viel mehr genießen werde. Also nicht versuche, große Dinge wie Urlaube oder Festivalbesuche übers Knie zu brechen, sondern kleine Dinge wie laue Sommernächte zu zelebrieren. Die Fahrradtour mit Freunden, das Bierchen/Wässerchen danach, Kino, Essen, Familie, den Jungs wieder mehr ermöglichen. Meine Kinder haben sowieso die letzten beiden Jahre Unglaubliches geleistet und gleichzeitig zurückgesteckt, um die Großeltern nicht in Gefahr zu bringen.

Abseits dessen habe ich mir vorgenommen mindestens zwei Stunden pro Woche OpenSource zu widmen. Wie und was genau, werde ich in den ersten Wochen erstmal ausarbeiten müssen, indem ich unterschiedliche Dinge ausprobieren werde. Aber damit das auf keinen Fall im Sand verläuft, wird das zu einem festen Termin in der Woche. So kann sich die Familie drauf einstellen, dass ich da nicht verfügbar bin und selber habe ich keine Ausrede, dass an dem Abend etwas anderes eine höhere Priorität hätte.

Auch meine eigene RSS-Reader-Extension möchte ich dann aus der Prototypen-Phase herausholen. Da habe ich mich im Sommer in zu viele Anforderungen und Features verrannt. Diese habe ich jetzt in eine langfristige Roadmap gepackt.

Im Laufe des vergangenen Jahres hatte ich mal wieder eine Phase, in der ich mich politisch engagieren wollte. Das ist aber auch recht schnell wieder beendet gewesen. Dazu habe ich leider in meiner Kindheit/Jugend zu viel vom Bürgermeisteramt meines Opas mitbekommen. Da bin ich desillusioniert. Ja, ich bin mir bewusst, dass das die falsche Herangehensweise ist, aber da ist die Schmerzgrenze bei mir noch nicht erreicht.

Achso: und mehr Gitarre spielen. Es kann also nur großartig werden! Dieses 2022.

Von Stöckchen und Software

Vor fast 15 Jahren habe ich ein neues Laptop kaufen wollen und auf der Suche nach einem vernünftig verbauten und soliden Case haben mich die aus Aluminium bestehenden Gehäuse der MacBooks angelacht. Ich kannte zwar den Ein oder Anderen durch die Arbeit mit Agenturen, der mit macOS gearbeitet hat, aber so richtig haben mir nur die ganzen Blogs geholfen, die im deutschsprachigen Raum zu dieser Zeit erblühten.

Damals hat man noch mit Stöckchen geworfen und in der Sidebar Blogrolls gepflegt, um andere auf lesenswerte Seiten aufmerksam zu machen. Und kommentiert. Twitter (oder eher twttr) war in der Pre-Smartphone-Zeit noch unbekannt und auf StudiVZ/Facebook... naja.

Aber es gab unzählige Blogs, die sich mit macOS und der Software dafür beschäftigten. Man bloggte, wie sein System aufgesetzt ist, wo man gerade irgendwelche Rabatte für den Einkauf von Software bekam und so weiter.

Da ich mir gerade durch einen Jobwechsel einen neuen Laptop aussuchen durfte und ich die letzten zwei Jahre wegen eines Windows-Systems geflucht habe, bin ich echt dankbar, dass ich diesen Text auf macOS schreiben darf. Hätte es WSL2 nicht gegeben, wäre ich schon im letzten Jahr mit dem Auto über das Laptop gefahren. Nachdem ich es angezündet und aus einem Hochhaus geworfen hätte.

Und es gibt fast nichts Schöneres als ein neues macOS einzurichten. Ich hätte zwar das Profil und die Software von meinem privaten MacBook während der Installation übertragen können, aber irgendwie war es mir wichtig, das Ganze frisch aufzusetzen. Und da mache ich es doch wie vor 15 Jahren und schreibe auf, was ich so alles installiert habe.

Die erste App, die ich installiert habe, ist iA Writer, mit der ich diesen Text auch schreibe. Schon seit Jahren meine Wahl für Texte schreiben, aber auch Notizen finden hier ihren Platz.

Und dann kommt neben dem ganzen Entwicklerkram das Wichtigste: die Shell. Keine Ahnung, es soll immer noch Entwickler da draußen geben, die so gut wie keine Berührung mit Shells haben, ich kann gar nicht ohne. macOS kommt ja seit 10.15 mit zsh als Standard-Shell daher. Ich haue da noch iTerm2 und oh-my-zsh drauf und in Verbindung mit meiner geliebten Konfiguration, Syntax-Highlighting, Autosuggestions und einem schönen Theme will ich eigentlich gar nicht raus. Aus ihr.

Was schon bei der Installation der Shell nicht fehlen darf, ist Homebrew. Ein Paketmanager für macOS und in Verbindung mit dem AppStore von Apple braucht man eigentlich keine weiteren Quellen mehr, um Software zu installieren.

Neben den üblichen verdächtigen Browsern und Firefox als Standard-Browser, kommen dann noch Tweetbot (Links lasse ich jetzt einfach mal aus Bequemlichkeit weg, ihr könnt ja bestimmt Suchmaschinen bedienen), Slack, Discord und Signal, sowie ReadKit auf den Rechner, um mit der Außenwelt zu kommunizieren und Feeds abzugreifen.

Mit Thunderbird versuche ich mal wieder warm zu werden. Sonst gefallen mir auf macOS eigentlich bisher gar keine Mail-Clients. Die Hübschen haben zu wenig Funktionen wie Verschlüsselung und die Funktionalen sehen alle scheisse aus.

Neben den üblichen Tools wie 1Password (auch wenn die gerade böse geworden sind) und Lastpass für das Passwort-Management, Things für ToDos (obwohl ich das eigentlich kaum noch benutze, es spielt sich ja zum Glück alles in Ticketsystemen ab), odrive für das Handling aller Cloud-Dienste, VLC für Videodateien und Pixelmator für Bilder, werkelt dann noch Little Snitch herum. Ja, ist ne Software-"Firewall", aber zum Placebo-Blocken von Ressourcen ist es halt was fürs "besser fühlen".

Die GPG Suite fürs Verschlüsseln (Keybase ist ja auch böse geworden und hat sowieso kaum einer genutzt) und Tunnelblick für die VPNs. Achso, Moom als Fenstermanager. Warum Apple sowas immer noch nicht in macOS integriert hat, ist mir schleierhaft. Die ganzen Standardtools wie einen PDF-Reader und Office... geschenkt.

Kommen wir nun zum eigentlich Wichtigsten: dem Enwicklerkram. Da ich die meiste Zeit PHP schreibe, sollte es nicht verwundern, dass PhpStorm meine IDE der Wahl ist. Mit VSCode mögen Frontendler klarkommen, mir reicht das aber nicht. GitKraken ist der schönste Git-Client, da lasse ich mir nichts anderes erzählen und mit Sequel Ace kann man schön Datenbanken kaputtmachen. Atom ist auch dabei, aber wirklich nur im Notfall einen einfachen Text-Editor starten zu können. Und ja, ich habe sogar noch Transmit installiert. In der Hoffnung, es nie brauchen zu müssen.

Neben der Installation von Docker und DDEV habe ich dann noch git aktualisiert (die Version von macOS ist zwar halbwegs aktuell, aber neuer und sicherer ist immer gut) und sowas wie wget/curl kann man auch immer gebrauchen.
So bin ich schon mal bereit, da kommt aber mit der Zeit bestimmt noch mehr Software nach.

Home-Office FTW!

Ich war heute zum ersten Mal seit knapp über neun Monaten wieder einen Tag in der Firma zum Arbeiten. Weil ich mal raus musste. Andere Wände und Fenster beim Arbeiten sehen. Wie viele von den knapp hundert Angestellten auch anwesend waren, kann ich gar nicht sagen. Über den Tag verteilt habe ich nur fünf weitere Gesichter gesehen. Der Rest befindet sich seit Anfang März letzten Jahres komplett wie ich im Home-Office oder wie man wahrscheinlich besser sagen muss: arbeiten sie mobil. Rein rechtlich hat ja meines Wissens Home-Office eine Menge Auswirkungen nicht nur auf den Arbeitnehmer, sondern auch auf den Arbeitgeber. Aber das ist nicht-fundiertes Laienwissen.

Was ich aber nach diesem Tag für mich sagen kann: Arbeiten in einem Büro hat ausgedient. Klar mag das an mir liegen, dass ich zu Hause und auch in einem Büro die gleiche Arbeit leiste. Vielleicht sogar zu Hause etwas besser, weil ich meine Arbeitszeit auf den Tag verteilen kann, auch wenn ich das eigentlich so gut wie nie mache. Aus dem Grund, dass ich verhindern möchte, dass die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu sehr schwindet. Da möchte ich lieber von 8 - 16:30/17 Uhr mein Pensum abgerissen haben und wissen, dass der Rechner erst am nächsten Tag für die Arbeit ruft.

Aber was ich so gar nicht vermisse, ist die Pendelei zur Arbeit. Auch wenn ich mein Backlog an Podcasts mittlerweile nicht mehr abarbeiten kann, was ich sonst in der Bahn oder im Auto gemacht habe, aber diese Zeit von einer knappen Stunde am Tag ist echt mal so viel mehr wert. Das möchte ich eigentlich nicht mehr im ÖPNV oder auf der Straße verbringen. Selbst nicht mit dem Fahrrad, was ich ab und zu auch genutzt habe. Da fahre ich doch lieber am Abend bald wieder durch Wälder als in die stinkende Stadt.

Man sollte Arbeitgeber irgendwie dazu "zwingen" ihren Angestellten es zu ermöglichen, solange es ihre Arbeit zulässt und die Ergebnisse stimmen, den Ort ihrer Arbeit selbst zu wählen. Die Kosten an Miete und laufenden Kosten (Strom, Heizung, Wasser...) in die gewünschte Ausrüstung ihrer Leute zu stecken. Um den Zusammenhalt der Teams und die Bindung an das Unternehmen zu festigen reicht es meiner Meinung nach aus, wenn man sich vielleicht einmal die Woche oder alle zwei Wochen trifft, um an diesem Tag wichtige Meetings abzuhalten und zusammen zu arbeiten. Klar, da hängt auch mehr dran, als dass es nur mir als Arbeitnehmer besser geht. Allein wie Personalverantwortliche die Arbeit bewerten sollen oder wie der Arbeitgeber es schaffen muss, nicht beliebig austauschbar zu werden, sind große Aufgaben, die auf diese zukommen würden. Aber auch die "normalen" Arbeitnehmer müssen wahrscheinlich noch eine Menge ändern, um mit den anderen Gegebenheiten zurecht zu kommen.

Wie es weitergeht

Irgendwie geht ja immer alles weiter. Auch wird in naher oder ferner Zukunft diese Pandemie soweit im Griff sein, dass man wieder halbwegs normal mit anderen Menschen interagieren kann. Am meisten trauere ich Konzerten hinterher. Ich habe keine Vorstellung, wann man seine Ängste vor einer Ansteckung durch Viren oder der gefühlt immer stärker werdenden Misanthropie ablegen kann, um im Moshpit die schwitzigen Körper anderer Leute herumzuschubsen.

Nach einem Jahr Ausnahmezustand fange ich auch langsam an, müde zu werden. Müde von dem immer weiter anhaltenden "Lockdowns", den immer gleichen Nachrichten, dem Home-Office und -Schooling, aber vor allem dem Fehlen von jeglichen sozialen Kontakten. Man hat ja so viel Zeit auf einmal, aber auf der anderen Seite dann auch wieder nicht. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, wie man es früher mit den ganzen Terminen (Sport, Kinder, Freunde usw.) überhaupt geschafft hat, ein wenig Zeit am Tag zum Nichtstun zu haben. Oder man hat sich an diesen Zustand der sozialen Isolation schon so gewöhnt, dass man gar nicht merkt, wie man eigentlich so gut wie nichts tut. Oder gebacken bekommt.

2021-3

Tja, wie immer ist das mit den Vorhaben so eine Sache. Hat man (ich) sich entschlossen, genau diesen Weg zu verfolgen, kommen von links und rechts Lawinen angeschossen, um mich davon abzubringen. So rein metaphorisch gesprochen.

Fangen wir aber einfach mal wieder an, den hohen Berg der Links abzubauen:

Alles muss raus

Im letzten Jahr, das man nicht beim Namen nennen darf, hatte ich so viel vor und echt mal wenig davon geschafft. Irgendetwas mache ich nämlich falsch (oder anders) als alle anderen, die auch im HomeOffice waren und gefühlt dauernd Freizeit hatten oder wenigstens sowas von tiefenentspannt waren, dass ich im Spätsommer mit Meditation angefangen habe, um auf das gleiche Level zu kommen. Das mit der Meditation habe ich dann schnell wieder verworfen, das klappt bei mir einfach nicht. Da muss man scheinbar genauso wie bei Homöopathie dran glauben und dafür ist mein Gehirn einfach nicht gemacht.

Zum Bloggen bin ich dann nämlich auch nicht gekommen, wie ich mir das so vorgenommen hatte. Einfach mal Texte schreiben. Für mich. Und die ins Internet stellen. Warum auch immer. Weil man das im frühen Internet auch so gemacht hat. Wo das Internet noch nicht ganz so kaputt war wie heute.

Vielleicht werde ich sogar demnächst hier eine Blogroll veröffentlichen, denn es gibt sie immer noch! Die kleine Blogosphäre und auch die Tech-Blogger. Anfangen werde ich aber mit einer Auswahl von Artikeln und Websites, die ich im letzten Jahr in Pocket abgespeichert und mit Vergessen gestraft habe. Von den knapp 300 Einträgen habe ich diese mal hier gelassen, vielleicht findet der ein oder andere ja noch was, was ihn weiterbringt.

Webdesign

TYPO3

DevOps

PHP

Programmierung allgemein

Dämmerung

Dieses Jahr kann weg. Ich denke, da wird mir jeder zustimmen. Alles, was man sich so vorgenommen hat, war für die Tonne. Egal, ob das Dinge in der Familie waren, Urlaub, Weiterbildung oder auch im Job: alles wurde durch die Pandemie gestört oder sogar komplett zunichte gemacht.

Und wenn dann noch zwei Beerdigungen unter diesen Bedingungen stattfinden müssen, wird sogar dieser Teil des "Lebens" erschwert. Mal ganz davon abgesehen, dass es vielen Begleitern dadurch unmöglich gemacht wurde, sich zu verabschieden, wie man es bisher gewohnt war.

Mir ist klar, dass das trotz allem Meckern auf hohem Niveau ist. Ich nicht in einem Kriegsgebiet, in der dritten Welt oder in anderen, mir unvorstellbaren Umständen lebe. Sondern immer noch privilegiert so mit Haus über dem Kopf, genug Geld zum Leben im Luxus und mit den Möglichkeiten, die Umstellungen, die so eine Pandemie mit sich bringt, ganz gut abzufedern.

Von daher bin ich ganz dankbar, werde auch weiterhin diverse soziale Projekte wenigstens finanziell unterstützen und auch die Arbeit im Ehrenamt weiterführen.
Und hoffen, dass wir das zusammen im nächsten Jahr gewuppt bekommen, so dass es wieder möglich wird, sein soziales Umfeld zu genießen. Sich auszutauschen. Ohne Angst zu haben, dass man angesteckt wird oder andere anstecken könnte.

Wieder was gelernt und noch mehr

Ich nehme mir ja immer wieder vor, mehr aus diesem Blog zu machen. Mich mitzuteilen und vielleicht sogar anderen Input zu geben, der sie weiterbringt. So wie anderen zigtausend Blogs und Websites, von denen ich tagtäglich lernen darf.

Die letzten Wochen habe ich während meiner Freizeit ziemlich offline verbracht. Wir haben eine neue Terrasse gebaut, was schon feststand, als wir vor ein paar Jahren in dieses Haus eingezogen sind. Damals hätte ich nur nicht gedacht, dass wir das alles alleine machen werden.

Neben dem Mauern und verputzen einer Wand (immerhin 3,5 x 2 m groß), dem Auskoffern, Schottern, Split abziehen und Plattenschneiden habe ich außerdem gelernt, dass man Handwerker einfach nichts fragen muss. Fragt man, wie man das ein oder andere machen muss, bekommt man zwei bis drei Antworten, die aber schon eine Woche später obsolet sind. Fast so wie bei Entwicklern also.

Und dann habe ich mir noch das Lösen eines Rubik´s Cube beigebracht. Den hat mein kleiner Sohn angeschleppt und wollte es eigentlich auch lernen. Da ich ihm absolut nicht helfen konnte, musste ich es mir erst einmal beibringen und kann ihn mittlerweile in knapp über 2 Minuten mit der Anfängermethode lösen. Ob ich noch andere Algorithmen lerne, um wenigstens unter einer Minute zu gelangen... Ich weiß noch nicht.

Und dann fange ich jetzt wieder für die Zertifizierung zum TYPO3 Developer (TCCD) zu lernen. Die TCCI-Zertifizierung durfte ich letzten Freitag um ein Jahr verlängern, wobei ich das Verfahren echt, na sagen wir überdenkenswürdig halte. Nur weil ich an einer Präsentation der Neuerungen von TYPO3 10 teilgenommen habe, die ich selber kurz nach Erscheinen in ähnlicher Form in meiner Abteilung abgehalten habe, habe ich zwar eine Menge an Anregungen gesammelt, beherrsche sie aber nicht. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich ja einer der letzten war, bei dem die Zertifizierung normalerweise drei Jahre gilt, die neuen Zertifikate gelten nur noch zwei Jahre.

Für die Vorbereitung ackere ich wieder den Exam Study Guide for the Official TCCD Certification of the TYPO3 Association (https://leanpub.com/typo3certifieddeveloper-en) durch und dieses Mal habe ich mir vorgenommen, bei jedem Thema/Frage, die ich beim Lernen nicht korrekt beantworte, einen Blogpost zu schreiben, in dem ich das Thema dann aufarbeite. So von wegen, wenn man einen Spickzettel schreibt, lernt man am besten. Es werden bestimmt einige Posts werden. ;-)